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Mai 1945: Kriegsende in Deutschland
Mit der Niederlage der Wehrmacht endete vor 60 Jahren der Zweite Weltkrieg in Deutschland. Lest hier, was man über dieses historische Datum wissen sollte
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Am 8. Mai 1945 unterschrieben die Chefs der deutschen Wehrmacht in Berlin die Kapitulationsurkunde. Der Zweite Weltkrieg, der mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begonnen hatte, war zu Ende. Die verbündeten Streitkräfte der Amerikaner, Briten und Russen (die "Alliierten") hatten das "Dritte Reich" der Nationalsozialisten ("Nazis") besiegt. Das befreite Europa jubelte. In Deutschland hingegen litten die Bürger, die "Zivilisten", in den völlig zerbombten Städten an den Folgen des selbstverschuldeten Unglücks.
Dem "Führer" ist sein Volk egal
Adolf Hitler, der Oberbefehlshaber und "Führer" der Deutschen seit 1933, hatte am 30. April 1945 im Bunker seiner Berliner "Reichskanzlei" Selbstmord begangen. Noch kurz zuvor sagte er einem Vertrauten: "Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das deutsche Volk verloren sein. Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das deutsche Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil, es ist besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das deutsche Volk hat sich als das schwächere erwiesen, und dem stärkeren Ostvolk gehört die Zukunft. Was nach diesem Kampf übrig bleibt, sind ohnehin nur die Minderwertigen, denn die Guten sind gefallen."
"Blitzkriege" berauschen die Deutschen
In solchen Sätzen verriet der "größte Feldherr aller Zeiten" seine wahre Gesinnung. Ihm war das Schicksal "seines" Volkes völlig egal. Hitler wollte seit seiner Machtübernahme 1933 immer nur den Krieg: zum einen, um "neuen Lebensraum im Osten" zu erobern; zum anderen, um die angeblich "minderwertigen" Menschen, vor allem in Polen und Russland, auszurotten. Bis zuletzt waren die Deutschen ihm auf diesem Weg des Terrors und Schreckens gefolgt. Sie jubelten, nachdem die Wehrmacht in so genannten "Blitzkriegen" zwischen 1939 und 1940 zuerst Polen, dann Dänemark, Norwegen, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich erobert hatte.
Der Terror gegen die Juden stört kaum einen
Damals schien es, als könnte keine Macht der Welt den Vormarsch stoppen. Die Deutschen fühlten sich unbesiegbar, feierten Hitler als den "größten Feldherren aller Zeiten" - und ließen es geschehen, dass jüdische Mitbürger und politische Gegner massenweise in Konzentrationslager verschleppt, dort misshandelt und häufig sogar ermordet wurden. Viele Deutsche profitierten davon unmittelbar: Sie konnten Fabriken, Privathäuser und Nachlässe verhafteter, ermordeter oder ausgewanderter Juden für Schnäppchenpreise erwerben.
Einer leistet dem "Führer" Widerstand
Einen ersten Dämpfer erhielt die Kriegsbegeisterung mit dem Scheitern der Eroberung Großbritanniens. Ursprünglich hatte sich Hitler gewünscht, dass die Briten seinen Feldzügen auf dem Kontinent tatenlos zusehen. Dafür wollte er sie seinerseits verschonen. Doch der 1940 neu gewählte britische Premierminister Winston Churchill (1874-1965) weigerte sich, mit dem Diktator gemeinsame Sache zu machen. Daraufhin ließ Hitler die Eroberung von See vorbereiten.
Erste Niederlage über England
Zu diesem Zweck sollte die deutsche Luftwaffe die wichtigsten britischen Städte sturmreif bomben. Doch der Plan ging nicht auf: Die Briten leisteten erbitterten Widerstand, und nachdem die deutsche Luftwaffe 2265 Kriegsflugzeuge verloren hatte, gab Hitler die "Operation Seelöwe" auf, die Eroberung der britischen Insel. Stattdessen schlug er am 22. Juni 1941 gegen die damalige Sowjetunion los, das heutige Russland ("Unternehmen Barbarossa").
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