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Tierversuche: Was ihr tun könnt

Das Leid von Versuchstieren geht alle an. Wir sagen euch, wie ihr helfen könnt


An diesen Kaninchen werden fieberauslösende Substanzen getestet. Um regelmäßig bei ihnen Fieber messen zu können, werden sie in enge Kästen gesperrt (Foto von: Bundesverband Menschen für Tierrechte)
© Bundesverband Menschen für Tierrechte
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An diesen Kaninchen werden fieberauslösende Substanzen getestet. Um regelmäßig bei ihnen Fieber messen zu können, werden sie in enge Kästen gesperrt

Tierversuche sind ein schwieriges Thema. Natürlich berührt uns das Leid der Tiere, die für die Wissenschaft und für unsere Gesundheit sterben müssen. Aber auf der anderen Seite sind viele Tierversuche vom Gesetz vorgeschrieben. Das heißt zum Beispiel, dass bestimmte Medikamente gar nicht verkauft werden dürfen, so lange sie nicht am lebenden Tier getestet wurden. Oder Reinigungsmittel, oder Pflanzenschutzmittel, oder, oder, oder ... 

Es ist also gar nicht so einfach, etwas gegen Tierversuche zu tun. Am ehesten kann man sich noch dafür engagieren, dass bestimmte Tierversuche durch alternative Testmethoden ohne Tiere durchgeführt werden. Daran arbeiten viele Wissenschaftler.

Dann ist der Tierschutz, also auch das Thema Tierversuche, auch ein politisches Problem. Unsere Verbraucherschutzministerin, Renate Künast, gehört der Partei der Grünen an, die sich auch für die Rechte der Tiere einsetzt. Doch wenn von der Europäischen Union (EU) angeordnet wird, dass bestimmte Stoffe neu getestet werden müssen, dann kann auch sie nicht viel dagegen tun. Und auch in Deutschland kann sie nicht einfach sagen, "so, wir schaffen jetzt mal die Tierversuche ab!". Denn dazu müsste sie viele Gesetze abschaffen oder ändern und mächtige Wirtschaftsverbände überzeugen usw. Der Weg ist also lang ... 

Wenn ihr aktiv werden wollt, haben wir hier für euch ein paar Tipps zusammengestellt:


  • Informiert euch gut! Argumente für und gegen Tierversuche gibt es viele, und nicht immer argumentieren die Befürworter oder die Gegner besonders sachlich. Das ist aber notwendig, um andere zu überzeugen.
  • Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe eine Gruppe, die sich gegen Tierversuche engagiert oder allgemein für die Rechte der Tiere kämpft. Wenn ihr Lust und Zeit habt: Macht mit! Am Gymnasium Rodenkirchen zum Beispiel gibt es eine Gruppe von Schülern, die zusammen gegen Tierversuche kämpfen: www.schueler-fuer-tiere.de/index.htm. Auf ihrer Homepage findet ihr auch weitere Informationen zum Thema.
  • Ihr könnt euch an Unterschriftenaktionen beteiligen. Zum Beispiel an der Aktion "It's my life" ("Es ist mein Leben") vom Verband Menschen für Tierrechte. Dort könnt ihr per E-Mail unsere Verbraucherschutzministerin Renate Künast auffordern, Versuche an Affen zu verbieten. www.tierrechte.de/p200060007911x1111.html
  • Ihr könnt euch mit Leserbriefen oder per E-Mail an Presse, Rundfunk und Fernsehen wenden - und darum bitten, dass über das Thema kritisch berichtet wird. Und wenn darüber berichtet wurde, könnt ihr wieder kurze und möglichst sachliche Leserbriefe schreiben.
  • In der Schule könnt ihr eure Lehrer darum bitten, dass ihr das Thema im Unterricht behandelt.
  • Achtet beim Einkaufen darauf, dass ihr keine Produkte kauft, die an Tieren getestet wurden. Natürlich ist das schwierig, weil auf den wenigsten Produkten draufsteht, ob und wie das Produkt oder seine Inhaltsstoffe getestet wurden. Am ehesten geht das noch bei Kosmetika. Beim Deutschen Tierschutzbund gibt es eine Liste mit Herstellern und Läden, die tierversuchsfreie Kosmetik produzieren und verkaufen. www.tierschutzbund.de/00754.html


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