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Schokolade - die Speise der Götter

Von seinen Entdeckungsreisen nach Amerika brachte Christoph Kolumbus Kartoffeln und exotische Früchte nach Europa. Doch ein ganz besonderes Gut ließ er außer Acht: Kakaobohnen. Vermutlich, weil er nicht wusste, zu welchem Gaumengenuss man die bitteren Samen verarbeiten kann...


Anfang des 16. Jahrhunderts ließ sich der spanische Eroberer Hernán Cortéz von den Azteken in die Kunst der Kakaoverarbeitung einweihen. Denn die Herstellung von Schokolade ist ganz schön aufwändig: Die Kakaobohnen müssen zuerst getrocknet, dann geröstet und gemahlen werden. Mit einem Holzquirl vermischten die Azteken das Pulver mit Wasser. Wie auch die Maya, glaubten die Azteken, dass der Kakaobaum den Göttern gehöre und tranken die "Xocolat"“ hauptsächlich bei Zeremonien und Opfergaben. Da die Spanier weder den Namen "Xocolatl" aussprechen, noch das bittere Getränk genießen konnten, süßten sie es mit Zucker oder Honig und nannten es "chocolate" - was so viel heißt wie "heißes Wasser".


Süßer Traum: Schokolade (Foto von: Alberto L Pomares G/Digital Vision/Getty Images)
© Alberto L Pomares G/Digital Vision/Getty Images
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Süßer Traum: Schokolade

Vor allem unter Künstlern und Dichtern war das Getränk sehr beliebt - schließlich sollte es eine anregende, ja sogar inspirierende Wirkung haben. Lange war der Glaube verbreitet, dass Schokolade nicht nur dem Geist, sondern auch dem Körper Kraft gibt. So boten Apotheken bis ins 19. Jahrhundert hinein Schokolade als Hausmittel an. Ob sie tatsächlich die Stimmung aufhellen kann, darüber streiten sich Wissenschaftler bis heute. Dass sie eine blutdrucksenkende Wirkung hat, darüber ist man sich aber einig.


Für Zähne und Gewicht ist Schokolade bekanntermaßen nicht gesund. Deshalb gilt: immer nur ein bisschen naschen! Dann erlebt man mit Schokolade geschmackliche Glücksmomente - egal ob dunkel, hellbraun oder weiß, ob als Keks, Praline oder im Kuchen, gefüllt mit Marzipan, Nüssen oder Minze, als Osterhase oder Nikolaus.




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