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Irak-Krise: Kommt der Krieg - oder nicht?
12. Februar 2003 - Immer heftiger streiten die Politiker verschiedener Länder, ob es gerechtfertigt ist, den Irak anzugreifen. Hier lest ihr eine Zusammenfassung des aktuellen Standes
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Die Amerikaner sind sauer. Wichtige europäische Länder, vor allem Frankreich, Russland und Deutschland, sind gegen einen Krieg im Irak. Diesen Regierungen reichen die Beweise nicht aus, die der amerikanische Außenminister Colin Powell letzte Woche im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York präsentiert hat. Eigentlich wollten die Amerikaner endlich alle Länder davon überzeugen, dass der irakische Diktator Saddam Hussein eine Bedrohung für die Welt sei. Doch die Vorstellung hatte nicht den gewünschten Erfolg.
Die Lage wird immer komplizierter
Die Irak-Krise belastet die Beziehungen zwischen den Befürwortern und Gegnern des Krieges immer mehr. Der Ton der Politiker wird aggressiver. Und die Situation immer komplizierter. Auf der einen Seite stehen die USA und ihr treuester Verbündeter Großbritannien; beide werden zum Beispiel von den Regierung in Spanien, Italien und Polen unterstützt. Gegen den Krieg sind Deutschland, Frankreich und Russland; neuerdings fordert auch China eine friedliche Lösung.
Nun hat der Streit die NATO erreicht
Neuen Ärger gab es am Montag in Brüssel. Dort befindet sich die Zentrale der NATO, des Militärbündnisses von 19 Staaten. Eines der NATO-Mitglieder, die Türkei, hatte den Antrag gestellt, im Kriegsfall von der NATO unterstützt zu werden. Diese Zustimmung wurde überraschend verweigert - weil die Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich und Belgien dagegen stimmten. Nur wenn alle Mitglieder einverstanden sind, kann das Gesuch der Türkei angenommen werden.
Ist das Bündnis am Ende?
Das Abstimmungsergebnis hat die NATO-Mitglieder total zerstritten. Nun fragt man sich, warum es das Militärbündnis überhaupt gibt, wenn man sich im Notfall nicht auf die Hilfe der anderen Länder verlassen kann. Die drei "Nein-Sager" aber befürchten, dass man mit der Zustimmung ein falsches Signal geben würde: Es könnte so aussehen, als rechnete auch die NATO auf jeden Fall mit einem Krieg. Den wolle man doch aber nach wie vor vermeiden.
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