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Wie Kraut und Rüben
Wenn etwas "wie Kraut und Rüben" aussieht, dann ist es sehr unordentlich und chaotisch. Wir erklären euch, woher diese Redewendung stammt
Dennis kommt gut gelaunt von der Schule nach Hause und setzt sich zu seiner Mutter an den Küchentisch. "Wir haben heute keine Hausaufgaben auf", strahlt er. "Gleich treffe ich mich mit Fabian und Caro zum Basketballspielen!". Seine Mutter guckt ihn streng an. "Bevor du zum Spielen gehst, räumst du bitte erst mal dein Zimmer auf!". "Muss das sein?", mault Dennis. "Ja, das muss sein! In deinem Zimmer sieht es aus wie Kraut und Rüben!", antwortet seine Mutter bestimmend.
Mit der Redewendung "wie Kraut und Rüben" möchte Dennis' Mutter ausdrücken, dass sein Zimmer sehr unordentlich ist und dass er deswegen dringend aufräumen muss.
Vermutlich bezieht sich der Ausspruch auf das Anbauen von Kohlkraut und Kohlrüben auf dem Feld. Diese wurden früher häufig zusammen angebaut, im Gegensatz zu anderen Feldfrüchten, die säuberlich voneinander getrennt gepflanzt wurden. Möglich wäre auch der Bezug auf einen Eintopf, in dem Kraut und Rüben gemeinsam gekocht werden. Diese Redewendung gibt es übrigens schon seit dem 17. Jahrhundert.
Nach der Standpauke seiner Mutter läuft Dennis schnell in sein Zimmer und räumt auf. Dabei findet er seinen Lieblingscomic wieder, den er schon lange gesucht hat. "Also hat sich das Aufräumen doch gelohnt", denkt Dennis, während er das Comicheft in seinen Rucksack packt.
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