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Irak: Was kommt nach dem Krieg?

25. April 2003 - Mit dem Sturz Saddams endet für viele Iraker eine lange Zeit der Unterdrückung. Auch ihre Religion können sie nun wieder ungehindert ausüben. Aber viele wollen die Amerikaner trotzdem schnell wieder loswerden



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Saddam Hussein ist gestürzt und das Regime, das den Irak jahrzehntelang beherrscht hat, ist zusammengebrochen. Die Befreiung von dem gewaltsamen Herrscher ist auch eine Befreiung der Religion. Denn unter der Herrschaft Husseins waren viele religiöse Gebräuche verboten. Der Irak sollte unter der Herrschaft Saddams ein säkularer Staat sein, also ein Staat, in dem die Kirchen und ihre Vertreter keine Macht ausüben sollten. Aber das konnte nicht gelingen: Denn fast alle Iraker sind religiös, und in ihrem Leben spielt die Religion eine große Rolle.


Im Islam gibt es verschiedene Richtungen

Fast alle Iraker sind Muslime, aber die Muslime glauben nicht alle dasselbe. Wie bei den Christen gibt es auch bei ihnen zahlreiche Gruppierungen. Die beiden Hauptgruppen innerhalb der Muslime im Irak sind Schiiten und Sunniten. Alle islamischen Glaubensrichtungen gehen auf den Propheten Mohammed zurück. Aber über dessen Nachfolge gibt es Streit. Die Schiiten erkennen nur die leiblichen Nachkommen Mohammeds als seine rechtmäßigen Nachfolger an. Die Sunniten sehen das nicht so eng. Aber auch für sie sind die "Imame", die Nachfolger Mohammeds, wichtige geistliche Führer.

Schiiten dürfen wieder ihren Glauben ausübenObwohl die Schiiten über die Hälfte der gesamten Bevölkerung ausmachen, hatten sie unter Saddam Hussein nichts zu sagen. Die Macht lag in den Händen der Sunniten, also einer Minderheit. Manche schiitischen Bräuche waren lange verboten. So war zum Beispiel auch die jährliche Prozession nach Kerbela 25 Jahre lang untersagt. Kerbela liegt rund hundert Kilometer südlich von Bagdad. Hier verehren die Schiiten Hussein, den Sohn des Kalifen Ali, der im Jahr 680 in der Nähe der Stadt in einer Schlacht gefallen war. Rund eine Million Schiiten haben nun wieder an diesem friedlichen Marsch teilgenommen.



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