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Erfinder aufgepasst!

Die Welt ist voller Erfindungen: Autos, Flugzeuge, Computer, Radio, Fernsehen, Uhren, Staubsauger, Fön, Zahnpasta, Antibiotika … Die Liste nimmt kein Ende und noch immer gibt es Neues, was gedacht, entdeckt und erfunden werden kann! Habt ihr Ideen, die ihr der Welt präsentieren wollt? GEOlino.de stellt euch Erfinderwettbewerbe für junge Nachwuchsforscher und ausgezeichnete Projekte vor. Außerdem erfahrt ihr, wie und womit man eine Erfindung schützt


In jedem von euch steckt ein Erfinder! (Foto von: Brand New Images/The Image Bank/Getty Images)
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In jedem von euch steckt ein Erfinder!

Um etwas wirklich bahnbrechend Neues zu entwickeln, sind in der Regel viele kleine Entdeckungen nötig. So mussten beispielsweise vor dem Auto zunächst das Rad und der Motor erfunden sein. Am Anfang einer Erfindung steht immer eine Vision: Wie etwa könnte man sich mühselige statische Berechnungen ersparen? Mit einer Maschine wie sie unter anderem der gelernte Bauingenieur Konrad Zuse 1941 erfand - nämlich den (ersten programmierbaren) Computer! Basteln, Tüfteln, Knobeln, Lesen, Messen, Zeichnen. Ideen sammeln, wiederverwerfen, neue Ideen entwickeln. Neben einem guten Vorstellungsvermögen, Neugierde und Interesse für bestimmte Zusammenhänge, benötigen Erfinder vor allem eines: Durchhaltevermögen!

Ob allein oder in einer Gruppe von Wissbegierigen, wir stellen euch Erfinderwettbewerbe vor, die sich speziell an junge Nachwuchsforscher richten:


Erfinderwettbewerbe in der Übersicht

"Schüler experimentieren" - Wettbewerb "Jugend forscht" für Schüler

Der wohl bekanntest Erfinderwettbewerb ist "Jugend forscht". Für Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahren gibt es die Sparte "Schüler experimentieren". Für die Bereiche Naturwissenschaften, Mathematik und Technik habt ihr freie Themenwahl. Wichtig ist, dass ihr euer Thema einem der sieben vorgegebenen Fachgebiete wie zum Beispiel Chemie oder Geo- und Raumwissenschaften zuordnen könnt. Herausragend war 2010 unter anderem das Projekt dreier Schüler des Tannenbusch-Gymnasiums in Bonn. Die Achtklässler entwickelten ein Verfahren, um Videoclips in 3D herzustellen. Dafür benötigten die Schüler lediglich eine Kamera, einen Beamer und einen Spiegel, die speziell angeordnet werden. Diese Filme, die auf eine besondere Leinwand projiziert werden, können dann mit einer speziellen Brille (Polarisationsbrille) angesehen werden. Für ihr Konzept der "Low-cost 3D Filme" erhielten die Schüler den 1. Platz.


Altersgrenze:
Bis 14 Jahren (Alter zum Zeitpunkt des Anmeldeschlusses)

Anmeldeschluss für den aktuellen Wettbewerb:
30. November 2011

Wichtiger Hinweis:
Für die Anmeldung müsst ihr euer Projekt erst einmal nur kurz erläutern. Später solltet ihr dann ausführlicher wissen, um welche Forschungsfrage oder Aufgabenstellung es euch geht. Dann müsst ihr dokumentieren, wie ihr vorgegangen seid, welche Materialien, Methoden, aber auch Bücher ihr verwendet habt, um Ergebnisse zu gewinnen und natürlich was ihr tatsächlich herausgefunden habt.

Wenn ihr ein Projekt in einer Gruppe (bis zu maximal drei Personen) einreicht, ist das Alter des ältesten Teilnehmers ausschlaggebend dafür, ob ihr noch in die Sparte "Schüler experimentiert" fallt oder schon zu "Jugend forscht" zählt (wenn z.B. ein 15-Jähriger dabei ist). In der Regel findet "Schüler experimentiert" auf Regional- oder zum Teil auch auf Landesebene statt. Bei besonders herausragenden Projekten kann es vorkommen, dass Projekte in die Sparte "Jugend forscht" hochgestuft werden.

Ausführliche Informationen zu Teilnahmebedingungen und Ablauf des Wettbewerbs findet ihr unter:
www.jugend-forscht.de


"i hoch 3"

Bei dem Wettbewerb "i hoch 3" geht es um Erfindungen, die innovativ und zudem markttauglich und tatsächlich brauchbar sind. Das klingt extrem anspruchsvoll, ist aber keinesfalls unmöglich. Als Beweis und um euch eine Anregungen zu liefern, hier ein Beispiel für eine Erfindung von Kindern, die 2009 den 1. Platz belegte: Und zwar mit kühlenden Manschetten für Tournierpferde, die es so zuvor nicht gab. Diese Manschetten nutzen die Verdunstungskälte der erhitzten Tiere. Erdacht wurde die "Adiabate Kühlung" von Kindern des Erfinderclubs "collegium inventor" in Bad Münstereifel.


Altersgrenze:
Teilnehmer bis 13 Jahren zählen in die Kategorie Kinder; ab 14 Jahren zu den Jugendlichen

Anmeldeschluss:
Momentan ohne Angabe

Wichtiger Hinweis:
Für die Teilnahme müsst ihr Mitglied in einem der Erfinderclubs von SIGNO sein. SIGNO steht für "Schutz von Ideen für die gewerbliche Nutzung" und ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. In so einem Erfinderclub könnt ihr euch mit anderen jungen wie auch erfahrenen Tüftlern austauschen, Tipps bekommen und an gemeinsamen Projekten arbeiten. Wo es in eurer Nähe einen Erfinderclub gibt, seht ihr hier: http://www.signo-deutschland.de/erfinder/content/e4154/index_ger.html

Zur Bewerbung gehört unter anderem, dass ihr eure Erfindung in einer schriftlichen Ausarbeitung samt Fotos und Zeichnungen vorstellt.

Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und zum Ablauf des Wettbewerbs gibt es hier:
http://www.signo-deutschland.de/erfinder/content/aktionen/i_hoch_3/2010/index_ger.html


Gute Ideen müssen geschützt werden!

Ist die Arbeit vollbracht, Experimente geglückt, eine Idee verwirklicht, etwas Neues erdacht, dann gilt es diese zu schützen! Das macht man durch Anmeldung eines Patents. Ein Patent ist ein gewerbliches Schutzrecht auf eine technische Erfindung. Ob eine Erfindung tatsächlich patentierwürdig ist, entscheidet das Patentamt. Mit der Ausstellung des Patents sichert der Staat dem Erfinder die alleinigen Nutzungsrechte, für einen bestimmten Zeitraum, von bis zu 20 Jahren, zu. Nach Ablauf kann der Schutz erneuert werden.

Die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland lag in den letzten Jahren relativ konstant zwischen etwa 59 000 und 60 000 Anmeldungen. Die Anmeldung für ein Patent ist mit Kosten verbunden. Sollte euch oder euren Eltern eine Idee eine Investition wert sein, sollte ihr bedenken, dass ihr das Patent rechtzeitig beantragt. Wenn ihr eure Idee zum Beispiel bei einem Wettbewerb wie "Jugend forscht" präsentiert, gilt sie bereits als veröffentlicht. Wichtig ist es also, die Patentanmeldung vorher einzureichen!


Der Treffpunkt für Erfinder – die Erfindermesse IENA

Eine Möglichkeit eure Erfindungen zu präsentieren, ist die Erfindermesse IENA, die jedes Jahr in Nürnberg stattfindet. Ein Besuch lohnt sich auch für alle, die an Ideen der Zukunft und neuen Entwicklungen interessiert sind. Mehr Infos zur IENA bekommt ihr unter: http://www.iena.de/


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