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Haare auf den Zähnen haben
Hat man sprichwörtlich Haare auf den Zähnen, dann kann man sich gut vor anderen behaupten. Hier erfahrt ihr, woher diese Wendung stammt
Mona hat sich heute vorgenommen, zum Basketballspielen in den Park zu gehen. Bisher hatte sie sich nicht getraut, weil in den Mannschaften sonst nur Jungs spielen. Doch heute nimmt sie allen Mut zusammen. Um kurz vor Vier trifft sie am Basketballplatz ein, wo sich auch schon eine Gruppe Jungs eingefunden hat. Kurzerhand geht Mona auf sie zu.
"Hallo", sagt sie selbstbewusst, "seid ihr auch zum Basketballspielen hier? Ich komme heute das erste Mal und wollte auch mal 'ne Runde mitspielen." Etwas verwundert schauen sich die Spieler an. Erst nach einem Moment ergreift einer von ihnen das Wort: "Aha. Meinst du denn, dass du das kannst?" "Ja, klar. Was denkst du denn? Sonst wäre ich ja nicht hier!", entgegnet Mona kurzerhand. Einer der Jungs muss lachen und sagt: "Mensch, die hat aber Haare auf den Zähnen!"
Die Redewendung "Haare auf den Zähnen haben" bedeutet, dass man sich gut behaupten kann und sehr wehrhaft ist. Diese Wendung bezieht sich dabei vor allem auf weibliche Personen.
Das Sprichwort bezieht sich darauf, dass starke Behaarung ein Zeichen großer Männlichkeit und Kraft ist, die sich sogar auf den Zähnen oder - wie es in einer anderen Wendung heißt - auf der Zunge zeigen.
Mona hat zum Glück in Wirklichkeit keine Haare auf den Zähnen. Aber ihre Selbstsicherheit hat die Basketballer schnell überzeugt. Sie durfte mitspielen und konnte sich zwischen den ganzen Jungs sehr gut behaupten. Sie hat sogar drei Körbe geworfen - und damit mehr als einige ihrer männlichen Teammitglieder!
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