GEOlino.de - Holocaust-Mahnmal: Erinnerung an sechs Millionen Opfer Seite 1 von 2

Text von Nadine Eckert

Holocaust-Mahnmal: Erinnerung an sechs Millionen Opfer

Nach 17 Jahren Dauerstreit konnte der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Thierse im Mai 2005 endlich das Holocaust-Mahnmal einweihen. Es ist den sechs Millionen Juden gewidmet, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Europa ermordet wurden


Das Mahnmal besteht aus 2711 Betonquadern, so genannten Stelen, die ein Gelände, so groß wie zwei Fußballfelder, bedecken. Die Stelen sind unterschiedlich hoch, was den Eindruck einer Wellenbewegung im Stelenfeld erzeugt. Das Holocaust-Mahnmal, das ganz in der Nähe des Brandenburger Tors in Berlin liegt, hat jedoch keinerlei künstlerischen Hintergrund.


Das Holocaust-Mahnmal: Ein Meer von Stelen - fast automatisch denkt man an die riesige Zahl von Opfern (Foto von: Langrock/Agentur Zenit/laif)
© Langrock/Agentur Zenit/laif
Foto vergrößern
Das Holocaust-Mahnmal: Ein Meer von Stelen - fast automatisch denkt man an die riesige Zahl von Opfern

Jeder soll einen eigenen Eindruck gewinnen

"Die systematische Ermordung der europäischen Juden durch das NS-Regime bleibt eine Tat, die sich des vollständigen Begreifens entzieht. Das kann man nicht künstlerisch gestalten, deshalb haben wir uns für dieses abstrakte Mahnmal entschieden", erzählte Bundestagspräsident Thierse bei der Eröffnung der Gedenkstätte.

Besucher des Mahnmals sollen die Stätte alleine durchwandern. Nur so könnten sie in den schmalen Gängen zwischen den Betonstehlen die Einsamkeit und Verzweiflung nachvollziehen, die Juden im Dritten Reich erleiden mussten.

Unter dem Stelenfeld gibt es ein Informationszentrum, in dem das schreckliche Schicksal der Juden während der Verfolgung durch die Nazis gezeigt wird. Mit dem Holocaust-Mahnmal soll die Erinnerung an die vielen unschuldigen Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland wach gehalten werden.



Seite 1 von 2


Druckansicht Artikel versenden Deine Meinung Kontakt Sitemap