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Unicef verleiht Oscar für Kinderrechte
Was können wir für Kinder tun, denen es schlechter geht als uns? 250 Kinder, Klassen, Schulen haben eine Antwort gefunden. Und die besten Projekte hat Unicef mit einem Oscar ausgezeichnet
Kinder haben Rechte. Fast überall auf der Welt. Denn im Jahr 1989 beschlossen die Vereinten Nationen (UNO) die 54 Menschenrechte der Kinder. Seither hat jeder Mensch von 0 bis 18 zum Beispiel Anspruch auf Gesundheit, Bildung und freie Meinungsäußerung. Lieder sieht die Wirklichkeit oft noch anders aus.
Um die Kinder-Menschenrechte bekannt zu machen und durchzusetzen, hat Unicef den Kinder-Oscar erfunden. In diesem Jahr fand der Wettbewerb um den Preis zum ersten Mal statt. Über 3000 Kinder aus ganz Deutschland nahmen daran teil.
Sabine Christiansen überreichte den Preis
Bei der Preisverleihung in Frankfurt mit Sabine Christiansen ging es zwar etwas bescheidener zu als in Hollywood. Aber es ging hier auch nicht um Dollar-Millionen, sondern um Engagement. Gute Ideen waren gefragt, wie Kinder anderen Kindern in aller Welt helfen können. Und das zu den beiden Themen "Kinderhandel" und "Schule anderswo".

Selbst gemachte Afrika-Zeitung
Am besten überzeugte die Jury das Projekt von zwölf Schülerinnen und Schülern des Förderzentrums Hersbruck: Die hatten sich überlegt, eine Zeitung herzustellen, in der sie über die schwierige Situation vieler Kinder in Afrika berichten. Die Zeitung haben sie komplett selbst geschrieben, gedruckt und verkauft - und damit noch 34 Euro verdient. Die spendeten sie für ein Schulprojekt in Äthiopien.
Das ist natürlich für einen Oscar-Preisträger nicht viel. Der dritte Teil vom "Herrn der Ringe" hat schließlich fast eine Milliarde Euro eingespielt: Für diese Summe könnte man in Afrika gleich mehrere Schulen bauen und Lehrer bezahlen. Aber es ging ja nicht ums Geld, sondern um die Idee und wie die Schüler sie verwirklicht haben. Und das fanden die Preisrichter super.
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