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Die „Exotik der Nähe“, sich die Heimat mit dem Fahrrad erschließen – das fasziniert immer mehr Menschen. Wir, drei Männer am Beginn der zweiten Lebenshälfte, haben mit dem Rennrad zwar jede Piste im Umkreis von 100 Kilometern um den Wohnort kennengelernt. Doch jetzt soll es erstmals ums Ganze gehen: eine Tour de Deutschland, vom westlichsten Punkt bis zum östlichsten, von Aachen bis nach Zittau. Eine 800 km lange Reise durch unterschiedlichste Mentalitätslandschaften, durch traditionsreiche Städte wie Bonn, Eisenach, Weimar, Jena und Dresden, durch faszinierende Naturlandschaften wie Eifel, Siegerland, Thüringer Wald, das Saaletal und die Lausitz.
Werksfahrer

Carbon, Cartoons und Kekse: in der Hamburger Rennradschmiede von Stevens
Markentreue: Viele Radfahrer haben eine verblüffend intensive Bindung zu ihrem Gefährt und dessen Hersteller, sie sind wie manche Autofahrer, die einmal einen Volvo gekauft haben und dann immer einen Volvo kaufen, einmal Mercedes, immer Mercedes. Und man findet leicht viele Gründe, sich so zu verhalten. Wer etwa schon lange Mercedes fährt, schätzt die Verarbeitungsqualität, das große Lenkrad, den Universalhebel, den Stern – man überhöht diese Merkmale, macht aus dem Ergebnis der Massenfertigung ein individuelles Produkt.
Die Automobilindustrie hat in den letzten Jahren allerdings viel dazu beigetragen, die Hingabe ihrer Kunden zu verlieren: Autos wurden schludriger gefertigt, Marken mit großen Namen kooperierten mit Marken ohne irgendeinen Charakter. Mercedes baut inzwischen auch Autos ohne Heckantrieb, ohne Riesenlenker, ohne Stern. Und so überrascht es nicht, dass das Marktforschungsunternehmen GfK im letzten Jahr meldete, die Markentreue der Deutschen schwinde. Auf 40 Prozent sei die Abwanderung der Stammkunden geschwunden (2008 waren es 32 Prozent). Dabei sind Stammkunden für die Markenhersteller sehr wichtig, treu sind Verbraucher vor allem bei Gesichtscreme, Zahncreme, Shampoo, Schokolade, Kaffee und Bier.
Und beim Fahrrad. Gemeint ist hier nicht irgendeine Baumarkt-Kiste für 199 Euro. Sondern das echte, ordentliche und teure Fahrrad. In der Angelegenheit verhalten sich Rennradfahrer nicht anders als Reiseradler. Wer einmal einen Betrag von mehr als 1000 Euro für das Produkt eines Herstellers ausgegeben hat, der bleibt dem Hersteller oft treu. Und so lässt sich auch erklären, dass man bei Radsportveranstaltungen und in vielen Foren immer wieder Radlern begegnet, die schon lange ein Rad desselben Herstellers fahren.

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"Cycle Style" - DIE Stilbibel für Biker

Horst A. Friedrichs
Zugegeben, die Funktionskleidung, in der heutzutage die meisten Rennradfahrer und inzwischen auch viele Freizeitfahrer stecken, ist nur mäßig stylish. Der Schweiß wird zwar halbwegs zuverlässig verdampft, aber eine Augenweide ist man dadurch noch lange nicht. Ganz anders jenes Völkchen in London, das der Fotograf Horst A. Friedrichs für seinen 192 Seiten dicken Bildband Cycle Style abgelichtet hat (Prestel-Verlag 2012): Gekleidet in Tweed oder Blumenkleid, mit Stilettos bewaffnet, in Röhrenjeans gequetscht, wild tätowiert, perfekt manikürt und gut behütet, so fahren sie durch die Straßen oder posen an Mauern und vor alten Schänken.
Das Öko-Gefährt kommt plötzlich sexy daher, wird zum Mode-Accessoire. Statt mit einem Mini auf Parkplatzsuche zu gehen, schwingt sich der Hipster aufs Rad und parkt an der Straßenlaterne (hofft natürlich, das das gute Schloss allen Begehrlichkeiten standhält). Da stehen dann rostige Stadtboliden neben modernen Single-Speedern, Holland-Räder mit Einkaufskorb neben antiken Rennmaschinen im Vintage-Style.

Horst A. Friedrichs
Natürlich sind die meisten Londoner Radfahrer auch weiterhin mit stinknormalen Rädern unterwegs - aber in der Stadt hat sich ein gewisses Velo-Dandytum herausgebildet. Was sich etwa beim Londoner Tweed Run zeigt. Einige Fahrradkuriere und Fixie-Adepten hatten sich 2009 zu einer Rundfahrt verabredet, aber sich vorher in Tweed gewandet, statt sich in ihre Kurier-Kluft zu zwängen. Das hat inzwischen viele Nachahmer gefunden - und der Tweed Run wird groß und größer.

Horst A. Friedrichs
Tempobolzen zum Formaufbau
Am Sonntag haben wir uns ordentlich die Kante gegeben – Claus Peter und ich sind bei der Rudi-Bode-RTF in Hamburg Hamm gestartet. Rudi Bode? Tja, die Frage habe ich mir auch gestellt und vor dem Start zum Radrennen gleich an ein Vereinsmitglied des austragenden RV Endspurt weiter gegeben. Die Antwort: Rudi Bode war Mitglied in dem Hamburger Radsport-Verein und hat die ersten Rennradtouren für Hobbyfahrer initiiert. Bode, inzwischen verstorben, gilt als Erfinder des Hobby-Radsports in Deutschland nennen. Mehr dazu in einem Beitrag von Claus Peter und in Helmuts Fahrradseiten.
Zu Ehren von Rudi B haben wir also an der Tour des Hamburger Traditionsclubs teilgenommen. Es war eine gut besuchte Veranstaltung, bei kühler Witterung (ca. 10 Grad), viel Wind und dunklem Himmel fanden sich mehrere hundert Rennradfahrer ein, die meisten gingen wie wir auf die 118 Kilometer-Strecke. Claus Peter, der ja schon ordentlich Strecke geschrubbt hat in diesem Jahr, und ich, der mit insgesamt 250 Kilometern höchstens ein Viertel des Simonschen Pensums auf dem Tacho hat, hatten uns vorgenommen, nur mitzufahren. Gaaaanz ruhig. Wurde nix draus. Nach etwa 20 Kilometern bildete sich eine Gruppe, und da mussten wir natürlich mit. Volldampf hinterher. Mit 40 bis 45 Sachen haben wir nachgesetzt und Anschluss gefunden. Und steckten dann in einem herrlichen Getümmel, wir bolzten nach Geesthacht, sprinteten auf Ortsschilder, kämpften uns im Windschatten an der Elbe zurück in die City. Und, anders als sonst üblich, wurde zum Ende hin das Tempo nicht raus genommen, und so schrubbten wir die 118 Kilometer in drei Stunden und 30 Minuten weg, laut Rechner im Netz: mit einem Durchschnittstempo von 33,7 Km/h. Aua!
Ist so eine Bolzerei nicht reiner, testosterongesteuerter Blödsinn? Eben nicht. Für unsere Teilnahme an der Tour Transalp hatten wir im letzten Jahr ein Sportinstitut in Zürich besucht, Excerscience ermittelt aus der Forschungsarbeit exakte Trainingspläne für die Athleten, das Mantra der Schweizer: Trainiert in Intervallen! Drei bis vier Minuten bis an die Leistungsgrenze fahren, dann ein paar Minuten den Puls runter bringen, und erneut an die Leistungsgrenze. Dieses Intervall-Training verbessert die Sauerstoffaufnahmefähigkeit, die ist die Grundlage ausdauernder Leistung. Okay, einschränkend sollte ich hinzufügen, dass eine Trainingseinheit von knapp einer Stunde Dauer ausreicht...
Eigentlich wollte ich ja über meinen Besuch bei Stevens Bikes posten. Ich habe bei dem Radhersteller, der den Randonneur aufgebaut hat, den ich vor anderthalb Jahren gekauft habe, und den ich wahnsinnig gerne fahre, die Mechaniker der Custom Made-Abteilung dabei beobachtet wie sie arbeiten. Es war eine interessante Zeit mit drei Kerlen, die Ole heißen, Fiete und Eichhörnchen. Darüber mehr in den nächsten Tagen, gestern war ich einfach zu platt.
Die Fotos zeigen einen Screenshot der Rudi-Bode-RTF, das ist der Streckenverlauf der 118-Kilometer-Runde, und Claus Peter (rechts) und mich nach (!) der Tour. ich finde, wir sehen noch ziemlich fit aus.
Wer war eigentlich dieser Rudi Bode?
Vor dem Start... das fragten wir uns, als wir am Start der gleichnamigen RTF in Hamburg-Hamm standen. So einfach googeln lässt sich das nicht, aber auch hier halfen Helmuts-Fahrradseiten weiter. Dort heißt es: "Rudi Bode war Mitglied des RV Endspurt Hamburg. Er hatte den Breitenradsport in Holland erlebt, als es den in Deutschland noch gar nicht gab. Hier waren nur Radrennen und Radwandern bekannt. Das wollte er zumindest in seinem Umfeld ändern. Rudi initiierte 1960 die ersten sportlichen Radtouren, die damals noch alle im Verband gefahren wurden. Daraus wurden dann später die ersten RTF."
Trotz schlechter Wetterprognose viel Auftrieb am Start in Hamburg-Hamm Also los, in Rudis Namen! Diese RTF gehört immer zu den Highlights der Hamburger Veranstaltungen, weil die Streckenführung klasse ist und auch einfach mal so abschnittsweise von Familien nachgefahren werden kann, größere Steigungen außer hinter Krümmel den Geesthang hinauf gibt es nicht. Es geht auf der Hin- und Rücktour auf verschlungenen Wegen durch die Vier- und Marschlande, von wo aus sich ein Abstecher zum Rieck-Haus lohnt, dem Vierländer Heimatmuseum; man kommt am KKW Krümmel vorbei (das schon seit Monaten nicht mehr am Netz ist), an dem kleinen Tierpark Krüzen und radelt durch alte Hamburger Industriegebiete, die sich am Wochenende LKW-arm erfahren lassen. Die Streckenpläne der RTF finden sich hier.
Kunst am Rad: Dieses "leicht verdreckte" Schaltwerk hielt "Harterbrocken" an einer Kontrollstelle für das HFS-Forum festDas Training vom letzten Wochenende hatte sich ausgezahlt, wir waren auf unseren 115 Kilometern bedeutend schneller unterwegs als noch in Neuwiedenthal, Dirk sogar ohne vorheriges RTF-Training, mehr als 33 km/h im Schnitt standen am Ende auf der Anzeige, bei Null Tropfen Regen. Allerdings hatten wir auch immer ein paar schnelle Leute dabei, so dass sich jeder zwischenzeitlich im Windschatten erholen konnte. Besonders stachen dabei zwei Leute vom Hamfelder Hof (bei Trittau) heraus, die gut an ihren Kuhtrikots zu erkennen sind. Muss ziemlich gut sein die Milch, öko ist sie sowieso; außerdem haben die Verpackungen ein prima Design - und regionaler geht es nicht. Der Besitzer sponsert übrigens ein ganzes Rennrad-Team, mehr Infos gibt es hier.

Fliz, fliz - laufradeln durch Deutschland?

Foto: Juri Stetter
Kürzlich stieß ich zufällig auf "Fliz". Wie wäre es denn, damit durch Deutschland zu "flizen"? Mit einem Supersportwagen würde man vermutlich keine größere Aufmerksamkeit erheischen. Andererseits: Wie mies sieht das denn aus - ein Mensch geknechtet von einem Rad, eingehängt in einen Haltegurt! Fehlt nur noch der E-Antrieb, der die müden Beine auf Touren bringt. Letztlich haben wir Idee dann verworfen, niemand von uns und traut sich zu, damit 800 Kilometer zurückzulegen.
Aber bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass das rund 12 Kilogramm schwere Fliz keineswegs der Knechtschaft dienen soll. Den Konstrukteuren schwebt vor, dass es bei kurzen Strecken in der Stadt zum Einsatz kommt, vor allem in der Rehabilitation und Bewegungstherapie. Eingehängt in dem Gurtsystem soll das Laufen die Gelenke schonen und die klassische Physiotherapie ergänzen. Entstanden ist das Gefährt im Studiengang Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Der Rahmen ist aus Glas- und Kohlefaser laminiert - durch die herkömmliche Lenkung, die Hydraulikbremsen und den Radstand soll die intuitive Handhabbarkeit eines Fahrrads erhalten bleiben. Umkippen kann man mit dem Gefährt jedenfalls nicht. Und falls es bergab geht, lassen sich die Füße auf Tritten am hinteren Ausfallende abstellen. Das Design des Gefährts ist immerhin schon bei einem internationalen Wettbewerb ausgezeichnet worden, der auch ziemlich verrückte andere Rad-Kreationen präsentiert, die sich hier betrachten lassen: www.ibdcaward.org/ehtml/history/index.aspx. Mehr Bilder vom gelben Fliz-Renner gibt es unter: fliz-concept.blogspot.de/
Foto: Juri Stetter
Atemlose Momente in den Harburger »Bergen«
So langsam musste es losgehen mit dem Training. Denn obwohl Dirk und ich im vergangenen Jahr die Tour-Transalp gefahren sind, hatten ich den untrüglichen Eindruck, dass sich meine Form über den Winter leider größtenteils wieder verflüchtigt hatte. Und die vor uns liegenden diverse hundert Kilometer mit Gepäck, auf einem Nicht-Rennrad und vor allem ohne viel Windschatten flößen uns gehörigen Respekt ein. Daher haben zumindest Holger und ich die erste RTF im Hamburger Raum mitgenommen, in Neuwiedenthal, ein Stadtteil südlich der Elbe, berühmt-berüchtigt für seine Hochhausansammlungen. Dirk war beruflich bei einer Kreuzfahrtschiff-Taufe auf Mallorca und musste dort tatenlos mit ansehen, wie sich zahllose Trainingsgruppen von Rennradfahrern sich auf die schönsten Inselstrecken stürzten.
Wir wählten die 112-Kilometer-Strecke. Das stellte sich als recht anspruchsvoll heraus, schon nach wenigen hundert Metern warteten einige steile Rampen, die zur zeitweisen Schnappatmung führten – es ging in die Harburger Berge hinauf (was man hier in Hamburg so Berge nennt), aber am Ende sollten es immerhin 750 Höhenmeter werden, nicht schlecht für Norddeutschland.
Zudem blies es vernehmlich und kühl. Aber die Verpflegung an den Kontrollstellen war der ultimative Nachbrenner für windgebeutelte Frühjahrsfahrer: Rosinenbrot mit Nutella und Banane. Zwischendurch hatten wir dann unseren Kollegen Jörn verloren (oder sagen wir besser, wir konnten ihm nicht folgen). Dafür hat er sich dann am nächsten Kontrollpunkt verfahren und musste noch eine kleine 40-Kilometer-Zusatzrunde absolvieren.
Holger und ich hatten uns auch so genug ausgetobt, der Rest des Sonntags verlief dann sowohl entsprechend ruhig. Gar nicht dran zu denken, so etwas sieben Tage hintereinander mit Gepäck zu fahren. Aber am nächsten Wochenende gibt es die nächste Trainingsmöglichkeit, eine RTF in Hamburg-Hamm.
Für Nichteingeweihte: RTF heißt schlicht Radtourenfahrt und ist eine Veranstaltung für Jedermann – auch zu empfehlen für Nicht-Rennradfahrer, denn dort ist alles anzutreffen, was zwar Räder aber keinen Motor hat (obwohl, in manchen Foren wird schon diskutiert, wie man es denn finden soll, dass demnächst wahrscheinlich die ersten E-Biker bei einem RTF auftauchen): Vom Vater mit Kind im Fahrradanhänger über Liegeräder, Mountain-Bikes, Tourenräder bis hin zu High-End-Rennern im fünfstelligen Euro-Bereich. Ausgerichtet wird ein RTF meist von Radsportvereinen, die verschieden lange Strecken ausschildern (meist von 40 bis 140 Kilometern) und Verpflegungsstationen einrichten. Gegen ein geringe Gebühr kann dort jeder mitfahren – in Neuwiedenthal waren es 1000 Teilnehmer. Die beste Terminübersicht für den norddeutschen Raum findet sich auf www.helmuts-fahrrad-seiten.de
Deutschland von A bis Z: unser Projekt

Die „Exotik der Nähe", sich die Heimat mit dem Fahrrad erschließen – das fasziniert immer mehr Menschen. Wir, drei Männer am Beginn der zweiten Lebenshälfte, haben mit dem Rennrad zwar jede Piste im Umkreis von 100 Kilometern um den Wohnort kennengelernt. Doch jetzt soll es erstmals ums Ganze gehen: eine Tour de Deutschland, vom westlichsten Punkt bis zum östlichsten, von Aachen bis nach Zittau. Eine rund 800 Kilometer lange Reise durch unterschiedlichste Mentalitätslandschaften, durch traditionsreiche Städte wie Bonn, Eisenach, Weimar, Jena und Dresden, durch faszinierende Naturlandschaften wie Eifel, Siegerland, Thüringer Wald, das Saaletal und die Lausitz.
In unserem Blog schreiben wir darüber, wie sich eine möglichst abwechslungsreiche Route ermitteln lässt (und stellen sie auch zum Download bereit). Wir wollen herausfinden, welche Art von Fahrrädern sich für eine solche Strecke am besten eignen. Wir testen Radkleidung und Gepäcktaschen, die nicht nur sportlichen sondern auch ästhetischen Ansprüchen genügen. Und wir stellen technische Highlights wie moderne Lichtsysteme und Navigationsgeräte vor, die eine solche Tour einfach entspannter machen. Und nicht zuletzt möchten wir während der Reise die regionalen Küchen kennenlernen.
Eine sportliche Herausforderung soll es auch werden (oder sagen wir besser: unser Urlaubsbudget ist begrenzt). Daher wollen wir die rund 1000 km in sieben Tagen zurücklegen, was einem Tagesschnitt von etwas mehr als 140 km entspricht. Hinzu kommen nicht unerhebliche Steigungen, denn aufgrund der West-Ost-Route geht es nur selten entlang von Flussläufen - und so summieren sich die Höhenmeter auf fast 9000 (was einer mittelschweren Alpenquerung entspricht).
Hier eine Übersicht der Strecke aus dem Rad-Navigationsportal Naviki. Die linke Grafik zeigt Gesamtdistanz – wobei die Genauigkeit bis zur zweiten Stelle hinterm Komma eher ein Gag ist –, Fahrtdauer und den höchsten Punkt, die rechte Grafik erschreckt mit einem spitzzackigen Höhenprofil.


Wir fahren die Strecke nicht einfach ab sondern sind zudem als drei Charaktere utnerwegs:
Der High-Tech-Radler pilotiert ein leichtes Carbon-Rad, es wiegt nur rund 10 Kilogramm, und transportiert das eigene, extrem reduzierte Gepäck in einem winzigen Rucksack. Zur Orientierung dient ein leichtes Navigationsgerät - Claus Peter Simon
Der Retro-Radler baut sich einen klassischen Randonneur mit Stahlrahmen, handgespeichten Laufrädern und trägt dazu Wolljerseys. Bei der Orientierung verlässt er sich nur auf detailliertes Kartenmaterial - Holger Radloff
Der Ich-fahre-bis-ans-Ende-der-Welt-Radler pilotiert ein modernes Reiserad mit langem Radstand und Beleuchtungsanlage. Für die Orientierung kommt ein großformatiges GPS-Gerät zum Einsatz - Dirk Lehmann
Begleiten sie uns bei den Vorbereitungen, wenn wir in den nächsten Wochen Räder und Packtaschen testen, Kleidung und Navigationsgeräte auswählen, über die Route und die Etappenziele entscheiden – und seien Sie schließlich dabei, wenn wir quer durch Deutschland fahren. Zudem laden wir alle Leser ein, uns zu unterstützen mit persönlichen Tipps: Welches Rad hat sich bewährt, welche Etappe der Strecke lohnt sich besonders, welche Sehenswürdigkeit darf nicht verpasst werden.
Wir freuen uns auf das gemeinsame Projekt.

Claus Peter Simon tritt als High-Tech-Radler mit einem extra leichten Carbon-Rad und Navigationsgerät an.
Holger Radloff versucht es mit einem Retrorad und detailliertem Kartenmaterial.
Dirk Lehmann setzt auf ein schnelles Reiserad mit Rennlenker, Sportschaltung und Lichtanlage, wird so die 800-Kilometer-Tour zum Sprint?