GEOlino.de - Mein Gemüsegarten Seite 1 von 8

Text von Catherine Bouchon

Mein Gemüsegarten

Im März werden endlich die kalten Tage seltener und im Gemüsegarten könnt ihr jetzt mit dem Säen und Pflanzen vieler Gemüsesorten beginnen. Dazu gehören zum Beispiel Möhren, Radieschen, Erbsen, Salat, Spinat und Gewürzkräuter. Die kleine Gartenschule gibt euch Tipps und Tricks, damit eure Pflanzen wachsen und gedeihen und ihr in wenigen Monaten knackiges Gemüse ernten könnt


Bevor es aber ans Aussäen geht, braucht der Boden eine gute Vorbereitung. Am besten steckt ihr euch ein eigenes Beet im Garten ab. Es sollte möglichst an einem sonnigen Ort sein, da Gemüse viel Sonnenlicht braucht. Die Erde lockert ihr mit einem Spaten und einer Harke auf. So sorgt ihr für Luftaustausch im Boden. Das ist wichtig, damit sich die Samen später gut zu einer Pflanze entwickeln können. Tiefer als Daumentiefe solltet ihr aber nicht in harken. Denn die tiefe Bodenschicht ist besonders fruchtbar und muss erhalten bleiben. Nun zerkleinert ihr die aufgelockerte Erde in kleine Krümel. So bleibt die Feuchtigkeit besser im Boden und die Pflanzen können kräftige Wurzeln ausbilden.


Nun geht's ans Aussäen!

Baumärkte und Geschäfte für den Gartenbedarf bieten Samen in den verschiedensten Arten. Ihr findet kleine Tütchen mit vorgekeimten oder "normalen" Samen, in Form von Pellets und auch Salatbänder. Sie alle sollen die Aussaat und das Wachstum erleichtern. Entscheidet euch für eure Lieblingsgemüsearten. Auf der Rückseite des Tütchens könnt ihr lesen, in welchem Monat ihr aussäen könnt. Egal welche Samenform ihr auswählt, die Schritte beim Einsäen und die Pflege während des Wachstums sind gleich.

Es gibt verschiedene Aussaattechniken. Die übliche Methoden für Gemüse ist die so genannte Reihen- oder Rillensaat. Dabei zieht ihr mit dem einen Ende einer Harke eine Rille in den Boden. Anschließend sät ihr den Samen Korn an Korn in die Rille, schiebt mit einem Rechen Erde darüber und drückt die Erde leicht an. Wie tief die Samenkörner in den Boden gesetzt werden, hängt von ihrer Größe ab. Kleine Samen wie von Zwiebeln kommen beispielsweise 1 Zentimeter tief in den Boden, größere wie von Gurken 3 bis 5 Zentimeter tief. Als Faustregel gilt: je größer das Samenkorn, desto tiefer soll es in die Erde. Auch wie nah ihr die Samen nebeneinander setzen könnt, hängt von der Pflanze ab. Im Gemüse-ABC könnt ihr diese Daten nachgucken.

Wenn ihr mit dem Aussäen fertig seid, solltet ihr unbedingt euer Beet wässern. Das geht am besten mit dem Gartenschlauch und einer Brause. Es ist wichtig, dass die Samen genügend Feuchtigkeit bekommen, weil sie sonst absterben.

Zusätzliche Hilfsmaßnahmen

Falls ihr schon Anfang März mit dem Säen beginnt und es doch noch recht kühl ist, könnt ihr eure Saat ganz einfach vor Kälte schützen: Folientunnel und Folienhauben sind gute Helfer. Ein Folientunnel ist ein Minigewächshaus, die Folien sind mit vielen kleinen Löchern und Schlitzen versehen, damit sie Licht und Wasser durchlassen. Das durchsichtige Material lässt das Sonnenlicht hindurch, die Wärme kann aber nicht so schnell entweichen. So können sich die Pflanzen schneller entwickeln und sind auch vor Vögel geschützt. In Baumärkten und Gartencentern könnt ihr zwischen verschiedenen Größen auswählen. Eure Eltern helfen euch sicher beim Einkauf. Die Folie solltet ihr an den Ecken mit Erde oder Steinen beschweren, damit sie nicht vom Wind weggepustet wird. Sobald es warm genug ist, könnt ihr sie wieder vom Beet entfernen.



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