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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Ssänk yu fohr trävelling wiss ...
Heute morgen hat mich ein alter Freund emailig gefragt, wie um alles in der Welt ich all die Bahnfahrten überstehe, die ich so im Laufe eines Jahres absolviere - und ob ich einen Tipp für ihn hätte, "gestern 3:40 im zug, ging nur mit zwei weißbieren".
Die helfen. Ganz bestimmt. Und vielleicht ist ja bei meinen Tipps auch noch was für den ein oder anderen dabei (hab sie aus der Original-Email kopiert, deswegen die Kleinschreibung...):
23. September 2009
Die helfen. Ganz bestimmt. Und vielleicht ist ja bei meinen Tipps auch noch was für den ein oder anderen dabei (hab sie aus der Original-Email kopiert, deswegen die Kleinschreibung...):
- ich nehme lieber eine langsame direktverbindung als zwei mal von ice zu ice umzusteigen - dann kann ich sitzenbleiben und weiß schon beim einstieg, dass ich in 4:15 raus muss.
- wenn es ein ic ist, setze ich mich in ein leeres abteil und verteile meine sachen zuerst einmal sehr unordentlich. dann führe ich wirre selbstgespräche oder lege eine grimme miene auf, sobald jemand hineinschaut. eine hochgezogene kapuze wirkt auch wunder, eine dunkle sonnenbrille ebenfalls. wenn sich das fenster öffnen lässt, reisse ich es hinunter, auch wenn draußen nur 8 grad sind. das alles hilft natürlich nur bei zügen, wo es noch andere abteile gibt, in die sich die anderen setzen könnten.
- ich verstöpsele mich augenblicklich mit weiterlesen
Schluss für heute! (1)
Stefan NinkKata Tjuta, Australien
Realitäts-Check
Manchmal läuft die Realität den Reiseführer-Beschreibungen davon.
In letzter Zeit galoppiert sie meistens.
Rhodos: Die Ritterstraße - Odos Ippoton:
"Die originalgetreu restaurierte Straße, die vom Hospital, dem heutigen Archäologischen Museum, hangaufwärts zum Großmeisterpalast führt, ist ein Musterbeispiel für die Architektur zur Zeit der Johanniterherrschaft. Die spätgotischen Fassaden reflektieren das einfache, strenge Leben der Ritter. Meist weiterlesen
13. September 2009
In letzter Zeit galoppiert sie meistens.
Rhodos: Die Ritterstraße - Odos Ippoton:
"Die originalgetreu restaurierte Straße, die vom Hospital, dem heutigen Archäologischen Museum, hangaufwärts zum Großmeisterpalast führt, ist ein Musterbeispiel für die Architektur zur Zeit der Johanniterherrschaft. Die spätgotischen Fassaden reflektieren das einfache, strenge Leben der Ritter. Meist weiterlesen
Reiselieder (2)
Mal abgesehen davon, dass Shane MacGowan nicht wirklich singen kann und es eigentlich keinen Sommer in Siam gibt - ein wunderbares Reiselied:
9. September 2009
Meet the Locals! (4)
Stefan NinkNorthern Ontario, Kanada
Nie erschienen (5)
Manche Reportage-Sätze fallen einem gestrengen Schlussredakteur zum Opfer.
Bei manchen Sätzen weiß man das schon vorher.
>> Montagmorgen im kleinen Montmartre-Hotel. Die vietnamesische Bedienung scheint schlecht geschlafen zu haben und wirkt, als habe sie schon mit Onkel Ho Geschütze auf die Höhen von Dien Bien Phu schleppen müssen. Das morgendliche Croissant zieht sich wie Gummi, seine Krümel verdichten sich im Milchkaffee zu hässlichen grauen Flocken. Es regnet noch immer. Theologie-Studentin Jolie an den Rezeption trägt ein mehr oder weniger durchsichtiges Top zu ihrer schwarzen Pagenschnitt-Perücke und sieht aus, als sei sie das ganze Wochenende nicht aus dem Bett gekommen. „Bin das ganze Wochenende nicht aus dem Bett gekommen“, sagt sie lasziv, wobei sie nach jedem Wort eine kleine Pause einschiebt, damit man auch ja versteht, dass sie das ganze Wochenende nicht aus dem Bett gekommen ist. Da kann man für die Nachbarschaft nur hoffen, dass sie zuhause bessere Fenster hat als die hier im kleinen Hotel, sonst hat da niemand ein Auge zutun können, so viel steht fest (ANM.: jaja, schon gut… nehmt’s halt raus…). <<
4. September 2009
Bei manchen Sätzen weiß man das schon vorher.
>> Montagmorgen im kleinen Montmartre-Hotel. Die vietnamesische Bedienung scheint schlecht geschlafen zu haben und wirkt, als habe sie schon mit Onkel Ho Geschütze auf die Höhen von Dien Bien Phu schleppen müssen. Das morgendliche Croissant zieht sich wie Gummi, seine Krümel verdichten sich im Milchkaffee zu hässlichen grauen Flocken. Es regnet noch immer. Theologie-Studentin Jolie an den Rezeption trägt ein mehr oder weniger durchsichtiges Top zu ihrer schwarzen Pagenschnitt-Perücke und sieht aus, als sei sie das ganze Wochenende nicht aus dem Bett gekommen. „Bin das ganze Wochenende nicht aus dem Bett gekommen“, sagt sie lasziv, wobei sie nach jedem Wort eine kleine Pause einschiebt, damit man auch ja versteht, dass sie das ganze Wochenende nicht aus dem Bett gekommen ist. Da kann man für die Nachbarschaft nur hoffen, dass sie zuhause bessere Fenster hat als die hier im kleinen Hotel, sonst hat da niemand ein Auge zutun können, so viel steht fest (ANM.: jaja, schon gut… nehmt’s halt raus…). <<
Mannahatta 1609
Manche Weltenecken kann man sich ja nur schwer in ihrem ursprünglichen Zustand vorstellen. Manhattan ohne Wolkenkratzer zum Beispiel. Aus Aufzeichnungen der holländischen Siedler weiß man immerhin, dass Greenwich Village einst tatsächlich ein Dorf im Grünen außerhalb der eigentlichen Stadt war (und ein Ausflug dorthin oft genug mit einem Pfeil im Rücken endete), und dass die Wall Street so heißt, weil sie an der Stelle des früheren Holzwalles verläuft, der Stadt von Natur trennte - auch bekannt. Das "Mannahatta Project" führt Leser (bzw.: Vorbeischauer) einen größeren historischen Schritt zurück - und zeigt, wie die Insel vor der Ankunft von Henry Hudson ausgesehen haben mag. Viel grüner, aber auch viel kleiner.
2. September 2009
Schön gebaut! (5)
Stefan NinkKirche in Hérémence, Schweiz.
