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Beruf: Geologe
Geologen können in Steinen lesen. Ihnen erzählen die Felsen, wie die Welt vor vielen Millionen Jahren ausgesehen hat. Geolino.de wollte wissen, was genau Geologen eigentlich machen. Und hat einen von ihnen durch die bolivianischen Anden begleitet
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Berge, Staub und Steine!
Es ist zwar noch taghell, aber Joachim Müller weiß, dass er sich beeilen muss. Der 20 Kilogramm schwere Rucksack drückt auf seine Schultern. Geologenhammer, Fotoapparat und Kartenmaterial baumeln an seiner Hüfte. Zwei Tage ist er schon alleine in dieser unwirtlichen Gegend des Anden-Hochlands unterwegs. Keine Wiese, keine Bäume, kein Haus, keine Straße - nur Berge, Staub und Steine!
Die Hitze des Tages und der lange Fußmarsch haben ihn ausgelaugt. Müde schaut er von einem Gebirgskamm ins über tausend Meter tiefere Andental. Dorthin muß er in den nächsten anderthalb Stunden abgestiegen sein. Denn dann wird es stockdunkel im Gebirge. Und Müller hätte keine Chance, seinen Gefährten Mario zu treffen, der ihn mit dem Jeep abholen und ins Camp fahren soll.
Joachim Müller ist 32 Jahre und Geowissenschaftler der Freien Universität Berlin. Forscher wie er untersuchen unsere Erde. Sie erkunden viele Naturphänomene wie zum Beispiel Vulkane, Erdverschiebungen oder die Klima-Entwicklung. Und das überall auf dem Globus: in der Sahara, in der Antarktis - oder wie hier in den Anden Südamerikas. Vieles haben die Geologen schon enträtselt, vieles ist noch unentdeckt: zum Beispiel wie man Erdbeben vorhersagen kann, damit sich die Menschen rechtzeitig in Sicherheit bringen können.
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