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Terror: Angst und Schrecken

30. Januar 2003 - In den Nachrichten taucht zur Zeit dauernd das Wort "Terror" auf. "Terroristen" hätten wieder einen Anschlag verübt; weltweit würden "Terror"-Netzwerke den Frieden bedrohen. Was ist "Terror" überhaupt?



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"Terror" stammt aus dem Lateinischen, ist also ein sehr altes Wort, das übersetzt "Schrecken" bedeutet. Die Leute, die Terror machen, wollen anderen einen Schrecken einjagen. Aber nicht so, wie ihr eure kleine Schwester erschreckt, sondern richtig. So, dass sich viele Leute bedroht fühlen. Den Terroristen ist es egal, ob Menschen bei ihren Aktionen zu Schaden kommen - im Gegenteil: Oft ist es sogar das erklärte Ziel der Terroristen, Menschen zu verletzen oder sogar zu töten.

Um dieses Ziel zu erreichen, opfern sie manchmal sogar ihr eigenes Leben: Am 11. September 2001 rasten Terroristen mit zwei Flugzeugen, die sie zuvor entführt hatten, in das World Trade Center in New York. Dabei starben schätzungsweise 3000 Menschen. Natürlich gab es schon vorher Terrorismus - und nachher auch: zum Beispiel die Anschläge auf Touristen in Tunesien oder auf ein voll besetztes Theater in Moskau. Aber das Attentat vom 11. September 2001 hat sein Ziel, Angst und Schrecken zu verbreiten, in besonderem Maße erreicht.


Was wollen die Terroristen?

Warum Menschen so etwas tun, ist nicht immer leicht zu verstehen. In jedem Fall haben sie ein Ziel, von dem sie glauben, sie könnten es auf keine andere Weise erreichen. Meist möchten sie die Gesellschaft politisch verändern. Oder sie kämpfen für religiöse Ziele. Das tun sie in dem Land, in dem sie leben, aber ihre Gewalt kann sich auch gegen die Bürger anderer Länder richten. Terroristen können einzelne Personen oder Gruppen von Personen sein. Da sie für sich genommen wenig Macht und politischen Einfluss haben, suchen sie sich besonders empfindliche und leicht anzugreifende Ziele aus, um sich öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Und sie bereiten ihre Angriffe im Geheimen vor.

Ein gutes Beispiel sind die Terroristen der Gruppe "Al Kaida" (oder "al-Qaida"): Mitglieder dieser Terror-Organisation haben das Attentat auf das World Trade Center in New York geplant und durchgeführt. Ihr Anführer heißt Osama bin Laden und wird seither auf der ganzen Welt gesucht. Aber was wollten die Terroristen eigentlich erreichen?


Kampf gegen "Ungläubige"

Die Mitglieder der Al Kaida sind extrem religiös. Man nennt das, wenn es um Gläubige des Islam geht, "radikal-islamistisch". Das bedeutet, dass ihnen alle Mittel recht sind, um ihren Glauben zu verbreiten und ihre religiösen Ziele zu erreichen. So denken natürlich nicht alle Moslems, also die Anhänger des Islam. Viele Moslems halten Gewalt nicht für ein geeignetes Mittel, ihrer Religion zu dienen. Anders Osama bin Laden: Er glaubt, dass sein Heimatland, Saudi-Arabien, von den Amerikanern besetzt sei. Und seiner Meinung nach würden die Amerikaner die Heiligen Städte in Saudi-Arabien, Mekka und Medina, durch ihre Anwesenheit beschmutzen und entweihen. Denn für ihn sind alle Menschen, die seinen Glauben nicht teilen, "Ungläubige", also auch die meisten Amerikaner. Und da man seiner Ansicht nach "Ungläubige" ungestraft töten darf, versucht er mit seinen Anhängern, die Amerikaner durch Terror einzuschüchtern und aus dem Land zu jagen.



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