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Wie Angst uns rettet
Niemand mag Angst haben. Doch mitunter rettet sie uns vor einem Verhängnis. Denn Angst ist die Alarmanlage in unserem Körper.
Hoffentlich fällt der nicht runter! Dem Mann auf der Liege ist ganz schön mulmig zumute. Sein Herz - BONGBONGBONG! - wummert wie verrückt; er schwitzt, atmet schneller und guckt misstrauisch nach oben. Kein Wunder: Über seiner Brust baumelt ein riesiger Granitblock; schwer genug, um ein Nashorn zu zermalmen! Und der hängt nur an zwei dünnen Seilen!
Der Angst-Versuch im Universum Science Center in Bremen ist schon bedrückend, aber das soll ja auch so sein: Denn hier wird die Angst "gemessen". Wer unter dem Stein liegt, der kann sich an der Hand Sensoren befestigen lassen, die den Herzschlag und die Schweißproduktion ermitteln. Aus den Daten wird auf Papier eine Angstkurve gezeichnet, sodass man sein eigenes Bibbern ansehen kann. Gefährlich ist das Experiment nicht: Experten haben natürlich vorher berechnet, dass die Seile den Stein locker halten können.
Angst schützt
Angst ist schon ein zwiespältiges Gefühl: Einerseits ist es unangenehm, manchmal sogar schrecklich - aber genau dadurch bewahrt es uns vor vielen Gefahren! Stellt euch vor, ihr stündet vor einem Hund, der wütend die Zähne fletscht. Würdet ihr den streicheln? Wohl kaum. Denn sofort würde die Furcht das Kommando übernehmen und euch warnen: Der beißt! Hände weg! Diese Alarmanlage ist so wirkungsvoll, dass sich ziemlich viele Tiere den gleichen Schutzmechanismus zugelegt haben.
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