GEOlino Nr. 04/02 - Affenbande! Im Reich der wilden Urwaldtrolle Seite 1 von 1


Text von Martin Verg

Verdammt süße Rezepte

Echt geschmackvoll: Ob Zuckerstange oder Karamellschnecke - hier zeigen wir euch, wie ihr die leckersten Lutscher ganz einfach selber machen könnt


 (Foto von: Tina Ahrens)
© Tina Ahrens
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Backpapierformen

Für alle Rezepte braucht ihr Formen. Dazu schneidet ihr ein etwa 30 mal 30 Zentimeter großes Stück Backpapier aus und faltet dessen vier Seiten so nach innen, dass in der Mitte ein etwa 20 mal 20 Zentimeter großes Quadrat bleibt. Dann steckt ihr die Seitenteile ineinander und befestigt sie mit einem Hefter, wie ihr es auf dem Bild seht.


Rezept: Kokos-Schoko-Schnecken

Achtung, Plombenzieher-Alarm! Diese zähen Karamellbonbons kleben ordentlich an den Zähnen. Immerhin: So hat man lange was von ihrem guten Geschmack.


Ihr braucht für die Kokos-Schoko-Schnecken:

- 250 g Zucker
- 250 g Glukosesirup
- 250 g Sahne
- 50 g Butter
- 1 Prise Salz
- 4 EL Kokosflocken
- 2 EL Kakaopulver


Zubereitung der Kokos-Schoko-Schnecken:

1: In einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze bräunt ihr die Kokosflocken. Nehmt den Topf dann vom Herd.

2: In einem zweiten, größeren Topf erhitzt ihr den Zucker mit Sirup, Sahne, Butter und Salz langsam - bis sich alle Kristalle aufgelöst haben. Dann verstärkt ihr die Hitze und kocht das Ganze bis auf 120 Grad hoch. Achtung: Umrühren nicht vergessen, sonst brennt euch die Mischung leicht an!


 (Foto von: Tina Ahrens)
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3: Die Hälfte der heißen Masse kippt ihr nun zu den Kokosflocken. In den Rest rührt ihr das Kakaopulver. In eine Backpapierform gießt ihr erst die Kokosmasse.

Lasst diese kurz abkühlen, bevor ihr als zweite Lage die Kakaolösung daraufkippt.


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4: Wenn der Karamell abgekühlt ist, formt ihr eine Rolle daraus. Die dreht ihr immer weiter, bis eine etwa 50 Zentimeter lange Wurst entstanden ist. Mit dem gut geölten Messer schneidet ihr nun dünne Scheiben davon ab.

Diese leckeren Schnecken könnt ihr entweder gleich essen - oder kühl lagern und so, dass sie nicht aneinander kleben.


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Rezept: Scharfe Zimtkissen

Harte Schale, scharfer Kern! Was daherkommt wie harmlose Schokobonbons, gibt sein Geheimnis erst beim Kauen preis: Chili und Zimt sorgen für die besondere Würze.


Zutaten für eure Zimtkissen:

- 250 g Zucker
- 350 g Glukosesirup
- 50 g Butter
- 250 ml Milch
- 1 EL Zimt
- 1 Prise Salz
- 1 klein geschnittene Chilischote
- 100 g Zartbitter-Kuvertüre


Zubereitung der Zimtkissen:


 (Foto von: Tina Ahrens)
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1: Alle Zutaten - bis auf die Kuvertüre - gebt ihr in einen großen Topf und erhitzt sie langsam auf dem Herd. Sobald sich sämtliche Zuckerkristalle aufgelöst haben, verstärkt ihr die Hitze.

Dabei immer gut umrühren! Zeigt das Thermometer 120 Grad, nehmt ihr den Topf vom Herd und gießt seinen Inhalt in eine Backpapierform.


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2: Nach spätestens einer Stunde ist die Masse erkaltet. Dann zerschneidet ihr sie mit dem Messer in etwa zwei mal zwei Zentimeter große Quadrate.

Die legt ihr nun einzeln auf einem großen Bogen Backpapier aus.


 (Foto von: Tina Ahrens)
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3: Bereitet die Kuvertüre, wie auf der Packung angegeben. Dann gebt ihr auf jedes Karamellstück etwa einen halben Teelöffel der flüssigen Schokolade und verstreicht sie gleichmäßig.

Dieser braune Mantel ist übrigens nicht nur Geschmackssache, er dient auch der Form: Ohne Schokostütze würden die zähen Zimtkissen langsam, aber sicher immer flacher und breiter. Fertig!


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Rezept: Schokoladen-Fudge

Schon komisch. Fudge (gesprochen "fadsch") besteht aus - fast - den gleichen Zutaten wie andere Karamell-Leckereien. Und trotzdem merkt ihr es spätestens im Mund: Das ist etwas viel Feineres!


Ihr braucht:

- 500 g Zucker
- 200 g Zartbitterschokolade
- 50 g Butter
- 250 ml Milch
- 1 Tütchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz


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Zubereitung:


1: Stellt einen Becher in einen kleinen Topf mit Wasser. In den Becher bröselt ihr die Schokolade. Das Ganze erhitzt ihr, bis die Schokolade geschmolzen ist. Dann dreht ihr den Herd auf die niedrigste Stufe und rührt den Vanillezucker in die braune Masse.

Achtung: Es darf kein Wasser in die Schokolade tropfen!


2: In einem großen Topf löst ihr bei mittlerer Hitze den Zucker in der Milch auf. Dann gebt ihr die Butter dazu. Dieses Gemisch erhitzt ihr unter ständigem Rühren bis auf 112 Grad.

3: Ist die Temperatur erreicht, nehmt ihr den Topf vom Herd und stellt ihn in das mit kaltem Wasser gefüllte Spülbecken. Mit dem Schneebesen schlagt ihr die Zuckermasse cremig, gebt dann die flüssige Schokolade hinzu und rührt noch etwas weiter.

4: Jetzt gießt ihr das Gemisch in die Backpapierform und lasst es erkalten. Nach etwa einer Stunde könnt ihr es in zwei mal zwei Zentimeter große Quadrate zerschneiden - und vernaschen, bis euch schlecht wird.


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Rezept: Pfefferminz-Bonbons

Ihr kennt das Problem: Hustenbonbons gibt's nur bei Husten? Dann macht euch halt selber welche. Giftgrün, ober-lecker - und garantiert besser als gekaufte!


Ihr braucht:

- 300 g Zucker
- 150 g Glukosesirup
- 100 ml Wasser
- 1 Esslöffel Pfefferminzöl
- grüne Lebensmittelfarbe


 (Foto von: Tina Ahrens)
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1: Gebt Zucker, Sirup und Wasser in einen großen Topf und erhitzt das Gemisch langsam und unter ständigem Rühren, bis sich die Zuckerkristalle gelöst haben.

Dann dreht ihr den Herd voll auf und lasst die Mischung ordentlich kochen - bis sie 143 Grad erreicht hat.

2: Nehmt den Topf von der Herdplatte, rührt das Pfefferminzöl und ein paar Spritzer Farbe unter. Gießt anschließend den heißen Brei vorsichtig in eine Backpapierform.


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3: Nach etwa zehn Minuten müsst ihr mit dem geölten Messer ein Gittermuster in die mittlerweile etwas kühlere und zähe Masse schneiden, sodass etwa 1,5 mal 1,5 Zentimeter große Quadrate entstehen.

Sobald der grüne Block erkaltet ist, könnt ihr ihn entlang dieser Bruchstellen in mundgerechte Bonbons teilen.


Rezept: Glukosesirup

Für die meisten Bonbonrezepte braucht ihr leider Glukosesirup. Leider, weil man den nicht einfach kaufen kann. Es gibt ihn aber in jeder Konditorei - wenn ihr nett fragt. Außerdem klebt dieser zähe Brei wie Asphalt an heißen Sommertagen. Flüssiger und dadurch leichter zu verarbeiten wird Glukosesirup, wenn man ihn vorher in einem Extra-Topf erwärmt.


 (Foto von: Tina Ahrens)
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Rezept: Zuckerstangen

Zugegeben, diese bunten Stäbe sehen eher aus wie Baumwurzeln - aber welche aus dem Schlaraffenland. Achtung: Für dieses Rezept braucht ihr zwei Backpapierformen! Und möglichst jemanden, der euch am Ende hilft...


Zutaten:

- 300 g Zucker
- 150 g Glukosesirup
- 100 ml Wasser
- 1 EL Vitamin-C-Pulver
- 1 Fläschchen Zitronenaroma
- rote Lebensmittelfarbe


 (Foto von: Tina Ahrens)
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Zubereitung der Zuckerstangen:

1: In einem großen Topf erhitzt ihr Zucker, Sirup und Wasser langsam. Rührt das Ganze ordentlich um, bis es zu kochen anfängt und sich alle Zuckerkristalle aufgelöst haben. Bei größter Hitze bringt ihr das Gemisch dann auf 143 Grad.


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2: Rührt schnell das Aroma und das Vitamin-C-Pulver unter. Dann gießt ihr die Hälfte der Mischung in eine der Backpapierformen.

In die verbleibende Hälfte gebt ihr nun noch so viel rote Farbe, bis ihr mit dem Ton zufrieden seid. Dann kippt ihr die Masse in die zweite Form.


3: Jetzt wird es schwierig: Schon nach wenigen Minuten sind die beiden Zuckerplatten so abgekühlt, dass ihr sie anfassen könnt. Formt aus jeder mehrere dünne, lange Würste.

Dann nehmt ihr je eine rote und eine farblose und dreht die umeinander. Weil die dünnen Zuckerwürste sehr schnell so hart werden, dass sie sich nicht mehr verdrehen lassen, ist hier ein Mitstreiter hilfreich: So kriegt ihr in derselben Zeit doppelt so viele Stangen gedreht.




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