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Kleine Sänger - große Flieger
Jetzt kommen die Singvögel wieder groß raus: In Garten und Park trällert, pfeift und piept es. Dafür kommen viele der federleichten Kerlchen ganz aus Afrika angereist.
Schlaft ihr nachts mit offenem Fenster? Dann ist euch vielleicht aufgefallen, dass sich jetzt im Frühjahr in den normalen Motorenlärm immer mehr Vogelgezwitscher mischt. Sobald es morgens dämmert, werden Zaunkönig, Grünfink, Heckenbraunelle & Co. wach und schmettern ihr Liedchen.
Warum singen Vögel?
Dass ihr das im Winter nicht hört, hat zwei Gründe: Der erste: Die meisten Singvögel singen nur, wenn es darum geht, einen Partner zu finden, mit dem sie ein Nest bauen und Nachwuchs haben können. Außerdem muss das Revier mit dem Gesang verteidigt werden: "Das hier ist mein Garten. Lass dir nicht einfallen, hier ein Nest zu bauen!"
Europa - Afrika und zurück: kein Problem
Der zweite Grund: Viele der Vögel, die im Sommer bei uns brüten, verbringen den Winter im sonnigen Süden. Wie manche von uns Menschen auch. Nur, dass sie nicht nach Teneriffa oder Mallorca fliegen. Die meisten Zugvögel ziehen im Herbst nach Afrika. Hier finden sie sich in riesigen Schwärmen zusammen und brechen erst im zeitigen Frühjahr wieder Richtung Norden auf. Auch einige unserer Singvögel sind solche Langstrecken-Pendler.
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