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Christentum In Deutschland und den meisten Staaten Westeuropas noch immer der "Klassiker" unter den Religionen. Was haltet ihr von den christlichen Kirchen, der katholischen und der evangelischen Konfession? Gibt es große Unterschiede? Oder macht es für euch keinen Unterschied?

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  #1  
Alt 28.12.2011, 22:11
Benutzerbild von Schildkröte
Schildkröte Schildkröte ist offline
Alter Hase
 
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Standard Christentum = eine Sekte?

Zitat:
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Ich glaube, die Juden wurden vor allem ermordet, weil sie auf die Christen mit ihren eher strengen Sitten sehr fremdartig wirkten, und was fremd ist, ist gefährlich und muss vernichtet werden ( Zumindest war das die Meinung der meisten Leute). Ich hasse diesen Fremdenhass!
Und natürlich rechtfertigen sich die Christen auch mit: ,,Ihr habt unseren Religionsgründer umgebracht!“
Das ist das dämlichste, was man zu dem Thema sagen kann, denn...

1. Wer hätte ihn den sonst umbringen können, die Bevölkerung in diesem Teil der Welt bestand damals fast nur aus Juden.
2. Das ist genauso unnötig, als würde man alle blonden Menschen bestrafen, weil ein blonder Attentäter ein Haus in die Luft gejagt hat.
3. Wäre Jesus nicht am Kreuz gestorben und anschließend wieder zum Leben erwacht, wäre das Christentum jetzt nur eine unbedeutende Sekte!

Wenn irgendetwas hier nicht stimmt oder komisch formuliert ist, könnt ihr mir das ruhig schreiben. Ich möchte wirklich nicht irgendwelchen Schwachsinn behaupten.
Ich würde den Thread gerne mit diesem Zitat beginnen, denn ich habe mir in letzter Zeit auch schon länger den Kopf darüber zerbrochen. Was wäre, wenn Kaiser Konstantin sich nicht dem Christentum zugewandt hätte? Wie wäre das Mittelalter dann verlaufen? Hätte es überhaupt eine Renaissance geben können oder wäre es einfach geradeaus weiterverlaufen wie bei anderen Kulturen, wie zB den Chinesen? Wäre das Christentum wirklich schlichtweg eine Sekte? Oder wäre sie etwas wie die Pastafari, über die man sich lustig machen könnte (Ich meine: Hey, keine Lederriemen an den Armen, keine Kopfbedeckung und keine Erlaubnis zur Geldanhäufung? Gehts noch? (ich gehe davon aus, dass das Judentum dominiert hätte, hätte es das Christentum nicht in dem Sinne gegeben))? Wie sähe unsere heutige Kultur aus?
Oder auch anders gefragt, wenn wir schon beim Thema Sekte sind: Vor etwa 2011/12 Jahren schien das ja recht gut funktioniert zu haben, sich als Gottgesandter auszugeben und eine Horde Anhänger zu finden, die die Religion zur Weltreligion aufsteigen lassen. Doch wie würde heute die Gesellschaft auf einen Jesus reagieren?

Ich freue mich auf eine Diskussion!
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Wir beissen nicht
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  #2  
Alt 07.01.2012, 13:03
Angie96
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Ich bin der Meinung, dass das Christentum am Anfang auf jeden Fall eine sekte war. Was unterscheidet Jesus denn von heutigen Sektengründern? Wie sie verbreitete er neue Glaubensansätze und versuchte, viele Unterstützer zu gewinnen. Er versprach seinen Anhängern in flammenden Reden ein Leben nach dem Tod, er soll unheilbar kranke Menschen geheilt haben. Genau, er soll es getan haben. So steht es in der Bibel. Aber wenngleich es sicher ist, dass es einen Jesus von Nazareth gab, kann man die wunderlichen Geschichten, die sich um ihn ranken, nicht beweisen.
Es existiert in meinen Augen aber auch ein großer Unterschied zwischen beispielsweise Scientology oder den Zeugen Jehovas und dem frühen Christentum: das Geld. In vielen modernen Sekten wird der Anhängerschaft das Geld geradezu aus der Tasche gezogen. Bei Scientology gibt es eine spirituelle Sitzung hier, eine Fortbildung da, und schwuppdiwupp ist man mehrere tausend Euro los, bis man schließlich entweder pleite oder ein Mitglied mit hohem Rang ist. Im Christentum hat man zwar möglicherweise nur für den Glauben gelebt, aber man konnte sich damit kaum selber zu Grunde richten und niemand hat sich daran bereichert.

Wie wäre das Mittelalter ohne das Christentum verlaufen?
Ich denke...
...es hätte keine Kreuzzüge gegeben.
...eine andere "Sekte" hätte möglicherweise das Judentum verdrängt oder das Judentum wäre ebenso mächtig gewesen, wie es das Christentum war (oder noch mächtiger, weil es älter war).
...es hätte ebenso viele Menschen gegeben, die einen Weg finden, um über die Religion mächtig zu werden.
...es hätte vielleicht eine Art jüdischen Luther gegeben, der den jüdischenm Glauben reformiert hätte (je mächtiger eine Gemeinschaft ist, desto mehr Fehler kann sie machen oder sie sich erlauben, und das führt dann eben dazu, dass Menschen etwas ändern wollen).
Ich halte es eher für einen geschichtlich gesehen unwichtigen Aspekt, ob nun Judentum oder Christentum die Macht hatten, die beiden Religionen sind sich ohne hin ähnlich (beides abrahamitische monotheistische Religionen, die sich von den vermittelten Werten nicht groß unterscheiden und noch dazu über das alte Testament die gleiche Grundlage haben). Wichtig ist glaube ich aber, dass das Judentum noch keinen Messias hatte, dies würde bei einer sehr großen Glaubensgemeinschaft möglicherweise dazu führen, dass es immer mehr Sekten gibt, da man sich ja als der messias ausgeben könnte...

Damit sind wir wieder beim Thema Sekte. Jesus, der Messias. Könnte er nicht eben das sein, wovon ich gerade gesprochen habe? Ein mann, der die Gunst der Stunde genutzt hat? Und dessen Sekte sich dann zur größten Religion weltweit entwickelt hat? Die Frage ist doch: Wie glaubwürdig ist die Bibel? sind die Wunder wirklich geschehen oder sind sie nur Ausschmückungen von kleineren Begebenheiten? Ich weiß es nicht.

(kurzer Hinweis: Ich glaube an Gott und Jesus. Weil ich es glauben möchte, weil ich es schön finde, zu glauben, dass da etwas oder jemand ist, der auf mich achtet. Genauso gut könnte ich aber wahrscheinlich auch jeder anderen Religion angehören; möglicherweise sogar einer Sekte. Das ist es doch gerade: Wir glauben, aber wissen nicht. Auch wenn fanatische Gläubige das anscheinend nicht wahrhaben wollen.)
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  #3  
Alt 12.07.2012, 12:28
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Waschbär Waschbär ist offline
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das christentum war nie eine sekte ist keine sekte und wird auch nie ein sekte sein.
ich bin gerne christ und stehe auch dazu
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HI


Für 95% aller Teenager Würde eine Welt zusammenbrechen,wenn sie sehen,wie Robert Pattinson von einem Hochhaus springt.Wenn du zu den 5% gehörst,die da sitzen und rufen"Mach einen Vorwärtssalto!",dann kopier diesen Text auf dein Profil.
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  #4  
Alt 12.07.2012, 19:35
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Fynn Fynn ist offline
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Nun ja, ich muss sagen, das sich mein Wissen über Sekten deutlich in Grenzen hält XD
Aber an sich ist eine Sekte doch eine Religion, die sich von einer Ursprungsreligion abgespaöten hat.
Somit wäre dann doch die evangelische Kirche eine Sekte, bzw. war. Sie hat sich ja mitlerweile als große (wenn auch im Zusammenhang zur katholischen Kirche) Religion bewiesen, die eben viele Anhänger hat (Mehr als Scientology z.B XD)
Wie das ursprünglich war... keine Ahnung, kann mir aber schon vorstellen, dass das Christentum damals jedenfalls sowas in der Art wie eine Sekte war.
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  #5  
Alt 12.07.2012, 19:50
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Polgara Polgara ist offline
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das ist schon ein lustiger Gedanke. Millionen von Menschen glauben an einen religiösen Spinner, der vor knapp 2000 Jahren die Menschen manipuliert hat. Ich hab vor ein paar Jahren eine Sendung im Fernsehen gesehen, da ging es auch um einen Typen, der sich für die Auferstehung Jesu hielt. Er hatte Anhänger, leute, die ihre Familien verlassen haben, um seinen Idealen zu folgen. die saßen dann zusammen in einem Raum und haben meditiert oder so war. Er hat ihnen von gottes Liebe erzählt und so weiter. Also: was unterscheidet diesen Typen so grßartig von Jesus? Ok, er hat keine Wunder vollbracht, aber auch bei Jesus gibt es keine eindeutigen Beweise, das er wirklich Menschen heilen und über Wasser gehen konnte. Wären Jesus in der heutigen Zeit, in der Zeit der Afklärung und der Medien auch so viele Menschen gefolgt? Ganz ehrlich, ich bezweifle es. Ich hab den kerl damals für einen religiös verquerten Spinner gehalten. Ich meine, hätte jemand, der herumzieht und den Leuten predigt überhaupt eine Chance, wirklich weltweit ernst genmmen zu werden? Ok, in manchen Punkten hätte er es leichter als damals. Er hätte das Internet, er könnte in Talkshows gehen und so von vielen Menschen gehört werden. Doch würden sie so auf ihn reagieren wie vor 2000 Jahren? Ich denke nicht. Wir sind heute viel zu sehr damit beschäftigt, unsere SChule zu machen, zu arbeiten, oder, die andere Seite,uns mit unseren Freunden zuzusaufen. Würden sich da die Menschen einem neuen Glauben zuwenden? klar, es gibt Leute, die glauben ehrlich an gott. aber es gibt so viele andere, für die Gott im Alltag nich wichtig ist. Das Christentum ist für viele ein netter Dekmantel. Da kannman sagen: ja, ich bin Christ. Das bringt keinerlei unannehmlichkeiten mit sich, man muss auch nicht viel dafür tun.
Ich versuch mal den Bogen zum Mittelalter zu kriegen. Hätte es das Christentum nicht gegeben, hätte viel Leid verhindert werden können. denken wir mal an Hexenverbrennungen, Kreuzzüge etc. Aber wer sagt, dass nicht eine andere Reigin ebesoviel Schaden angerichtet hätte? vielleich hätte man nicht Frauen, sondern vorzugsweise Mänder verbrannt. Allerdings glaube ich nicht, dass unsere Entwicklung sehr viel anders verkaufen wäre. Vermutlich hätte das Judentum den Platz vom christentum eingenommen. Natürlich wären die Einzelheiten anders abgelaufen, aber im großen und ganzen denke ich nicht, dass wir wesentlich weiter hinten dran wären, wenn wir eine ander Religin gehat hätten. Außerdem , wer weiß? Wäre das Judentum Staatsreligion gewesen wären wir jetzt vielleicht viel weiter entwickelt.
Jetzt nchmal zum Punkt Sekte. klar war das Christentum am anfang eine Sekte. Man hat sich um einen Menschen geschart, ihn regelrecht angebetet. du Jünger habe ja praktisch ihr Leben aufgegeben, um Jesus zu folgen. Und noch ein Punkt, der uns als Sekte ausweist: in so gut wie jedem Gottesdienst begehen wir das heilige Abendmahl. und woran glauben wir da(also hauptsächlich die Katholiken)? richtig, dass wir das Fleisch esses und das Blut trinken von niemand anderem als gottes Sohn. Mal ehrlich, würde das jemand hören, der nichts vom Christentum weiß, würde derjenigen uns sofrt als Sekte einstufen. Wobei die Evangelen da immerhin fortgeschritten sind und das ganze nur symbolisch sehen.
Lg Polgara
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  #6  
Alt 06.07.2013, 23:54
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Nein das Christentum war nie eine Sekte sondern eine Bewegung!
Jetzt ist es eine Weltreligion. Wisst ihr was die Merkmale einer Sekte sind?
Wieso sagt ihr dann das das Christentum früher eine Sekte war? (Ich meine nicht das, dass alle sagen)
Die typischen Merkmale sind:
- zeitliche Einbindung
- kein Kontakt zur Außenwelt
- die Lehre ist eine Abspaltung einer Weltreligion
- Reglementierung des Alltags
- Elitementalität
- Kritikunfähigkeit
- Feindbilder
Und das Christentum hatte nichts von all diesen Punkten!
Auch nicht die die Abspaltung der Weltreligion, denn Jesus befreite die Menschen von ihren Sünden durch seinen Tod und seine Auferstehung. Und das ist etwas komplett anderes als bei den Juden!
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  #7  
Alt 07.07.2013, 22:51
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das christentum ist deswegen keine sekte, weil die christliche kirche es war, die etwa ab dem 4., 5. jahrhundert nach christus anfing, von den in den konzilien neu festgelegten dogmen abweichende lehren als irrlehren, griechisch hairesis, bezeichnete. im mittelalter fing man dann an, mehr wert auf latein als auf griechisch zu legen und man begann, den bis dahin wertneutralen begriff secta für partei, lehre, schulrichtung mit der hairesis gleichzusetzen. die ansicht, dass es richtige und falsche lehren gibt, wurde also vom christentum "erfunden", vorher waren zumindest die begriffe wertneutral.
ob das die christliche kirche jetzt besser macht, kann man diskutieren
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