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Atom-Unfall: Vor 20 Jahren explodierte Tschernobyl (26.04.2006)
Vor genau 20 Jahren ereignete sich eine der größten Umweltkatastrophen der Geschichte: Das Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine (ehemalige Sowjetunion) explodierte. Große Mengen radioaktiver Strahlung wurden freigesetzt. Mit den Folgen dieses Super-GAUs (ein GAU ist der Größte Anzunehmende Unfall) haben die Menschen in der Region bis heute zu kämpfen.
Eigentlich wollten die Techniker in dem Atomkraftwerk nur testen, was passiert, wenn der Strom ausfällt. Doch schon bald geriet im Block 4 des Kraftwerks alles außer Kontrolle: Der Reaktor steigerte seine Leistung um das Hundertfache und zerstörte sich selbst. Schuld waren offenbar nicht nur die Techniker, sondern auch ein Konstruktionsfehler im Reaktor.
Von der freigesetzten Strahlung waren rund 600.000 Soldaten und Feuerwehrmänner besonders betroffen. Sie mussten in den Stunden und Tagen unmittelbar nach der Explosion das radioaktive Material beseitigen und einen schützenden Betonmantel um die Unfallstelle errichten. Die Strahlung verändert das Genmaterial in menschlichen Zellen und kann Krebs verursachen. Laut einem UNO-Bericht sind bis 2002 über 2000 Kinder aus der Region an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Das wären erheblich mehr Krebsfälle als in Gebieten ohne hohe Strahlenbelastung.
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