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2. November 2010
Machu Picchu, ein Kraftort?
Dieses Blog schreitet weiter seiner Vollendung entgegen... inzwischen ist das Peru und Bolivien-Heft schon einen Monat am Kiosk und verkauft sich wie geschnitten Brot. Beeilen Sie sich, sonst ist es ausverkauft! Ich selbst bin auf dem Sprung nach Sao Paulo, um ein Brasilien-Special vorzubereiten. Mein Kopf ist voll mit Straßenkarneval, Helikoptern über Sao Paulo, der Trauminsel Fernando de Noronha, der Frage, wie man die Explosion der brasilianischen Mittelschichte am interessantesten beschreiben kann...
Aber ich möchte den Laden hier nicht dicht machen, ohne Ihnen diese Zeilen von Morana Paproth weitergeleitet zu haben
Im Lauf der vergangenen Monate habe ich viel Post bekommen - von Lesern, die Vorschläge machten, über welche Themen man hier oder im Heft schreiben könnte. Ich habe dann immer geantwortet: Tolle Idee! Machen Sie! Schreiben Sie etwas für dieses Blog! Aber daraus ist dann nie etwas geworden. Leider verstummten die Leute dann wieder, warum auch immer. Nur Morana Paproth hat nicht locker gelassen.

Frau Paproth hat eine kleine Agentur, die sich "Reisen ins Bewusstsein" nennt und offenbar auf esoterisch interessierte Menschen zielt.
Blumig heißt es auf der Website: "In Peru ist ein alter Sternenweg abgespeichert, der in Verbindung mit Kraftplätzen und Einweihungsstätten im Universum steht. Auf diesen Kraftkonzentrationen befanden sich in früheren Zeiten Tempel, deren Kraft für Heilung und zur Bewusstwerdung des eigenen Selbst genutzt wurden. In diesem Seminar werden die Teilnehmer mit diesen Plätzen des Lichts in Verbindung gebracht. Es ist ein alter Einweihungsweg, der wieder beschritten wird, ein inneres Retreat, um mit der eigenen Seele in Kontakt zu kommen."
Klar. Warum nicht. Man kann ja aus den unterschiedlichsten Gründen Machu Picchu bereisen, warum nicht auch auch, um "alte Heilungswege" zu beschreiten?
Jedenfalls - hat Frau Paproth mir einen Reisebericht geschickt. Er handelt von den dramatischen Tagen im Frühjahr, als Machu Picchu nach den heftigen Regenfällen über Wochen gesperrt war und die gesamte Südamerika-Reisebranche auf den 1. April hinfieberte, dem Tag der Wiedereröffnung der Ruine.
Das Wort hat Frau Paproth:
„Was sagen Sie? Unsere Tickets zum Machu Picchu sind nicht mehr gültig?“
„Ja“ tönte es aus dem Telefonhörer: „Sie können lediglich versuchen, noch auf die
Luxus-Klasse mit den leichteren Waggons umzubuchen. Die neuen Schienen
können den schweren „Backpacker“ Zug, den Sie gebucht hatten, nun nicht mehr
tragen.“
Es war einige Tage vor dem 1. April 2010.
Wie sollte ich diese enttäuschenden Neuigkeiten meiner Reisegruppe, einer Gruppe
von acht Personen im Alter von 30 bis 75 Jahren, nur klarmachen?
Keiner wollte auf den Aufenthalt auf dem Machu Picchu verzichten, wie alle vehement
beteuerten. So sehr ich mich bemühte, eine Lösung zu finden, umso mehr wurde mir
bewusst, wie auswegslos die Situation war. Ich tätigte einen Anruf nach dem
anderen, konsultierte ein befreundetes Reisebüro vor Ort. Doch auch sie hatten
keine Alternative anzubieten.
Zu viele Touristen wollten nach der Wiedereröffnung des Machu Picchu, nämlich just
am 1. April, zu den ersten gehören, die die magische Stadt wieder besuchen durften.
Der Machu Picchu war zuvor - nach Unwettern und Regenfällen im Januar und Februar und den folgenden Erdrutschen - für zwei Monate geschlossen worden.
Zwei Menschen waren von den tosenden Wasserfluten mitgerissen und getötet worden. Über 2.000 Besucher hatten auf dem Gelände des Machu Picchu tagelang festgesessen und mussten per Hubschrauber evakuiert werden.
Was tun?
Zuletzt suchte ich nun einen befreundeten Polizisten in meinem peruanischen Heimatort auf. Dieser brauste auf und wütend rief er direkt beim Polizeichef in Cusco an, von wo die Zugfahrt zum Machu Picchu starten sollte.
Dem Polizeichef war sehr daran gelegen, Touristen nicht zu verärgern und versprach mir, sich zu kümmern. Freudig erstaunt reagierte ich, als er mich nach zwei Stunden auf meinem Handy zurückrief und mir nach Rücksprache mit dem Reisebüro einen passablen Fahrplan für meine Reisegruppe eröffnete. Erleichtert atmete ich auf.
Das Warten hatte sich gelohnt.
Und dann war der 1. April gekommen, der Tag, an dem wir uns mit „Peru Rail“ in Richtung Machu Picchu aufmachen konnten. In unserer Pension in Aquas Calientes, am Fuß von Machu Picchu angekommen, verabredeten wir uns für den 1. April um 5 Uhr morgens am Frühstückstisch.
Doch die ganze Nacht über regnete es wieder wolkenbruchartig. Tief hingen die Wolken im Tal, würde nun alles erneut überschwemmt werden? Selbst die Bewohner von Aquas Calientes verstummten angesichts der Wassermassen.
Alle richtete ihren erwartungsvollen Blick auf mich: „Ich bin doch hauptsächlich wegen Machu Picchu hier“, hörte ich, und: „Ohne in Machu Picchu gewesen zu sein fahre ich nicht zurück“ Keiner wollte aufgeben.
Ich erinnerte die Gruppe an die Worte des Schamanen, den wir vor unserer Abreise zum Machu Picchu in Cusco aufgesucht hatten. „Der Machu Picchu möchte keinen Besuch mehr! Vergesst nicht, dass in der Vergangenheit nur Menschen, die eingeladen waren, das Gelände betreten durften“, waren die Worte des weisen Indianers aus den Anden.
Uns allen war die Bedeutung dieser Aussage bewusst. Sprach er doch einerseits von den vielen, ja vielleicht zu vielen Menschen, die Machu Picchu täglich besuchen, so ging es ihm aber insbesondere um die Art und Weise, wie sich Touristen immer wieder mit fehlendem Respekt und zu geringer Achtung den alten heiligen Stätten
des Landes gegenüber verhalten.
Um das bedrückende Schweigen zu durchbrechen, schlug ich vor, ein “Despacho“ zu
zelebrieren, ein Dankesritual zu Ehren der Erde aus Bluten, Getreide und vielen kleinen Gaben. Meine Gruppe kannte dieses Ritual bereits im Zusammenhang mit einer Cocablattlesung und erinnerten sich an seine wunderbare Wirkung.
Und wieder wirkte es.
Wir brauchten gar nicht lange zu warten, bis der Himmel aufklarte, der Nebel vollends aufstieg und wir endlich vor dem Eingangstor zu den heiligen Stätten der Inka, dem Eingang von Machu Picchu standen.
Wie freute ich mich nun, meine Reisegruppe an den bereits durch den Regen des Vormittags durchnässten uns entgegenkommenden Touristen vorbeizuführen.
Der Freudenschrei einer Teilnehmerin hallte als Echo von den Bergen zurück: „Wir sind da! Machu Picchu, wir sind da!“
Schließlich zogen wir uns zurück an einen stillen Ort, abseits der Ruinen, um mit den Kräften dieses heiligen Ortes in Kontakt zu treten, einem magischen Ort, der seit Urzeiten zu den bedeutendsten Kraftorten der Erde zählt.
Mir wurde wieder einmal bewusst, dass jeder einzelne mit seiner ehrfurchtsvollen Haltung dieses Land unterstützen kann. Bewusstes Reisen - das heißt Respekt gegenüber dem Land und den Menschen, Achtung vor ihrer Kultur und Lebensweise sowie Offenheit und Herzlichkeit - wirkt sich positiv auf das Land und die dort lebenden Menschen aus. Davon war und bin ich überzeugt."
Schreibt und glaubt Morana Paproth.
Was halten Sie davon - alte Weisheiten in unsere Zeit zu integrieren? Mit dem Flugzeug zu schamanischen Kraftorten zu reisen?
Ariel Hauptmeier
Kommentare zu "Machu Picchu, ein Kraftort?"
Das tönt für ich sehr stimmig - das Gesetz der Gastfreundschaft beinhaltet nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, und dies in erster Linie für die Gäste. Beim Segeln habe ich gelernt: füge dich ein ins grössere Ganze, und du wirst überschüttet mit Geschenken materieller und immaterieller Art, die du dir nie hättest träumen lassen.
Der Erde zuhören...
Gerade in der heutigen Zeit hilft uns die Besinnung auf die Wunder und Schätze unserer Erde wieder sensibler zu werden und die Essenz zu verstehen.
Wenn man sich nicht sicher ist, ob Machu Picchu ein Kraftort ist, kann man sich ja einfach mal mit seinem Herzen verbinden. Da findet man die tollsten Antworten auf Fragen, die man mit dem Geist allein nicht beantworten kann.
Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen sich zu den Reisen an die Kraftplätze dieser Welt aufmachen!
Ganz viel Erfolg, liebe Morana!
Ninos de Milagro
Liebe Morana, es geht bei Dir nicht nur um die Kraftorte in Peru und um Reiseerlebnisse. Mich beeindruckt besonders Dein Einsatz für die Müllkinder von Milagro, www.ninosdemilagro.org
So kann den Menschen etwas zurück gegeben werden.
Es WAR eine Lebensreise!
Wenn ich diesen Bericht lese, sehe ich uns jetzt noch enttäuscht und unglücklich, als wir diese Nachricht gleich bei Ankunft in Peru erfahren haben. Alle freuten sich auf das Land, aber Machu Picchu galt für alle als DAS Highlight...
Als eine der jüngsten Mitreisenden möchte ich hierzu nur sagen, so intensiv wie Peru habe ich noch kein Land zuvor erlebt und kennengelernt.
Das Land an sich, die Landschaft und die Menschen haben mich tief berührt und fasziniert, aber die eigentliche Intensität kam durch die Führung von Morana. Durch unsere Rituale, die Kraftplätze und das Besinnen auf altes Wissen konnte man das Land noch viel tiefer, intensiver und "HERZ-licher" kennenlernen.
Eine Reise, die nachhaltig wirkt und für mich eine Lebensreise immer bleiben wird.
Danke und Alles Liebe!
Botschaften des SEINS
Liebe Morana,
Worte der Achtsamkeit in einer Zeit der Transformation - "innen wie aussen" bezieht sich natürlich nicht ausschließlich auf uns Menschen, sondern ist universelles kosmisches Gesetz.
Und obwohl wir lange Zeit vergaßen zu kommunizieren: Mutter Erde vergaß niemals zuzuhören.
Duniam spricht mir aus der Seele: wer daran zweifelt, möge in der Stille und aus der Stille heraus nach Antworten suchen:)
Alles Liebe für Dich,
Boris
Also ich finde das ganz und gar nicht esoterisch und man muss auch nicht esoterisch interessiert sein um diese Reise zu machen!
Ich meine, wie esoterisch ist es denn wenn man zu sich selber finden möchte? Ich finde das überhaubt gar nicht verkehrt und eine Menge anderer und mehr Menschen sollten sich mehr mit sich selbst beschäftigen. Dann würden sie auch merken, was sie z.B. den Inken in Peru, den Indianern in Nord-Amerika und vorallem den Aboriginies in Australien antun mit ihrem selbstlosen Verhalten!
Es sollte Regeln geben wie man mit Orten wie dem Machu Picchu und dem Eyers Rock und anderen ähnlichen Orten umgehen sollte!
Liebe Morana :)
Ich finde deinen Reisebericht schön gemacht!:)
Und ich kann mich nur der Meinung von Bela anschließen!
Ich glaube auch, es ist eagl, ob man dass für esoterisch hält oder nicht, der Respekt anderen, fremden Kulturen sollte nie verloren gehen!
Reise ins Bewusstsein
Liebe Morana,
Deine Tochter hat Recht. Esoterik heißt ja auch nichts anders als "Innenschau".
Wer nach Innen schaut, kann dort mehr erkennen als manch anderer.
Mach weiter so, ich wünsche Dir von Herzen alles erdenklich Gute
Karta
Peru
Eine Reise der Sehnsucht..... das war es für mich. Und diese Sehnsucht wurde in jeder erdenklichen Weise gestillt!!!
Peru ist ein Land das so vielfältig, so eindrucksvoll, so unbeschreiblich schön ist..
Nie werde ich den Moment vergessen, als ich endlich am Machu Picchu angekommen bin. Dieser Ort der von Menschenmassen überlaufen ist, aber trotzdem nichts von seinem Flair eingebüßt hat.
Niemals werde ich dieses Glücksgefühl in meinem Inneren vergessen!
Kraftort - Esotherik hin oder her, mitreden kann nur, wer schon einmal dort war. Und ich glaube nicht, dass dieser Berg irgendjemanden unberührt lassen wird....
Viva la Machu Picchu :o)
Machu Picchu
Gut, dass es auch solche Reisemöglichkeit gibt.
Das freut den Machu Picchu und die Erde und alle, die dort zu Hause sind.
So ein Besucher und Reisender bringt große Schätze in seinem Herzen mit nach Hause.
Machu Picchu ...
Ja, er ist ein Kraftort ... Und je mehr man mit dem Herzen zuhört, mit dem ganzen Körper wahrnimmt, was er zu sagen hat, desto mehr wird man beschenkt. Das ist meine Erfahrung ...
Mich hat der Besuch sehr berührt und erfüllt.
Uneinig
Ich selbst war leider noch nie dort. Von dem was ich öfters lese muss es allerdings ein Kraftort sein. http://www.lifestyle-mag.de/peru-hochkulturen-natur-ruinenstadt-chim-touristen-_id528.html
re
Some time before, I really needed to buy a good car for my corporation but I didn't have enough money and could not buy anything. Thank goodness my mate proposed to try to get the business loans at reliable creditors. Therefore, I did so and used to be satisfied with my bank loan.
Ja
Jeder Schritt, mit den wir bewusst und in Liebe die Erde berühren erschafft sie neu, erschafft uns neu.
Ja! Machu Picchu ist ein Kraftort
Ich habe den Artikel sehr gut gefunden. Morana Paproth ist offensichtlich ein Herzensmensch mit viel historisch und spirituelles Wissen über die Inkas. Nach eigenen Erkundungen bin ich überzeugt, daß Machu Picchu ein alter Kraftort ist. Es ist auch eine Bestätigung, daß die Anden sehr viel mehr spirituelle Kräfte besitzen als wir im Norden geglaubt haben. Auch der Berg Aconcgua, der höchste außerhalb Asien, ist ein zentrales Kraftzentrum in der südlichen Welthalbkügel. Ein großartiges Thema. Mein Dank an Morana Paproth für ihren Beitrag.
Ramun Keen
gedanken verändern die welt
was kann es sein, was bewegt: die orte, die wege, das werden und das sein - diese beschreibung fasst in wunderbarer sprache die essenzen, die veränderungen ermöglichen und offenheit, liebe schaffen. zugewandtes aus weiter ferne liebevoll im herzen getragen hinterläßt dann auch spuren im eigenen sein, der eigenen welt und wirklichkeit. ich bin sehr gespannt auf die wirklichkeit einer solchen reise.
Ich muss vielen von ihnen zustimmen, aber es gibt viele unterschiedliche Gründe aber ich denke jeder hat seinen eigenen Grund im Kopf von daher sollte man sich von anderen nichts reinreden lassen, aber toller Artikel
Machu Picchu Kraft Ort für Junge und Alt
Ich war lange Zeit Reiseleiter in Peru und habe mich dort auf senioren Reisen spezialisiert. Es war immer unglaublich wie die ältere Leute dort neues Kraft gesammel hat. Ich hatte kunde von 60-80 jahren und alle haben sich oft großen sorgen wegen die Höhe oder die schwierige anstrengende Wege gemacht, aber als die dort waren waren wie neugeboren.
Ich weisst nicht ob es war die begeisterung von die schöne Landschaft oder einfach die Energie von Machupicchu.
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Was für eine Frage, ob man etwas davon hält, alte Weisheiten in unsere Zeit zu integrieren?
Sind es nicht die alten Weisheiten, die die Basis in allen Bereichen der Wissenschaft, der Phiosophie, der Medizin u.v.m. mitgestalten und tragen? Berufen wir uns nicht öfter als uns bewußt ist, auf das Wissen der Alten?
Was für eine wunderbare Geschichte zu einem doch längst legendären Kraftplatz - so auch nachzulesen in "Legendäre Stätten der Menschheit" von James Harpur und Jennifer Westwood oder in "Sagen - Mythen- Menscheitsrätsel" von Jennifer Westwood.
Ist es nicht genau das, was unsere Zeit benötigt, sich des alten Wissens zu erinnern und erneut zu integrieren in unser Denken und Handeln?
Und weshalb sollte eine Reise nicht die geeigneste Gelegenheit sein, die Begegnung mit längst Vergessenem erneut zu erfahren?
Ja sind es nicht gerade die Reisegelegenheiten, die über das Kommerzielle hinaus uns die Tiefe des menschlichen Wissens vermitteln können?
Und vorallem wenn die Reise von einer engagierten und fachkundigen Frau organisiert und begleitet ist.
Wunderbar, dass sich Geo der Möglichkeit der Länder- und Kulturerfahrung über die greifbaren, im Resieführer nachzulesenden Wege und Kulturgüter öffnet.Der Suchende auf seinem Reiseweg kann somit auch die Tiefe des Alten und Vergessenen zu erfahren - die Begegnung mit einem neuen Land und einer anderen Kultur wird ein ganzheitliches Erlebnis!