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3 Männer, 3 Räder, 1 Ziel

Die „Exotik der Nähe“, sich die Heimat mit dem Fahrrad erschließen – das fasziniert immer mehr Menschen. Wir, drei Männer am Beginn der zweiten Lebenshälfte, haben mit dem Rennrad zwar jede Piste im Umkreis von 100 Kilometern um den Wohnort kennengelernt. Doch jetzt soll es erstmals ums Ganze gehen: eine Tour de Deutschland, vom westlichsten Punkt bis zum östlichsten, von Aachen bis nach Zittau. Eine 800 km lange Reise durch unterschiedlichste Mentalitätslandschaften, durch traditionsreiche Städte wie Bonn, Eisenach, Weimar, Jena und Dresden, durch faszinierende Naturlandschaften wie Eifel, Siegerland, Thüringer Wald, das Saaletal und die Lausitz.

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

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Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

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Claus Peter Simon
28. Mai 2012

Ein Lux für die Deutschlandtour?


Falksolo.JPG.png

Warum heute noch Karten, ich fahre unsere Deutschlandtour einfach mit dem Navi! Das hört sich simpler an, als es ist. Klar, mit einem Auto-Navi kann nach kurzer Gewöhnung fast jeder umgehen. Aber bei den Outdoor-Navis für Wanderer und Radfahrer stecken die Tücken oft im Detail. Das hatte ich vergangenes Jahr festgestellt, als ich mit dem Garmin 800 zusammen mit Dirk im Sauerland unterwegs war. Nicht nur, dass sich die kleinen Fenster für die Geschwindigkeitsanzeige und die anderen Angaben immer wieder von alleine neu sortiert haben, was schon äußerst nervig war. Dann wollte uns das Gerät beim Nachfahren eines ersten hochgeladenen Tracks (fragen Sie nicht wie lange das gedauert hat!!!) immer wieder zum Startpunkt lotsen ("Bitte wenden!"), was wir anfangs nicht bemerkten. Wir wunderten uns nur, weshalb wir angeblich immer falsch fuhren, obwohl wir uns auf dem Track befanden, aber eben nicht am Startpunkt, sondern einige Kilometer entfernt. Ich fand keine Möglichkeit, dem Gerät mitzuteilen, dass wir von dort aus starten wollten.  In der Hinsicht ist der Lux von Falk pflegeleichter. Man kann mit einer Berührung auf den Bildschirm eingeben, er solle einen doch bitte zum nächsten erreichbaren Punkt auf der Route führen - und von dort den Track starten.

falkInderhand.JPG.pngAber von Anfang an. Das Testgerät, das uns Falk zur Verfügung gestellt hat, ist mit seinem Gewicht (inkl. Batterien) von fast zweieinhalb Tafeln Schokolade nicht gerade leicht, liegt aber dank gummierter Einsätze gut in der Hand und wirkt äußert solide (und hält sogar ein längeres Bad in bis zu einem Meter Wassertiefe aus). Zudem ist das 3-Zoll-Display prima ablesbar, selbst bei Sonneneinstrahlung. Dann allerdings sollte die Beleuchtung auf maximal stehen.

Und schon sind wir beim wohl größten Nachteil des Geräts, der nicht gerade brillanten Laufzeit. Die erste Tour mit dem Rennrad endete etwas orientierungslos, nachdem sich der Lux nach nur dreieinhalb Stunden abmeldete und keinen Pieps mehr von sich gab, obwohl das Display nicht einmal durchgängig an war. Und somit war mir auch klar, warum Falk mir vier Eneloop High Capacity Akkus mitgegeben hat. Ich hatte normale Alkaline-Batterien benutzt. Also beim nächsten Mal die Hochleistungs-Akkus rein: Aber dennoch, mit aktivem Routing und Track-Aufzeichnung sowie häufigem Blick aufs Display wurden es auch nicht viel mehr als fünf Stunden. Das ist kein Glanzlicht. Für unsere langen Etappen werde ich also zwischendurch die Akkus wechseln müssen. Schließlich hat man so ein Gerät ja nicht, um ständig zum Stromsparen den Bildschirm auszustellen.

FalkHalterung.jpgDie Befestigung am Lenker ist simpel, man sollte das Gerät aber besser am Vorbau befestigen, denn am Lenker lässt sich die Halteschale nicht verrutschfrei anbringen, vor allem nicht bei holprigen Offroad-Strecken; das Gerät an sich sitzt bombenfest in der Halteschale. An einem Rennrad wirkt es aufgrund der Größe allerdings zu klobig, aber gedacht ist es auch eher für Tourenräder, beim Navigieren freut man sich dann  über den großen Bildschirm. Grundsätzlich ist die Bedienung einfach, so dass man nach einem Studium der Kurzanleitung sofort losfahren und sich lotsen lassen kann. Aber wie es immer so ist, die Details eines solchen Geräts kennenzulernen, dauert dann doch länger.

Die vorinstallierte routingfähige Deutschlandkarte ist sehr genau, selbst schmale Wege im Sachsenwald östlich von Hamburg waren bekannt, also Wanderwege und Forststraßen. Das Satellitensignal ist auch unter Bäumen praktisch immer vorhanden, man geht also nicht so schnell verloren. Gibt man ein Ziel ein, lässt sich den akustischen und optischen Hinweisen kinderleicht folgen. Man kann für die Routenberechnung auch angeben, wie schnell man zu fahren gedenkt - und schon nennt einem das Gerät die errechnete Ankunftszeit. Auch lassen sich zwei Alternativrouten angeben, deren Längen und Fahrzeiten mit einem Blick auf das Display mit der eigentlichen Route verglichen werden können.

falkHalterungmitgeraet.jpgSchließlich wollte ich selber einen Track auf das Gerät laden und auch eine gefahrene Strecke als Route aufzeichnen (die man jederzeit mit einer Taste außen links am Gerät starten, stoppen und fortsetzen kann) und anderen zur Verfügung stellen. Dazu braucht es dann den Falk Navi-Manager. Aber der funktioniert nicht zusammen mit Mac-Geräten. Also den alten Dos-Rechner hervorgeholt - und das Schlimmste befürchtet hinsichtlich der Bedienfreundlichkeit. Doch ich war angenehm überrascht, der aufgezeichnete Trank ließ sich problemlos auf den Rechner übertragen und eine neuer von GPSies.com auch auf das Gerät. Allerdings nur, wenn man irgendwann herausfindet, dass die Software zwar einen GPS-Track erkennt, nicht offenbar eine GPS-Route, was ich erst nach viel Rumprobiererei herausgefunden habe (was der genaue Unterschied ist, ist mir bis heute nicht klar, aber bei den Tour-Portalen kann man Strecken mittlerweile in sage und schreibe 30 Formaten runterladen).

Alles in allem habe ich mich nach anfänglichem Fremdeln doch sehr mit dem Gerät angefreundet (und es auch zwischenzeitlich zum Geocaching mit meinem Sohn eingesetzt). Gespannt bin ich, wie es sich während der Deutschlandtour schlagen wird.

Dirk Lehmann
21. Mai 2012

Edelmetall – Titan auf Deutschland-Tour



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Probefahrt mit Titan: die ersten Meter auf dem Titanium-Randonneur von Dré San

Radfahrer sind schizophrene, herzlose Typen: Einerseits entscheiden sie sich irgendwann für ein Produkt und loben es und loben es und loben es. Andererseits erzeugt jede substantielle Neuerung einen nagenden Haben-Wollen-Reflex. Und deshalb ist man ständig auf der Suche nach dem Besseren, denn das ist des Guten Feind, und das Gute ist das, was man hat – bis man sich das Bessere leisten kann.

In der Vorbereitung für unsere Deutschland-Tour war ich immer davon ausgegangen, dass ich mit meinem „Gran Turismo“ auf die Reise gehen würde. Es ist ein schnelles Reise-Rad, es passt perfekt zu mir, es ist solide bis sehr gut ausgestattet. Alles fein. Doch dann entdeckte ich auf der Stevens-Website ein Rad, das mich faszinierte – das Cyclocross-Modell „Vapor“.

VaporDetail.jpgVaporvonunten.jpgVaporvonoben.jpg
Neuinterpretation der Dreckschleuder: der "Vapor", ein Cyclocrosser von Stevens

Cyclocross hieß früher nur Cross. Es war (und ist immer noch) eine bekloppte Sportart: Man fährt mit einem Rennrad durch den Wald, auf schmalen Reifen über schmale Wege, über Wurzeln, zwischen eng stehenden Bäumen hindurch, steile Hügel hinab und hinauf – so lange es geht, und sobald sie nicht mehr fahren können, schultern die Athleten ihre Räder und rennen weiter. Es war die erste Radsportart, die ich im Fernsehen gesehen habe, und ich war völlig fasziniert. Inzwischen gibt es die vielen Spielarten des Mountainbikes – Trial, Freeride, Enduro, Downhill, Cross-Country –, und aus Cross wurde Cyclocross.

Claus Peter ist ja so ein Winter-Mountainbiker, polkt im Winter auf seinem „Dr. Z“ – ein modernes Mountainbike mit 29-Zoll-Rädern (es sind eigentlich 28er-Felgen, doch mit den dicken Reifen erhöht sich der Radumfang) und viel Federweg hinten und vorne – durch den Sachsenwald. Ich hasse Mountainbikes, es sind schwere, dickfellige Kisten, mit denen man über alles drüber bügelt, das Mountainbike negiert das Terrain, es ist das SUV unter den Fahrrädern. Aber ich wollte auch im Winter radeln, und das „Vapor“, so dachte ich, wäre ein gutes Gerät, um Claus Peter zu begleiten.

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Perfekt für Winterradler und Putzteufel

Für eine Probefahrt kann ich einen „Vapor“ ausleihen und düse mit Claus Peter durch den Wald. Es ist ein Höllenspaß. Der „Vapor“ entpuppt sich als kompaktes Rennrad, das sich mit seinem kleinen Rahmen, mit Rennradschaltung (Shimano Ultegra), Stollenreifen (Rocket Ron) und Scheibenbremsen (Avid) sehr agil und schnell im Gelände bewegen lässt. Es ist fast fünf Kilo leichter als ein Mountainbike (dennoch ist Claus Peter schneller als ich), und dass ich es am Ende doch nicht kaufen will, liegt vor allem daran, dass man einen Cyclocrosser mindestens so lange putzen muss, wie man ihn fährt.

Besonders beeindruckt hat mich an dem Rad allerdings die Bremsleistung. Scheibenbremsen sind perfekt für ein schnelles Reiserad, das mit vollen Packtaschen durchaus 20 Kilo mehr wiegt als im Alltagsbetrieb. Der „Vapor“ lässt sich leider nicht als Randonneur fahren (weder Schutzbleche, noch Gepäckträger oder Lichtanlage lassen sich montieren), und so führt die Suche nach einem modernen Reiserad zu Dré San.

DreSanvonseite.jpg DreSanBremsehinten.jpg 

Graue Eminenz: ein langgestreckter Titanrahmen mit aufwändigem Hinterbau
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Claus Peter Simon
17. Mai 2012

Der fliegende Holländer


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Unsere Deutschland-Tour mit einem leichten Carbon-Trekkingrad zu bestreiten, schien mir eine gute Idee zu sein – warum sich mehr anstrengen als nötig? Doch leichter gesagt als getan, denn die Auswahl an solchen Geschossen ist klein. Da es einerseits ein sportliches Modell sein sollte, das auch optisch höchsten Ansprüchen genügt, aber dennoch über Gepäckträger und Schutzbleche verfügen muss, stieß ich schnell auf den Terraliner Carbolite von Koga-Miyata. Der holländische Produzent stellte uns ein Exemplar für die Tour zur Verfügung.

Eine Woche später kommt es in der Redaktion an. Keine Ahnung, wie ich den Karton nach Hause bekommen sollte, ich bin S-Bahn-Fahrer. Da hilft nur eins, das Rad aus dem Karton, Pedale anschrauben, Lenker fest montieren, alle Schrauben noch mal auf Sitz prüfen und dann gen Heimat.

Schaltwerk.jpgDer Terraliner kommt ziemlich komplett ausgestattet daher, mit zum Rahmen passender Trinkflasche, Luftpumpe, Sechskant-Schraubendreher und ja, sogar eine Klingel. Und trotz der serienmäßigen Dreifach-Kurbel und voller Straßentauglichkeit wiegt das Rad deutlich unter 12 Kilogramm – und das in einer 60er Rahmenhöhe. Mein Stevens-Crosser mit Federgabel ist ohne Gepäckträger, Ständer, Schutzbleche und Lichtanlage glatt zwei Kilogramm schwerer – spielt allerdings auch in einer anderen Preisklasse.

Ich neige nicht zur Übertreibung, aber die erste Fahrt war eine Offenbarung in Sachen Komfort. Trotz der dünnen Reifen (35 mm) und der ungefederten Gabel fährt sich der Rahmen äußerst komfortabel. Selbst Kopfsteinpflaster wird weggebügelt, ohne dass einem die Plomben rausfallen. Carbon flext einfach deutlich als Aluminium. Sehr wirksam auch die bissigen Shimano-XT-Bremsen, die vorne durch einen Bremsdämpfer entschärft werden.
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Das Mindergewicht ersetzt gefühlt einen E-Motor, allerdings bezahlt man es auch wie einen E-Motor: Das gute Stück kosten 2499 Euro. Aber auch für ältere Reiseradler, die nicht tagelang unterwegs sind, ist so ein Fahrrad eine echte Überlegung wert: Nicht nur, dass es sich leicht pilotieren lässt, es ist auch problemlos zu tragen (etwa Bahnhofstreppen rauf und runter) und ohne große Anstrengung auf jeden Fahrradträger zu wuchten. Den eleganten Tubus-Gepäckträger kann man mit immerhin 18 Kilogramm beladen. Die Sitzposition ist allerdings recht sportlich. weiterlesen
Holger Radloff
16. Mai 2012

Renner aus der Restekiste


Manch einer verbringt Monate damit, über das Rad seiner Träume zu sinnieren. Warum sich auch schnell entscheiden? Steht das Rad schließlich fertig vor der Tür, hat man ausgeträumt: kein Tingeln mehr durch Fahrradgeschäfte, Online-Foren und Bildergalerien. Vorbei die Stunden sinnfreier Debatten über Rahmengeometrie, Laufräder und Sattelformen. In besonders schweren Fällen wie dem meinen kaufen diese Menschen ein Rad deshalb niemals komplett. Alles schön in Einzelteilen, nach und nach. Immer was zum Schrauben haben. Bloß nie fertig werden. 

Statt den Fahrradmechaniker zu bezahlen, habe ich früh in Montageständer, Kurbelabzieher und Kettenpeitsche investiert. So war ich für die unausweichlichen Herausforderungen gerüstet, am Rennrad das Gute gegen das Bessere zu tauschen. Die abgelegten Fahrradteile füllen inzwischen ein ganzes Kellerregal. Als Claus-Peter und Dirk mich Anfang des Jahres zur Deutschlandtour von A bis Z einluden, war schnell klar, dass ich kein brandneues High-Tech-Rad testen möchte, sondern aus meinen Restekisten einen Randonneur bauen würde – ein tourentaugliches Rennrad. Keinen Oldtimer, aber immerhin einen Youngtimer.

5723-Rad ganz.jpgUnd da steht er nun. Mit dem Rahmen habe vor 15 Jahren meine Tochter im Anhänger über Rügen gezogen und ein paar Jahre später meinen Sohn durchs Wendland. Trotz spargeldünner Stahlrohre von Reynolds und filigraner Muffen hat er das schadlos überstanden. Verkauft hatte mir das gute Stück einer englischen Schmiede Michael Schäfer, ein Velosoph, der in Hamburg seit zwanzig Jahren den feinen Radladen „The New Cyclist“ betreibt. Samt Gabel wiegt das luftige Gestell mit 62 cm Rahmenhöhe gut drei Kilogramm. Es war mal blau und als Stadtrad aufgebaut. Das wurde mir gestohlen, tauchte ein Jahr später wieder auf. Als Akt der erneuten Inbesitznahme ließ ich den Rahmen in froschgrünen Pulverlack erstrahlen. Dann Stand er Jahre in der Garage meines Bruders herum. In den vergangenen Wochen hat er in nächtlichen Prozeduren eine Reinkarnation zum Reiserad erlebt.


Was diesen Rahmen für große Fahrer wie mich auszeichnet, ist sein langer Radstand von ganzen 107 Zentimetern. Das schafft genügend Abstand zwischen der Fersenkappe und Satteltasche und verhindert zudem, dass die Fußspitzen in engen Kurven am Schutzblech des Vorderrades hängen bleiben. In Gabel und Hinterbau passen auch dicke Reifen. 

5715-Bremse Avid.jpgNur hat der Komfort seinen Preis: Man muss auf die gut dosierbaren, zupackenden Rennradbremsen verzichten, weil deren enge Zangen voluminöse Reifen nicht zulassen. Will man wie ich mit einem Rennlenker mit Bremsschalthebeln fahren, ist die Wahl der Bremsen ein Dilemma. Dazu in einem späteren Beitrag mehr. Nur so viel sei verraten: Ich werde auf den gut 8000 Höhenmetern eine Cantilever-Bremse von Avid aus dem Querfeldein-Radsport testen. Mal sehen, ob sie mich sicher ans Ziel bringt.

Das hat mein klassisch eingespeichter Laufradsatz mit 32 dicken Speichen schon viefach bewiesen – auch bei der Abfahrt vom Mont Ventoux mit Tempo 84. Im Vergleich zu meinen Wettkampf-Satz ist er zwar ein Klotz am Bein, dafür kann ich im Fall eines Speichenbruchs schnell eine neue einziehen. So manchen modernen System-Laufradsatz müsste ich in so einem Fall zum Hersteller schicken. Die Neunfach-Schaltgruppe mit Dreifachkurbel von Campagnolo hatte ich schon im Jahr 2003 am Rad, als ich zusammen mit Claus-Peter auf dem Weg vom Bodensee zum Genfer See jede Menge hochprozentiger Rampen zu bewältigen hatte.

Lneker vorn.jpgWährend heute steife Lenker und leicht federnde Sattelstützen das Maß der Dinge sind, verhält sich das an meinem Reste-Renner genau umgekehrt: Die alte Campa-Stütze war seinerzeit wegen ihrer Härte die einzige, die in Japan für Keirin-Rennen zugelassen war – ein recht brutaler Bahnradsport. Dafür sind Vorbau und Lenker von 3ttt so schwammig, dass es mir schon etwas mulmig wird. Aber was soll´s – auch Fausto Coppi ist auf windelweichem Zeug gefahren.

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Dirk Lehmann
13. Mai 2012

Solist auf Friedensfahrt


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Hall of Fame: 1952 führte die Friedensfahrt durch Industriegebiete, die heute Ruinen sind

Der erste sonnige Wintertag im Münsterland. Rainer Sprehe hat sich dick eingepackt auf sein Rennrad gewuchtet und ist unterwegs. Die Straßen sind noch rutschig, die Luft ist kalt. Unter solchen Bedingungen trainieren selbst hartgesottene Radler eher zu Hause auf der Rolle. Dass man unterwegs noch einem anderen hart gesottenen begegnet, ist extrem selten. Doch an diesem Tag im Winter 2011 taucht im Windschatten von Sprehe tatsächlich noch ein anderer Wahnsinniger auf. Und damit beginnt diese Geschichte. Denn der andere prahlt mit den Touren, auf die er sich vorbereite, etwa dem Jedermann-Rennen Paris-Roubaix, einem mörderanstrengenden Eintagesrennen, bei dem es kilometerlang über Kopfsteinpflaster geht, und das auch deshalb die "Hölle des Nordens" genannt wird. Als die Zufallsbekanntschaft von Rainer Sprehe wissen will, was er denn so plane für das Jahr, antwortet der ohne groß nachzudenken: "Ich fahre die Friedensfahrt."

Westfalen sind Dickschädel. Was die sich einmal vornehmen, machen sie auch. Und so wird aus der spontanen, eigentlich nicht richtig ernst gemeinten Idee ein Projekt. Nach einer eher sporadischen Vorbereitung beginnt Rainer Sprehe Im Mai 2011 seine Friedensfahrt, undzwar nach der Streckenführung von 1952: Warschau - Berlin - Prag, 2135 Kilometer. Zwei Wochen auf dem Rad. Bei Wind und Wetter. Ganz allein. Eine Radreise mit Höhen und Tiefen. Ich sprach mit Rainer Sprehe anlässlich der Veröffentlichung seines Buchs über diese Tour "Ein Wessi auf Friedensfahrt", das jetzt im Cavadonga-Verlag (Inhaber übrigens: Rainer Sprehe) erschienen ist.

Dirk Lehmann: Wie kamen Sie bloß auf die Friedensfahrt? Rainer Sprehe: Ich bin in Bielefeld groß geworden, bei uns fand die Friedensfahrt unter ferner liefen statt. Aber der Name hatte für mich immer einen Klang. 

Was wussten Sie von der Tour? Eigentlich so gut wie nichts. Und das war auch ein Ansporn. Als ich für mein Projekt im Internet recherchierte, fand ich vor allem Dokumente einer großen Sportveranstaltung mit vielen begeisterten Zuschauern. Der erste deutsche Sieger hieß Täve Schur, der hat die Friedensfahrt zwei mal gewonnen und war in der DDR ein Idol, etwa so berühmt wie Franz Beckenbauer im Westen.

In Ihrem Buch heißt es, Sie hätten sich so gut wie gar nicht auf die Tour vorbereitet. Stimmt das?
 Ich habe das Friedensfahrt-Museum in Kleinmühlingen besucht und Schur.

Wie sind Sie von der ostdeutschen Sport-Legende empfangen worden – Sie als ahnungsloser West-Radler? Schurs Wohnzimmer war wie ein Museum, ein skurriler Ort voller Trophäen und Erinnerungen. Ich war überwältigt von der Herzlichkeit, die mir von Schur entgegen gebracht wurde. Ich bin da nicht dem verbohrten, unverbesserlichen Stahlbetonkopf begegnet, als der Schur für seine rund 30-jährige Zugehörigkeit als SED-Mitglied zur Volkskammer der DDR immer wieder dargestellt wird. Das ist ein toller Kerl, der dadurch zu einem Mythos wurde, dass er zugunsten eines Team-Kollegen auf einen Sieg verzichtet hat.

Die Veteranen haben Sie ermutigt, die Friedensfahrt nachzufahren. Wie war es? Ähnlich wie die Tour de France folgte auch die Friedensfahrt nie immer derselben Route, ich musste mich für eine Strecke entscheiden und wählte die Variante von 1952. Es war die erste Friedensfahrt, die über deutschen Boden führte, die erste, an der Täve Schur teilnahm, und eine der wenigen, die von einem westeuropäischen Sportler gewonnen wurde.

Dienstagmorgen in Niederschlesien.jpgMontagnachmittag in Niederschlesien.JPG
Alle Wetter! Rainer Sprehe im Kampf gegen Schnee, Regen und sich selbst

Start war in Warschau? Schon die Bahnfahrt dahin hat wenig Spaß gemacht, ein unfreundlicher Schaffner drangsalierte mich. Überhaupt waren die erste Etappen eher schräg, ich bin kaum einem Dutzend Rennradler begegnet, dafür wurde ich in Dörfern und Kleinstädten unverhohlen angestarrt, ich kam mir vor wie ein Außerirdischer. weiterlesen
Claus Peter Simon
11. Mai 2012

Die Anatomie des Fahrrads


Trekkingrad solo.png

"Manche Schätze liegen im Verborgenen", heißt es im Vorwort. Wohl wahr, selten habe ich ein so unterverkauftes Buch in den Händen gehalten. Es kommt geradezu unscheinbar daher: ein quadratisches, eher kleines Format, ein mittelblauer, nicht allzu fester Umschlag mit dezenter Zeichnung und dem prosaischen Titel "Fahrräder und Fahrradteile". 

Doch im Inneren verbergen sich tatsächlich Schätze. Illustrative Schätze. Es gab bislang kein Buch, das einem Laien auf derart einfache und optisch höchst ansprechende Weise erklärt, wie die unterschiedlichen Komponenten eines Fahrrads funktionieren, gleichzeitig aber auch Aficionados anspricht: Man erfährt beispielsweise, wie es Inneren eines Steuersatzes und den unterschiedlichen Tretlagern zugeht. Was genau ein Sclaverandventil von einem Autoventil und einem Dunlopventil unterscheidet. Welche Übersetzungen zu welchen Entfaltungen führen. Und wie die unterschiedlichen Bremsentypen konstruiert sind. 

Vorbau.pngBremse.png

















Der Grafik-Designer Jürgen Isendyck hat dieses Kleinod erschaffen. Er beantwortet mit den Mitteln der Infografik selbst Fragen wie "Warum fällt ein Fahrrad nicht um?" (jede Geradeausfahrt ist eine Aufeinanderfolge von kleinsten rechts- und Linkskurven.) Er stellt die unterschiedlichen Rahmengeometrien dar, die grundlegenden Rahmenformen und die Sitzpositionen. Und plötzlich versteht man auf einen Blick, weshalb ein kurzer Hinterbau die Belastung des Hinterrades zwar erhöht, das Rad aber wendiger macht. 

Aber wie soll man etwas beschreiben, was man eigentlich sehen muss? Ästhetisch ist jede Seite ein Genuss, denn Isendyck arbeitet sehr reduziert aber doch genau, allein mit Schwarz, Weiß und gedeckten Blautönen.

Ventile.pngSchutzbleche.png

















Und woher weiß er das alles so genau, was er da gezeichnet hat? Er selbst ist langjähriger Schrauber. Das allein reicht natürlich nicht. Und so hat er seine Zeichnungen gleich zweifach prüfen lassen: von einem Experten der VSF-Akademie und einem Dozenten an der Bundesfachschule für Zweiradtechnik.

Für Isendyck selbst ist Radfahren allerdings nur eine von vielen Möglichkeiten der Fortbewegung. Zwar fährt er jeden Tag mit einem selbstgebauten Rad ins Büro - aber in seiner Freizeit geht er lieber laufen.

Cover.pngDas Buch "Fahrräder und Fahrradteile" hat 120 Seiten und kostet 28,50 Euro. Es kann direkt bei der VSF-Akademie bestellt werden.
Dirk Lehmann
9. Mai 2012

Andere Länder, andere Räder


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Pedelec, made in Malta. Bei einer Reise über die maltesische Insel Gozo stand ich im kleinen Badeort Marsalforn plötzlich vor diesem, tja, Fahrrad mit Hilfsmotor. Der "Beach Cruiser" ist ein Mountainbike, in dessen Rahmen einfach ein schmaler Motor eingebaut wird, ein Tank kommt auf das Oberrohr, und eine zusätzliche Kette auf der linken Seite überträgt die Antriebskraft des Motors über ein zweites Ritzel auf das Hinterrad. Ein krasses Gefährt, das angeblich – laut Aussage meines Begleiters, der seit rund 20 Jahren auf Malta lebt – bis zu 70 Km/h schnell werden kann. Mir wird schon beim Gedanken ganz flau, mit so einem flattrigen Rahmen und diesen winzigen Bremsen durch die Gegend zu brausen. Dennoch wollte ich es ausprobieren. Leider konnten wir den Inhaber nicht auftreiben, es kam also zu keiner Probefahrt. Wahrscheinlich wäre mir auch die Sattelstellung nicht ganz angenehmen gewesen...

Maltabike4.jpg Maltabike1.jpg

 
Dirk Lehmann
6. Mai 2012

Des Radlers viele Kleider


HelmeSpec-vorne.jpgAm Samstagbend habe ich mich vorbereitet auf die RTF in Buxtehude, "Has und Igel" heißt die Tour, und im letzten Jahr hatte ich mich ziemlich verfahren. Die Wetterprogrnose für den Sonntag war anfangs ganz gut, am Samstag hieß es dann allerdings, der Himmel werde bedeckt sein bei Temperaturen um 5 bis 7 Grad (Schnatter!). Ich wusste nicht so recht, was ich anziehen sollte. Susanne sah mir beim Auswählen und Anprobieren der passenden Kleidung zu, amüsierte sich, machte ein paar Notizen und überraschte mich heute mit diesem kleinen Gast-Text. Ich meine, wer sonntags, wenn sich andere hübsch machen, Lycra-Hosen und Gore-Tex-Jerseys trägt, der muss auch ein wenig Häme wegstecken können. Und deshalb hier jetzt also ein Gast-Beitrag über das seltsame Verhalten von Männern, die sich für ihren Sport zurecht machen.


Bitte, Susanne:

Dirk steht im Badezimmer vorm Spiegel, auf dem Kopf seinen Lieblingshelm. Ich muss vielleicht an dieser Stelle kurz erklären, dass Dirk insgesamt 5 Radhelme hat, einen für sein Alltagsrad und einen Ersatzhelm für den Alltagsrad-Helm. Und dann hat er noch drei Rennrad-Helme. Mir ist nicht ganz klar, worin die sich unterscheiden. Der eine sei perfekt für den Hochsommer, der andere passe vor allem zum blauen Trikot. Und der große silberne ist mehr oder minder sein Lieblingshelm.

HelmeGiro-Seite.jpg"Schau mal", sagt er, "der passt doch perfekt zu meinem Rennrad. Silber und Schwarz. Wie das Rad, und wenn ich die schwarzen Armlinge dazu trage, sieht das super aus."
 
Schon seltsam, wie sehr er sich über sein Aussehen für die morgige Rennrad-Ausfahrt Gedanken macht. Ich wusste bisher gar nicht, dass er so eitel ist. Und er ist noch nicht fertig.
 
"Hm, aber dann habe ich noch diesen weiß-silbernen Giro. Den trage ich auch gern, und die Form ist aerodynamisch, fast aggressiv. Welchen soll ich nehmen?"
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Claus Peter Simon
4. Mai 2012

Hier geht´s lang!


Unsere grobe Route für die Wochentour steht inzwischen. Geplant haben wir sie mit Naviki, einem von der Fachhochschule Münster entwickelten Routenplaner für Fahrradfahrer, mit dessen Hilfe sich kostenlos durch ganz Deutschland navigieren lässt (inzwischen ist auch ein iphone- und Android-App erhältlich). Wir haben Wert darauf gelegt, die Etappen in größeren Städten enden zu lassen, um am Nachmittag und Abend noch Zeit für die ein oder andere Besichtigung zu haben; außerdem ist die Auswahl an Unterkünften größer. Das macht die Etappen natürlich unterschiedlich lang, aber entscheidender sind ohnehin die Höhenmeter; die "Königsetappen" werden wir an Tag 2 und 3 zwischen Bonn und Marburg sowie zwischen Marburg und Eisenach fahren, jeweils rund 140 Kilometer sowie 2100 beziehungsweise 3300 Höhenmeter (groß verfahren sollte man sich da nicht mehr!).

Bis zum Start wollen wir uns die Streckenabschnitte noch genauer ansehen, um die eine oder andere Verbindung ein wenig zu optimieren. Die dann tatsächlich gefahrenen Strecken stellen wir am Ende zum Download ein. Womöglich sogar in Varianten, denn wir haben uns vorgenommen, uns für einige Abschnitte auch zu trennen, um verschiedene Routen zu testen, mit mehr oder weniger Anteil an unbefestigten Wegen, mit mehr oder weniger Höhenmetern.

Unser Dank geht erst einmal an Naviki, mit deren Erlaubnis wir das Kartenmaterial hier einstellen.



2. Juni: Von Aachen bis Bonn

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3. Juni: Von Bonn bis Marburg

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Claus Peter Simon
2. Mai 2012

In die Elbmarsch bei Windstärke 5


WindBlanke.pngVorne heißt es heftig einatmen, um das Tempo hochzuhalten - die hinten können aufatmen   Foto: Burckhard Sielaff

Den Kampf mit dem Wind am vergangenen Sonntag mussten Holger und ich allein aufnehmen. Dirk hatte seine Kinder zu Besuch, Jörn, unser Mitfahrer von der Auftakt-RTF in Neuwiedenthal, wollte mit seiner Freundin eine Ausfahrt machen, meine anderen Fahrradfreunde waren entweder verreist oder verschnupft. Also ab in die S-Bahn und quer durch Hamburg, von Reinbek bis Schenefeld. Selbst um 7:30 Uhr füllte sich die Bahn rasch, denn es gab noch eine kleinere Konkurrenzveranstaltung in der City, den Hanse-Marathon. "Mit den Schuhen kommt Du aber nicht weit", musst ich mir von der Lauffraktion anhören (als ich am Mittag zurückfuhr, liefen die letzten noch immer - warum tut man sich so etwas eigentlich an?) RTF-Start war diesmal bei Opel Kröger im Industriegebiet an der Stadtgrenze von Hamburg, 650 Mitfahrer fanden sich dort ein. Die bestens gelaunten Organisatoren vom RSG Blankenese und dem SC Hammaburg hatten sogar Radständer für hunderte Bikes aufgestellt, so kam niemand in Versuchung, seinen Drahtesel an die Neuwagen zu lehnen. 

AnmeldungBlanke.pngStartBlanke.png









Anmeldung in der Werkshalle - und dann beim Start Windjacke neben Windjacke         Fotos: Burckard Sielaff

Unser Training der letzten Wochen hatte sich ausgezahlt, bei Rückenwind ging es problemlos zum Teil mit Tempo 50 gen Westen, kaum etwas ist dann zu hören, nur das Surren der Ketten, so hätte es ewig weitergehen können - aber die nächste Richtungsänderung kam immer, wenn es gerade am schönsten war. Da haben sich dann rasch Gruppen gefunden, denn allein gegen Windstärke 5, das kann nur Masochisten Spaß machen. Die schöne Streckenführung durch die Wedeler Elbmarsch endete schließlich bei Kilometer 112 mit einer Schikane kurz vor dem Ziel: Es ging über den Kösterberg in Blankenese, da liessen sich noch einmal mehr oder weniger freiwillig ein paar Belastungsspitzen setzen, um am Ende halbwegs entspannt gen Ziel auszurollen. Etwas enttäuschend am Abend festzustellen, dass der Kösterberg nur auf Platz 29 der härtesten asphaltierten Steigungen Hamburgs zu finden ist!!

Wenn allerdings der Wind die nächsten Wochen ständig aus Nordost bläst, sollten wir nochmals ernsthaft darüber nachdenken, ob die Aktion "Deutschland von West nach Ost" wirklich eine so gute Idee ist und wir nicht die Fahrtrichtung grundsätzlich ändern sollten (kommt dann jedoch ein Tief von Westen, fegt einem das den Regen ins Gesicht – auch keine so angenehme Vorstellung!). Hatten wir doch eigentlich darauf gesetzt, dass an den meisten Tagen im Jahr der Wind zuverlässig aus Nordwest bläst und uns fast von ganz allein nach Zittau treiben wird. Pustekuchen sozusagen ....

 

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Frische Waffeln und von Harry gesponserte belegte Brote - da fährt man nach 70 Kilometern gerne mal rechts ran  Foto: Burckard Sielaff

HolgerCPSblanke.jpgFast im Partnerlook, wenn da nicht diese unterschiedlichen Helme wären!

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