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24. August 2009
Der Auftakt: Auf dem Weg zur Bäreninsel
Unser Ziel heißt Bäreninsel, ein kleiner, brauner Punkt mitten in der Barentssee, etwa auf halber Strecke zwischen der Nordspitze Norwegens und Spitzbergen. Weil es sich bei der Amundsen-Expedition um eine Aktion des norwegischen Militärs handelt, darf nur eine begrenzte Anzahl Zivilisten an Bord der Suchschiffe übernachten. Das bedeutet für Stefan, den Fotografen, und mich, dass wir uns auf eigene Faust zur Bäreninsel östlich des Suchgebiets auf den Weg machen müssen und von dort zu den Schiffen pendeln werden.
© Stefan Volk
Freitag Abend sind wir mit einem Schiff der Küstenwache im norwegischen Bodø gestartet. Die "KV Svalbard" - 103 Meter lang, 19 Meter breit, mit eigenem Helikopter ausgerüstet - steuert mit ca. 10 Knoten erst entlang der Küste Richtung Norden und dann hinaus auf die offene See. Außer uns und den 55 Mann Besatzung sind an Bord: Birger Larsen, Kurator des Norwegischen Luftfahrtmuseum, der etwaige Fundstücke von Amundsens Flugzeug identifizieren soll, und Cyril Delaunoy von der französischen Botschaft. Cyril ist dabei, weil das Flugzeug und vier Mann der verschollenen Besatzung aus Frankreich stammen. Außerdem begleiten uns vier Biologen, die auf der Bäreninsel Fische und Wasserqualität der Seen im Landesinneren untersuchen wollen.

© Johannes Strempel
Die "Svalbard" ist ein modernes Schiff mit Fitnessraum und Büros, im Fernseher der Offiziersmesse wird die Leichtathletik-WM aus Berlin übertragen. Mein einziges Problem ist, dass unter Deck alles gleich aussieht, überall dieselben langen, engen Gänge mit vielen unbeschrifteten Türen und nahezu identischen Fotos von malerischen Sonnenuntergängen an den Wänden. Das macht es nicht einfach, abends die eigene Koje zu finden.
Als wir am Samstag das offene Meer erreichen, wird uns klar, warum die Stühle in den Aufenthaltsräumen mit Gummibändern an den Tischen festgeschnallt sind: die "Svalbard" schwankt abenteuerlich von links nach rechts. Am späten Sonntagabend, nach zwei Tagen und drei Nächten auf See, sehen wir am Horizont die dunkle Masse der Bäreninsel vor uns aufragen.
© Stefan Volk
© Johannes Strempel
Die "Svalbard" ist ein modernes Schiff mit Fitnessraum und Büros, im Fernseher der Offiziersmesse wird die Leichtathletik-WM aus Berlin übertragen. Mein einziges Problem ist, dass unter Deck alles gleich aussieht, überall dieselben langen, engen Gänge mit vielen unbeschrifteten Türen und nahezu identischen Fotos von malerischen Sonnenuntergängen an den Wänden. Das macht es nicht einfach, abends die eigene Koje zu finden.
Als wir am Samstag das offene Meer erreichen, wird uns klar, warum die Stühle in den Aufenthaltsräumen mit Gummibändern an den Tischen festgeschnallt sind: die "Svalbard" schwankt abenteuerlich von links nach rechts. Am späten Sonntagabend, nach zwei Tagen und drei Nächten auf See, sehen wir am Horizont die dunkle Masse der Bäreninsel vor uns aufragen.
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Kommentare: 4
Kommentare zu "Der Auftakt: Auf dem Weg zur Bäreninsel"
immer schön die Schwimmweste anlassen
von Anne
am 04.09.2009 um 12:46 Uhr
super Foto :o) und natürlich super Projekt, klingt spannend!! Gruß aus Berlin, Anne
PS Das Sorsi e Morsi hat wieder auf!!
Ihr Hunde
von Magenbitter
am 19.09.2009 um 00:15 Uhr
möget ihr ewig leben!
P.S. "unten" wird kein Code eingeblendet, ich sehe "links" einen Code, kleiner aber feiner Unterschied Matrosen
Alles Geschichte
von China Electronics
am 30.06.2012 um 08:06 Uhr
Das macht es nicht einfach, abends die eigene Koje zu finden.
"Der Auftakt: Auf dem Weg zur Bäreninsel" kommentieren

Johannes Strempel (37) lebt als freier Autor in Berlin. Er absolvierte die Journalisten-
Hallo Hr. Strempel,
ich bin gespannt wie es weiter geht! Ich kenne das Seegebeit sehr gut und habe selbst dort schon eine Tauchexpedition durchgefuehrt!
Daher wuensche ich Ihnen dass sie nicht seekrank werden und viel Erfolg bei Ihrer Suche haben! Wann kommt der naechste Eintrag?
Beste Gruesse aus Moskau!