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Irak: Großes Leid für kleine Menschen
10. März 2003 - Die Kinder im Irak leben schon seit vielen Jahren ein trauriges Dasein. Der bevorstehende Krieg könnte Zigtausenden von ihnen den Tod bringen. Internationale Hilfsorganisationen bereiten sich auf das Schlimmste vor
George W. Bush, der amerikanische Präsident, ist fest entschlossen, den irakischen Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Er wird voraussichtlich auch ohne die Zustimmung der Vereinten Nationen (UNO) in den Irak einmarschieren und Krieg führen.
Das Märchen vom "sauberen" Krieg
Die amerikanischen Militärs sprechen gerne von einem "sauberen" Krieg, in dem nur Soldaten getötet werden. Aber schon im letzten Krieg gegen den Irak, 1991, starben Tausende von Zivilisten, also Menschen, die mit dem Krieg eigentlich gar nichts zu tun haben. Darunter besonders viele Kinder. Denn der Irak ist ein Volk von Kindern und Jugendlichen: Etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre.
Lebensmittel sind jetzt schon knapp
Schon heute ist das Leben für Kinder im Irak keine Freude: Seit dem letzten Krieg vor zwölf Jahren herrschen in dem Land Armut und Nahrungsmangel. Über die Hälfte der Bevölkerung geht nicht einfach einkaufen, sondern bekommt vom Staat Nahrungsmittel zugewiesen. Jeder nur so viel, dass er nicht verhungern muss. Rund 240 000 Kinder sind so stark unterernährt, dass sie ständig medizinische Versorgung brauchen, damit sie nicht sterben.
Überleben ist Glückssache
Nach Angaben von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNO), stirbt schon heute jedes achte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Schulen und Krankenhäuser verfallen und es gibt nicht einmal überall sauberes Trinkwasser. Von vier Kindern im Grundschulalter besuchen nur drei eine Schule - denn viele Kinder müssen den ganzen Tag oder nach der Schule arbeiten, um die Familie mitzuernähren.
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