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Krieg im Irak?
15. Januar 2003 - Jeden Tag ist von Saddam Hussein zu lesen, von Terrorismus, von Atom- und Biowaffen, von Waffeninspektionen und Kriegsdrohungen. Was ist eigentlich los im Irak? Das ist eine lange Geschichte:
Der Irak ist schon ein besonderes Land. Die beiden großen Flüsse des Landes, Euphrat und Tigris, entspringen im Paradies. Steht in der Bibel. Was sich heute dort abspielt, ist aber ganz und gar nicht paradiesisch. Dabei spielen das Erdöl und der Kampf um die Macht eine große Rolle. Aber was hat Öl mit Macht zu tun? Das ist einfach: Im Irak gibt es noch sehr viel Erdöl, und da Öl in der ganzen Welt gebraucht und gut bezahlt wird, ist der Irak ein reiches Land. Das heißt, eigentlich ist das Land reich, denn von den Einnahmen gibt Saddam Hussein, der Präsident des Landes, einen großen Teil für Waffen aus.
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Und um noch mehr Macht und Geld zu bekommen, beschloss Saddam schon 1980, das Nachbarland Iran anzugreifen. Dort gibt es nämlich auch jede Menge Erdöl. Außerdem wollte Saddam, der das Land seit 1979 wie ein Diktator regiert, die Vorherrschaft am ganzen Persischen Golf.
Ein Fall für die Weltpolizei
Der Krieg dauerte acht Jahre und führte zu nichts. Aber die Angriffslust des obersten Befehlshabers im Irak - Saddam - war ungebrochen: Schon 1990 besetzten seine Truppen im Handumdrehen das wesentlich kleinere, aber reiche Nachbarland Kuwait. Auch hier ging es vor allem um die reichen Erdölvorkommen. Da wollten nun die Staaten der Welt nicht tatenlos zusehen: Amerika schickte Soldaten und Kriegsmaterial in den Persischen Golf.
Auch die Vereinten Nationen (UNO) beschlossen, dem Irak mit kriegerischer Gewalt zu drohen. Das fiel den 191 Mitgliedsstaaten nicht leicht, denn sie hatten die UNO ja mit dem Ziel gegründet, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren. Schließlich zogen vor allem amerikanische und englische Soldaten in den Krieg gegen den Irak - und siegten. Und die UNO wollte noch mehr: Sie verlangte von der irakischen Regierung, dass das Land auf besonders gefährliche, also atomare, biologische und chemische Waffen ganz verzichtet. Und um sicher zu gehen, sollten Kontrollen durchgeführt werden - von unabhängigen Fachleuten.
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