GEOlino.de - Nasca - rätselhafte Spuren im Sand Seite 2 von 2

Lesen im Sand

In den Funden einer Ausgrabung können Archäologen "lesen", wie wir in einem Buch. Sie vergleichen die Fundstücke mit solchen von anderen Fundorten, interpretieren Wandgemälde und Keramikverzierungen, bestimmen mit chemischen und physikalischen Methoden das Alter der Fundstücke und der Knochenreste. So entsteht das Bild einer uralten Kultur, von der bisher kaum etwas bekannt war. So entstand auch die neueste und wahrscheinlichste Theorie über die Geoglyphen von Nasca.

Die Nasca lebten in der fruchtbaren Region um den Strom des Rio Grande. Mais, Kürbis, Bohnen und Maniok bauten die Nasca-Bauern an. Lamas, Meerschweinchen, Fische und Muscheln brachten Abwechslung in den Speiseplan. So konnten sie in der sonst trockenen und öden Wüste überleben.


Tierfiguren wie dieser Kolibri sind 90 bis 180 Meter lang. Es existieren auch Geoglyphen, die sich über mehrere Kilometer erstrecken (Foto von: Rainer Drexel/Bilderberg)
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Tierfiguren wie dieser Kolibri sind 90 bis 180 Meter lang. Es existieren auch Geoglyphen, die sich über mehrere Kilometer erstrecken

Flucht vor dem Regen

Irgendwann verließen die Nasca aber ihre fruchtbare Heimat fluchtartig, packten alles, was nicht niet- und nagelfest war, zusammen und verließen die Hochebene. Nur warum ist noch nicht sicher. Die Forscher glauben, dass es damals sintflutartige Regenfälle auf der Hochebene gab, die die Nasca - Kultur sozusagen weggeschwemmt haben.

Gnadenlose Götter?Und die Geoglyphen? Die Forscher des deutschen Teams glauben inzwischen, dass sie der Besänftigung der Götter dienten, zum Schutz vor Naturgewalten. Sollte das wahr sein, waren sie nicht sehr erfolgreich. Denn die Kultur der Nasca ist nach ihrer Blütezeit wie vom Erdboden verschwunden.



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