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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Schön gebaut! (7)
Stefan NinkTaksang, Bhutan
Reisen & Speisen (4)
Und wer hat's erfunden? Na?
Stefan Nink
Spaghetti, Kashgar, China.
26. November 2009
Stefan NinkSpaghetti, Kashgar, China.
Nie erschienen (6)
Manche Reportage-Sätze fallen einem gestrengen Schlussredakteur zum Opfer.
Bei manchen Sätzen weiß man das schon vorher.
>>Am nächsten Tag durften die Passagiere den Kapitän besuchen. Auf der Brücke gab es unglaublich viele unglaublich komplizierte Apparaturen zu sehen. Am besten gefiel Siebeneisen der Monitor, auf dem selbst noch kleinste Eisberge im Wasser zu erkennen waren - ihn erinnerte die Darstellung an ein frühes Computerspiel namens „Asteroid“, bei dem ein Raumschiff herumfliegenden Gesteinsbrocken ausweichen musste oder sie zerschießen konnte. Siebeneisen fragte den Kapitän, ob er vielleicht schnell mal diesen Eisberg hier - er zeigte auf eine der kleineren Markierungen auf dem Bildschirm - zerfahren könnte, einfach so, einfach schnell drüber. Der Kapitän schaute ihn verständnislos an. Dann wendete er sich der Japanerin mit dem Mundschutz zu.<<
23. November 2009
Bei manchen Sätzen weiß man das schon vorher.
>>Am nächsten Tag durften die Passagiere den Kapitän besuchen. Auf der Brücke gab es unglaublich viele unglaublich komplizierte Apparaturen zu sehen. Am besten gefiel Siebeneisen der Monitor, auf dem selbst noch kleinste Eisberge im Wasser zu erkennen waren - ihn erinnerte die Darstellung an ein frühes Computerspiel namens „Asteroid“, bei dem ein Raumschiff herumfliegenden Gesteinsbrocken ausweichen musste oder sie zerschießen konnte. Siebeneisen fragte den Kapitän, ob er vielleicht schnell mal diesen Eisberg hier - er zeigte auf eine der kleineren Markierungen auf dem Bildschirm - zerfahren könnte, einfach so, einfach schnell drüber. Der Kapitän schaute ihn verständnislos an. Dann wendete er sich der Japanerin mit dem Mundschutz zu.<<
Hauptstadtkunst
In Berlin gewesen.
Angenommen, der Trubel um das Neue Museum habe sich längst gelegt.
Auf die Museumsinsel gefahren.
Sofort wieder umgedreht.
Über Naivität als solche nachgedacht.
Stefan Nink
20. November 2009
Angenommen, der Trubel um das Neue Museum habe sich längst gelegt.
Auf die Museumsinsel gefahren.
Sofort wieder umgedreht.
Über Naivität als solche nachgedacht.
Stefan NinkAuffällig geworden. Sehr auffällig.
Neulich hatte ich einen Termin in einem ziemlich bekannten Hotel am Sunset Boulevard. Von meinem Motel (auch am Sunset Boulevard; Bruchteil des Preises) waren es vielleicht zwei Meilen, der Abend war lau, also blieb der Mietwagen auf dem Parkplatz: Ich ging zu Fuß.
Nach etwa 500 Metern hielt die Polizei neben mir. Der Officer war freundlich aber bestimmt, die Papiere wollte er dann aber doch bitte sehen, schließlich sei ich – Achtung: auffällig geworden, sehr auffällig. Aha. Auffällig. Sehr auffällig. Und wieso? Weil ich zu Fuß unterwegs sei, deshalb. Mit us-amerikanischen Polizisten in Zeiten des ewigen yellow alert zu diskutieren, ist keine gute Idee, mit den Cops des LAPD erst recht nicht. Man sollte sie deswegen auch gar nicht erst fragen, was denn an einem Spaziergang so auffällig sei, wo doch ihr Gouveneur die Kalifornier regelmäßig ermahne, Energie zu sparen – sie ignorieren das einfach. Sie ignorieren das auch, wenn man es noch einmal laut und deutlich fragt. Sie antworten einfach nicht. Sie geben einem die Papiere zurück und fahren weiter.
Ich weiß nicht, ob Tom Baker oft zu Fuß durch L.A. geht. Wahrscheinlich nie, er ist Kalifornier. Seine Fotos aber vermitteln einen schönen Eindruck davon, wie die Stadt in einer Zukunft ohne Autos aussehen könnte. Auffällig, sehr auffällig.
17. November 2009
Nach etwa 500 Metern hielt die Polizei neben mir. Der Officer war freundlich aber bestimmt, die Papiere wollte er dann aber doch bitte sehen, schließlich sei ich – Achtung: auffällig geworden, sehr auffällig. Aha. Auffällig. Sehr auffällig. Und wieso? Weil ich zu Fuß unterwegs sei, deshalb. Mit us-amerikanischen Polizisten in Zeiten des ewigen yellow alert zu diskutieren, ist keine gute Idee, mit den Cops des LAPD erst recht nicht. Man sollte sie deswegen auch gar nicht erst fragen, was denn an einem Spaziergang so auffällig sei, wo doch ihr Gouveneur die Kalifornier regelmäßig ermahne, Energie zu sparen – sie ignorieren das einfach. Sie ignorieren das auch, wenn man es noch einmal laut und deutlich fragt. Sie antworten einfach nicht. Sie geben einem die Papiere zurück und fahren weiter.
Ich weiß nicht, ob Tom Baker oft zu Fuß durch L.A. geht. Wahrscheinlich nie, er ist Kalifornier. Seine Fotos aber vermitteln einen schönen Eindruck davon, wie die Stadt in einer Zukunft ohne Autos aussehen könnte. Auffällig, sehr auffällig.
Realitäts-Check, noch einer
Dem ein oder anderen wird das bestimmt schon passiert sein: Auf den Fotos im Internet (oder, für eher konservative Kunden: im Katalog des Reiseveranstalters) sah alles herzallerliebst aus - und am Urlaubsort kam dann der große Schock. Zum Beispiel in Gestalt eines dauerqualmenden Kraftwerks am Horizont wie bei mir neulich in Nova Scotia.
Die Kollegen vom Oyster Blog haben mittlerweile eine ganze Reihe erschreckender Beispiele vor allem aus dem Hotelbereich zusammen getragen. Man muss da nur ein Minuten gestöbert haben und weiß: Es wird gelogen und betrogen und zur Not auch schnell mal das Capitol um ein, zwei Kilometer versetzt, Photoshop macht's möglich. Aber nur, solange (und weil!) die Kunden nicht auf die Barrikaden gehen.
17. November 2009
Die Kollegen vom Oyster Blog haben mittlerweile eine ganze Reihe erschreckender Beispiele vor allem aus dem Hotelbereich zusammen getragen. Man muss da nur ein Minuten gestöbert haben und weiß: Es wird gelogen und betrogen und zur Not auch schnell mal das Capitol um ein, zwei Kilometer versetzt, Photoshop macht's möglich. Aber nur, solange (und weil!) die Kunden nicht auf die Barrikaden gehen.
Reiselieder (3)
Wie pathetisch man damals noch sein durfte! Wenn er nicht dieses leichte Schmunzeln im Gesicht hätte, nachdem er das von der großen Dunkelheit gesagt hat, die über das Land kommen wird...
Wunderbar interpretiert, großartig arrangiert. Wenn man die Augen zumacht, sieht man den Vollmond über Vermont.
5. November 2009
Wunderbar interpretiert, großartig arrangiert. Wenn man die Augen zumacht, sieht man den Vollmond über Vermont.
Neues aus der Fußgängerzone
