Hauptspalte:
Woher kommt der Bumerang?
Der älteste bekannte Bumerang stammt aus Polen. Die Waffe aus dem Stoßzahn eines Mammuts soll 23 000 Jahre alt sein. Doch auch die alten Ägypter, die Indianer und die australischen Aborigines schleuderten in späteren Jahrtausenden gekrümmte Wurfhölzer auf ihre Feinde und ahnungslose Beutetiere. Sie hatten festgestellt: Gegenstände fliegen besser, wenn sie sich dabei um die eigene Achse drehen. Das stabilisiert ihre Flugbahn. Aus diesen Ur-Waffen entwickelte sich in Australien der Bumerang, wie wir ihn kennen: ein Wurfholz, das so bearbeitet ist, dass es zu seinem Werfer zurückkehrt. Der Name übrigens stammt von dem Aborigines-Wort "wumera" und soll so viel wie "Geräusch des Windes" bedeuten.
Wieso kommt der Bumerang zurück?
Bei der Nasa, der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde, sagt man: Es ist leichter, den Flug einer Rakete zu berechnen als den eines Bumerangs. Denn auf den hölzernen Flieger wirken eine ganze Reihe verschiedener Kräfte: Durch den Wurf selbst bewegt sich der Bumerang vorwärts - wie alles, was ihr werft. Zusätzlich dreht er sich aber um die eigene Achse.
Und da wird es kompliziert: Der Clou eines Bumerangs sind nämlich seine geschliffenen Arme. Die haben ein Profil wie Flugzeugflügel. Weil die Luft an der geschwungenen Oberseite einer Tragfläche schneller vorbeiströmt als an der glatten Unterseite, entsteht ein Sog, und das Flugzeug steigt nach oben. Doch im Gegensatz zum Tragflügel bewegen sich die Arme des Bumerangs fast senkrecht durch die Luft und nicht waagerecht. Der Sog zieht den Bumerang deshalb zur Seite.
Wenn er richtig geworfen worden ist, fliegt er im Kreis und kommt schließlich wieder beim Werfer an. Diese Bewegung wird noch dadurch verstärkt, dass sich das Wurfholz im Flug um die eigene Achse dreht. Die Physiker sprechen dabei vom so genannten Kreiselgesetz.
Wie wirft man einen Bumerang richtig?
Ein fliegender Bumerang ist gefährlich - nicht umsonst benutzten die Aborigines in Australien die Wurfhölzer als tödliche Waffen!
Sucht euch daher unbedingt eine freie Fläche, die groß genug für das Wurftraining ist - zum Beispiel eine große Wiese. Achtet darauf, dass niemand im Weg steht. Am besten fliegt ein Bumerang, wenn es windstill ist. Sollte eine Brise wehen, stellt euch etwa eine Viertel Körperdrehung vom Wind abgewandt hin - als Rechtshänder nach rechts, als Linkshänder nach links. Haltet den Bumerang an einem seiner Arme fast senkrecht über der Schulter, sodass sein oberes Ende leicht nach außen geneigt ist. Die geschliffene Seite muss zu eurem Kopf zeigen. Schleudert das Wurfholz nach vorn - und zwar parallel zum Boden. Dabei ist wichtig, dass es sich um sich selbst dreht - nur so erhält es den nötigen Auftrieb (siehe oben)! Wie viel Schwung euer Bumerang genau braucht, damit er eine elegante Kreisbahn zieht, werdet ihr nach einigen Versuchen raushaben. Da reagiert jedes Modell anders.
Servicelinks:
Druckansicht
Artikel versenden
Deine Meinung
Kontakt
Sitemap


