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Welcher Lerntyp bist du?

Das kennt ihr sicher: Euer Lehrer wiederholt den Lehrstoff mehrere Male, und doch habt ihr irgendwie keinen Durchblick. Der Grund: Jeder lernt anders. Wir stellen euch die verschiedenen Lerntypen vor und geben Tipps, wie man den Lehrstoff besser versteht


Pia sitzt im Physikunterricht. Nicht gerade ihr Lieblingsfach, denn diese ganzen Formeln und fremden Begriffe sind nicht so ihr Ding. Pia mag den Kunstunterricht – oder Musik. Aber Physik? Ihr Lehrer wiederholt gerade seine Erklärung zu verschiedenen Energietypen. Potentielle Energie, Bewegungsenergie – Pia kann sich darunter überhaupt nichts vorstellen. Plötzlich aber springt der Lehrer auf die vorderste Tischreihe und verkündet: "Das ist potentielle Energie! Dadurch, dass ich hier oben stehe, habe ich in mir ein energetisches Potential aufgebaut!". Die ganze Klasse starrt überrascht auf die ungewohnte Szene. "Und jetzt," ruft der Lehrer, "gebe ich die Energie frei!" – und springt vom Tisch. Mit einem dumpfen Geräusch landet er auf dem Boden. Klar! Die Energie, die beim Landen auf den Boden gewirkt hat, musste erst aufgebaut werden – durch das Klettern auf den Tisch! Pia versteht, und wird dieses anschauliche Beispiel sicherlich so schnell nicht wieder vergessen.


Jeder lernt anders!

Wenn es euch so geht wie Pia, gehört ihr zu den sogenannten "motorischen Lerntypen", die Zusammenhänge am leichtesten am praktischen Beispiel verstehen. Insgesamt werden vier solcher Lerntypen unterschieden. Jeder Mensch lernt auf seine eigene Art und Weise, Pia zum Beispiel kann nichts dafür, dass sie die theoretischen Erklärungen des Lehrers kaum versteht. Wir stellen euch die verschiedenen Lerntypen vor und geben Tipps, wie ihr besser und leichter lernen könnt… Beachtet dabei bitte, dass sich die Lerntypen oft mischen! Versucht am besten, die Tipps, die für euch am besten funktionieren, zu sammeln und ebenfalls zu mischen. Ihr seid euch nicht sicher, welcher Lerntyp ihr seid? Hier findet ihr einen Psychotest dazu!


 (Foto von: disigno/ Photocase)
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Auditiver Lerntyp

Der auditive Lerntyp (von lat. "audire" = hören) kann besonders gut gehörte Informationen aufnehmen, sie behalten und wiedergeben. Dadurch fällt es ihm besonders leicht zu verstehen, was die Lehrer erklären. Zu einem Tafelbild oder einem Diagramm braucht der auditive Typ fast immer eine mündliche Erläuterung. Was er an Erklärungen hört, klingt für ihn stimmig und nachvollziehbar. Hörbüchern können auditive Lerntypen sehr gut folgen, selbst zu lesen bedeutet für sie jedoch oft eine echte Konzentrationsleistung.


Lerntipps:

Wenn ihr zum auditiven Lerntypen zählt, solltet ihr beim Lernen einmal folgende Tipps probieren:

- Was ihr im Stillen lest, bleibt bei euch nicht so gut hängen. Lest euch deshalb Texte selbst laut vor! Beim Lernen von Vokabeln ergeben sich bei auditiven Lerntypen oft durch die Aussprache Eselsbrücken.

- Mündliche Aufgaben werden euch liegen. Versucht doch einmal, eure Hausaufgaben in eine Art Vortrag zu fassen! Den könnt ihr dann vor dem Spiegel oder euren Eltern halten und hört selbst, wo ihr vielleicht einen Fehler gemacht habt.

- Vielen auditiven Lerntypen hilft es, Selbstgespräche beim Lernen zu führen. Das geht vom Erklären einer Aufgabe bis zum trällern eines ausgedachten Liedes zum Lernstoff.

- Habt ihr noch einen Kassettenrekorder? Oder ein Mikrofon am Computer? Dann nehmt doch einmal eine eigene Lernkassette oder –mp3 auf! So könnt ihr euch ein Thema selbst erklären!

- Achtet beim Lernen immer auf eine angenehme Geräuschkulisse. Auditive Lerntypen sind sehr anfällig für störende Geräusche. Sorgt am Besten für Ruhe und lasst die Musik beim Lernen aus. Auch diese kann euch leicht ablenken!



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