GEOlino Nr. 02/01 - Große Dino-Serie - Im Reich der Urzeit-Riesen Seite 1 von 3

Blut

Ganze Armeen tummeln sich im Blut, die den Körper gegen Bakterien und Viren schützen. Aber die rote Flüssigkeit versorgt uns auch mit Sauerstoff, Nahrung, Wärme - und repariert Schäden im Handumdrehen.


Wusch! Jede Minute rast das Blut 
einmal durch den Blutkreislauf
- unser Leben lang (Foto von: Martin Baltscheit)
© Martin Baltscheit
Wusch! Jede Minute rast das Blut einmal durch den Blutkreislauf - unser Leben lang

Oh, nein! Wenn die kleine Bakterie könnte, würde sie wahrscheinlich laut "Hilfeee!" rufen. Ihre Lage ist wirklich schlimm: Eben sauste sie noch quietschlebendig durch das Blut und war dabei, den Körper mit einer Krankheit anzustecken. Doch dann wurde sie von Wächtern entdeckt, die sofort Alarm schlugen: "Achtung! Ein Eindringling!"

Das war das Todesurteil. Eine riesige Fresszelle schwimmt heran. Mit eisernem Griff packt sie die Bakterie - und verschlingt sie. Ganz schön grausig! Aber auch typisch: Wohl an keinem Ort im Körper geht es so aufregend zu wie in unseren Blutbahnen. Bis zu 100 000 Kilometer sind unsere großen und kleinen Adern im Durchschnitt lang.


Tummelplatz der Minimonster: Eindringlinge wie Bakterien (grün)
werden im Blut von Abwehrzellen geentert und aufgefressen (Foto von: Martin Baltscheit)
© Martin Baltscheit
Tummelplatz der Minimonster: Eindringlinge wie Bakterien (grün) werden im Blut von Abwehrzellen geentert und aufgefressen

Und es wimmelt darin wie in einer Großstadt: Laufburschen beliefern Organe und Muskeln mit Sauerstoff. Spezialisten räumen Gifte weg oder reparieren Schäden. Wärter jagen Bösewichte. Ja, sogar Wärme und Nahrung transportiert das Blut bis in die entlegenste Zehe. Ohne die rote Flüssigkeit würde unser Körper in kürzester Zeit schlappmachen.


Missglückt: Im Jahr 1671 versuchten
Ärzte, einen Kranken mit Hundeblut
zu heilen. Mensch und Hund überstanden das nicht (Foto von: Martin Baltscheit)
© Martin Baltscheit
Missglückt: Im Jahr 1671 versuchten Ärzte, einen Kranken mit Hundeblut zu heilen. Mensch und Hund überstanden das nicht

Wir sind auch blaublütig

Apropos rot: Seine Farbe bekommt das Blut von den roten Blutkörperchen. Die sehen aus wie kleine runde Kissen mit einer Delle und gehören zu den fleißigsten Transporteuren im Körper: Sie schleppen Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen.

Dort schnappen sie sich Kohlendioxid und flitzen damit zur Lunge zurück, aus der ihr das Gas ausatmet. Auf dem Rückweg müssten die Blutkörperchen eigentlich ihren Namen ändern: Wenn sie Kohlendioxid geladen haben, schimmern sie nämlich nicht rot, sondern eher bläulich. Das könnt ihr zum Beispiel an den Adern auf eurem Handrücken beobachten.



Seite 1 von 3
 
1 - 2 - 3



Druckansicht Artikel versenden Deine Meinung Kontakt Sitemap