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Irak: Der Krieg der Nachrichten
26. März 2003 - Seit der Krieg gegen den Irak begonnen hat, werden wir pausenlos mit Bildern vom Schlachtfeld versorgt. Aber zeigen sie immer die Wahrheit?
"Das erste Opfer eines Krieges ist immer die Wahrheit", sagte schon vor fast hundert Jahren ein amerikanischer Politiker. Was meinte er damit?
Bilderflut
Pausenlos werden im Fernsehen Bilder und Filme aus dem Krieg im Irak gezeigt: Bombenexplosionen sind zu sehen, Raketeneinschläge, vorrückende Panzer und Soldaten, erbeutetes Kriegsgerät, manchmal auch Tote und Gefangene. Aber zeigen die Bilder die Wahrheit? Das ist schwer zu sagen, denn alle Berichte aus dem Kriegsgebiet werden mit einer bestimmten Absicht in die Öffentlichkeit gebracht: Sie dienen den Krieg führenden Ländern dazu, die eigene Bevölkerung vor den Fernsehern und die Weltöffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die eigene Sache die richtige ist und dass man gute Fortschritte macht. Solche Veröffentlichungen nennt man "Propaganda".
Mit Bildern Politik machen
Das Ziel der Propaganda im Krieg ist es, die "Moral" der eigenen Landsleute zu stärken - und die des feindlichen Landes zu schwächen. Für die Gegner ist es nämlich sehr wichtig, dass sie für ihre Aktionen Unterstützung im eigenen Land erhalten. Die Soldaten kämpfen zuverlässiger, wenn sie glauben: Mein Land und meine Leute stehen hinter mir.
Behörden bestimmen, worüber berichtet wird
In Amerika gibt es eine Behörde, die sich damit beschäftigt, die Öffentlichkeit über die amerikanische Politik zu informieren: Das "Amt für Globale Kommunikation", das direkt dem Präsidenten unterstellt ist. Außerdem hat das Verteidigungsministerium (das "Pentagon") Journalisten ausgewählt, die an der Seite der Soldaten in den Krieg ziehen durften, um von den Kampfplätzen zu berichten. Allerdings wird den Reportern vorgeschrieben, wo sie sich aufhalten dürfen und wo nicht. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass nur Informationen an die Öffentlichkeit dringen, die der amerikanischen Regierung und ihren Absichten nicht schaden.
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