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Irak: Kriegsende in Sicht
11. April 2003 - Bagdad ist in der Hand der Amerikaner und Briten. Aber immer noch kämpfen die Alliierten in Teilen des Landes gegen Truppen Saddam Husseins. Und wo der oberste Befehlshaber sich aufhält, weiß niemand
Drei Wochen nach Kriegsbeginn haben die Truppen der Alliierten die Hauptstadt des Irak in Besitz genommen. Dabei trafen sie nur auf geringen Widerstand. Aber noch ist der Krieg nicht ganz vorbei: In manchen Teilen des Landes wehren sich immer noch Soldaten Saddam Husseins gegen den Vormarsch der Alliierten, so zum Beispiel im Norden Iraks. Der Mann, gegen den der Krieg geführt wird, der Diktator Saddam Hussein, ist wie vom Erdboden verschwunden. Es ist nicht einmal bekannt, ob er noch am Leben ist. Aber sein Regime hat nun seine Macht verloren.
Bisher keine Massenvernichtungs- mittel gefunden
Vor dem Krieg hatten die Amerikaner behauptet, Saddam Hussein würde über sehr gefährliche Massenvernichtungsmittel verfügen. Zum Beispiel Giftgas. Bisher konnten die amerikanischen Truppen aber nichts finden. Und die Suche nach diesen Waffen kann noch lange dauern. Der Chef der UNO-Waffenkontrolleure, Hans Blix, hofft, dass die Amerikaner mehr Erfolg haben werden als er und seine Leute. Denn nun müssen irakische Wissenschaftler, die vielleicht an geheimen und verbotenen Projekten geforscht haben, nicht mehr fürchten, bestraft zu werden, wenn sie Geheimnisse verraten.
Begeisterter Empfang In Bagdad wurden die Amerikaner und Briten in manchen Stadtteilen von der Bevölkerung begeistert empfangen. Auf Presse-Fotos sieht man, wie Soldaten und Zivilisten gemeinsam Standbilder von Saddam Hussein niederreißen. Die Freude über die Befreiung ist groß, auch wenn viele nicht wissen, was sie unter der neuen Regierung erwartet. Und viele Irakis haben Familienangehörige verloren. Bislang hat der Krieg vermutlich über 1000 zivile Opfer gefordert. Genaue Zahlen kennt man im Moment noch nicht.
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