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Der Reise-Blog von Stefan Nink
Jetzt neu: 430€
Warum? Keine Ahnung. Weil EU-Regelung? Oder weil man die armen Zöllner am Frankfurter Flughafen ein bisschen entlasten wollte bei Ihrer vorweihnachtlichen Suche nach mitgebrachten iPhones, Camcordern und Notebooks? Wie auch immer: Seit 1.Dezember dürfen Urlauber mehr Waren aus Staaten außerhalb der Europäischen Union zollfrei einführen, und zwar ganz schön viel mehr: Bislang lag die Obergrenze bei 175€, jetzt sind es 430 €.
Damit ändert sich einiges für USA-Urlauber, die am letzten Abend im Motelzimmer ihre Sachen sortieren: Man muss jetzt keine Originalverpackungen mehr wegwerfen, die Bedienungsanleitungen auch nicht, und die Kaufquittung braucht man sich auch nicht mehr mit der Post nach Hause schicken. Ebenso fallen weg: Hitzeschübe nach der Entgegennahme des Koffers am Gepäckband, "Immer-schön-ins-Leere-schauen!" -Ermahungen an sich selbst, wirre Antworten bei Zollkontakt. Oder, für alle anderen: Das Zahlen deftiger Steuern.
Warum Ihnen das mit den neuen Limits niemand gesagt hat? Fragen Sie mal nach beim Deutschen Einzelhandel, der wird Ihnen das bestimmt erklären können, und wie.
5. Dezember 2008
Damit ändert sich einiges für USA-Urlauber, die am letzten Abend im Motelzimmer ihre Sachen sortieren: Man muss jetzt keine Originalverpackungen mehr wegwerfen, die Bedienungsanleitungen auch nicht, und die Kaufquittung braucht man sich auch nicht mehr mit der Post nach Hause schicken. Ebenso fallen weg: Hitzeschübe nach der Entgegennahme des Koffers am Gepäckband, "Immer-schön-ins-Leere-schauen!" -Ermahungen an sich selbst, wirre Antworten bei Zollkontakt. Oder, für alle anderen: Das Zahlen deftiger Steuern.
Warum Ihnen das mit den neuen Limits niemand gesagt hat? Fragen Sie mal nach beim Deutschen Einzelhandel, der wird Ihnen das bestimmt erklären können, und wie.
"... und gegen eine geringe Gebühr dürfen Sie heute auch unsere Bordtoilette benutzen!"
Zuletzt mal geflogen? Wenn ja: was aufgefallen? Yep, immer mehr kostet. Eigentlich kostet mittlerweile fast alles. Früher wurde es nur teurer, wenn man 30 statt der erlaubten 20 Kilo Gepäck einchecken wollte, aber die Zeiten sind längst vorbei.
Eine kleine Liste all jener Dinge, für die ich in den vergangen Wochen und Monaten zahlen sollte/musste:
- einen mickrigen, miesen Kopfhörer (bei einer us-amerikanischen Airline, "aber Sie können ihn ja immer wieder verwenden!" Einen Dreck werde ich)
- das Ansehen eines zurechtgestutzten Films ("The Dark Knight") auf einem Display in der Rückenlehne vor mir (kostenloser Leih-Kopfhörer, bei dem dann aber nur ein Ohrstöpsel funktionierte)
- ein(!) Bier auf einem neunstündigen Transatlantik(!)-Flug (7$)
- eine Sitzplatzreservierung eine Woche vor Abflug (an Bord den Platz dann noch vor Take-off gewechselt, weil permanent schreiendes Kleinkind auf dem Nebensitz) weiterlesen
5. Dezember 2008
Eine kleine Liste all jener Dinge, für die ich in den vergangen Wochen und Monaten zahlen sollte/musste:
- einen mickrigen, miesen Kopfhörer (bei einer us-amerikanischen Airline, "aber Sie können ihn ja immer wieder verwenden!" Einen Dreck werde ich)
- das Ansehen eines zurechtgestutzten Films ("The Dark Knight") auf einem Display in der Rückenlehne vor mir (kostenloser Leih-Kopfhörer, bei dem dann aber nur ein Ohrstöpsel funktionierte)
- ein(!) Bier auf einem neunstündigen Transatlantik(!)-Flug (7$)
- eine Sitzplatzreservierung eine Woche vor Abflug (an Bord den Platz dann noch vor Take-off gewechselt, weil permanent schreiendes Kleinkind auf dem Nebensitz) weiterlesen
Lieblingsschuhe
Stefan NinkSie waren aus Australien, meine Lieblingsschuhe, im April 2000 für fünfzig Aussi-Dollar gekauft, schwarz, mit dicken Luftkammern in der Sohle, die einen beim Gehen Schweben ließen (und bevor jetzt jemand fragt: Sie waren KEIN Produkt jener Firma, die für sich quasi den Alleinanspruch auf solche Boots erhebt - meine hatten eine kleine, rotrückige Spinne im Logo …). Acht Jahre lang waren sie auf jeder Reise dabei. Sind über Tokios Asphalt gelaufen und rauf auf Kapstadts Tafelberg, haben Sand und Schnee und dem Monsun getrotzt und jener schleimigen Masse aus Müll und Abwasser und ich-will-es-gar-nicht-wissen, durch die man in den eher abgelegenen Vierteln von Bangkok oder Manila laufen muss. Ich war mit ihnen in Clubs und Büros und im Stadion, auf Gletschern und in Sümpfen und im Knast. Drei Mal haben sie es noch zurück in ihre australische Heimat geschafft, wo sie besonders gut zu tragen waren, aber vielleicht bildet man sich sowas auch nur ein. Sie waren pflegeleicht. Und wasserdicht. Sie haben zu allem gepasst. Vor allem aber waren sie bequem. Absolut bequem. Und jetzt sind sie weg.
Ich hab' neue. Gleiche Firma, gleiche Luftsohle, dunkelbraun. Menschen in meinem Umfeld sagen, sie sähen aus wie Gummistiefel. Liegt daran, dass das Leder noch keinerlei Gebrauchsspuren aufweist. Keine Macken, keine Furchen, keine Narben. Aber das wird schon noch. Bestimmt.
Neuanfang
Und das ist der Blogger von 47 Tukane:
Stefan Nink fliegt, fährt und läuft für Magazine und Buchverlage über den Planeten. Seine Reportagen wurden vielfach ausgezeichnet und in 17 Sprachen übersetzt.
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