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Buch-Tipps

Text von Lena Ullrich

Bücher: "Einmal" von Morris Gleitzman

Felix sucht seine Eltern: "Bevor Adolf Hitlers Nazis sie umbringen". Autor Morris Gleitzman hat mit dem Roman "Einmal" eine einfühlsame Geschichte über die deutsche Besatzung in Polen aus Sicht eines kleinen Jungen geschrieben


Einmal rettete Felix ein kleines Mädchen aus dem Feuer. "Was nicht hätte sein dürfen". Einmal versteckte sich Felix mit sieben anderen Kindern in einem Keller. "Was nicht hätte sein dürfen". Einmal lag Felix tränenüberströmt auf der Straße, weil überall Nazis waren. "Was nicht hätte sein dürfen". - Davor gab es eine Zeit, da liebte Felix Geschichten. Jetzt hasst er sie.


Der neunjährige Felix hat gelernt, der bitteren Wahrheit ins Auge zu blicken. Eine Wahrheit, die er jedoch nicht versteht. Nur soviel ist klar: "Es läuft eine Verbrecherbande durchs Land und verbrennt jüdische Bücher". Sie kommen eines Tages auch in das katholische Waisenhaus in den Bergen, wo sich Felix seit drei Jahren und acht Monaten versteckt hält. Seine Eltern - polnisch jüdische Buchhändler – haben ihm erklärt, dass sie währenddessen ihre Geschäfte in Ordnung bringen müssen. Niemand darf wissen, dass sie überhaupt noch leben.

Besonders nicht die Nazis in deutschen Uniformen, die kommen und die Nonnen im Waisenhaus zum weinen bringen.


Einmal reicht es Felix

Bislang hat Felix einfach nur gewartet und sich die trostlose Zeit mit Geschichten über die abenteuerlichen Reisen seiner Eltern verkürzt.


 (Foto von: Carlsen)
© Carlsen

Zum Beispiel "wie Mama und Papa die Grenze nach Deutschland überquerten und riesige Stapel wirklich guter Bücher fanden, die dort nur wackelige Tische stützten".

Oder "wie Papa gegen einen wilden Eber kämpfte, der Autoren fraß". Doch jetzt heißt es handeln: Felix ist entschlossen zu dem Buchladen seiner Eltern in der Stadt zu laufen und die jüdischen Bücher zu verstecken, bevor sie der Verbrecherbande in die Hände fallen.

Doch was ihn in der Stadt erwartet, lässt Felix daran zweifeln, ob die Nazis wirklich nur jüdische Bücher hassen: Die Häuser seiner Nachbarn stehen leer, auf den Straßen fahren Kolonnen von Transportern mit jüdischen Gefangenen.

Einmal wird Felix sogar fast von einer Kugel getroffen. Als der Junge begreift, dass die Nazis auch sein Leben bedrohen, ist es fast schon zu spät...



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Schlagwörter zu "Bücher: "Einmal" von Morris Gleitzman"

Bücher, Buchtipps, Lesen, Einmal, Morris Gleitzman, NS-Deutschland, Nationalsozialismus, Judenverfolgung

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