GEOlino extra Nr. 33 - Der Traum vom Fliegen Seite 1 von 1

Basteltipp: Luftwellen-Reiter

Bereit zum Abflug? Bei uns findet ihr die Bastelanleitung für einen Papierflieger, der ewig in der Luft bleibt. Mit nur wenigen Mitteln könnt ihr zuhause euren eigenen Gleiter bauen. Einfach ausdrucken, der Anleitung folgen und abheben


Selbst die weltbesten Papierflieger stürzen nach einer knappen halben Minute ab. Unsere ultraleichten Supergleiter aber können – theoretisch – ewig segeln. Und praktisch, bis euch die Puste ausgeht! Sie schweben nämlich auf einer Luftwelle, die ihr mit einem Brett vor euch herschiebt. Arvit und Kathi zeigen, wie ihr die Modelle bastelt – und zum Fliegen bringt.

Übrigens: Der Gleiter Mola Mola ist nach dem Mondfisch benannt. "Mola" ist Lateinisch und bedeutet Mühlstein


Ihr braucht:

  • ein Blatt Papier für die Schablone
  • Kugelschreiber
  • eine Seite aus dem Telefonbuch
  • Klebeband
  • Lineal
  • sehr dünnen Draht (etwa Blumendraht oder Gefrierbeutel-Verschluss)


 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
© Solvin Zankl/GEOlino

Und so gehts...

1. Schneidet die Schablone mit etwas Rand aus und klebt sie an den Flügelspitzen auf das Telefonbuchpapier. Schneidet noch einmal – und zwar beide Papiere zusammen entlang der dicken Linie auf der Schablone aus. Achtung: Dort, wo die Klebestreifen sind, schnippelt ihr um die Streifen herum. Die Schablone soll nämlich bis Schritt 4 auf dem Telefonbuchpapier haften bleiben.
 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
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2. Die gestrichelten Linien auf der Schablone zeigen an, wo der Gleiter später geknickt werden soll. Um die Knicke vorzubereiten, zieht ihr diese Linien zweimal mit dem Kugelschreiber am Lineal entlang nach. Aber nicht zu stark, sonst reißt das Telefonbuchpapier!
 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
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3. Nun bekommt euer Gleiter die richtigen Knicke. An den gestrichelten Linien faltet ihr das Papier nach unten (Bergfalte), an den gepunkteten nach oben (Talfalte).
<strong>Das ist Mola Mola &#x2013; in Originalgröße!</strong> Druckt sie einfach aus!
 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
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Das ist Mola Mola – in Originalgröße! Druckt sie einfach aus!


4. Jetzt ist es so weit: Schneidet euren Gleiter auch an den geklebten Ecken genau aus – entlang des dicken Strichs.
 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
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5. Löst vorsichtig die Schablone von eurem Papiergleiter. Der besitzt nun, dank der Knicke, schon seine endgültige Form. Allerdings ist er noch nicht flugtauglich.
 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
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6. Dafür muss seine Nase mit einem dünnen Draht beschwert werden. Der sollte etwa sechs Zentimeter lang und an seinem vorderen Ende leicht nach unten gebogen sein. Ans andere Ende heftet ihr ein kleines Stück Klebeband.
 (Foto von: Solvin Zankl/GEOlino)
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7. Haltet den Gleiter leicht geknickt und drückt nun den Klebestreifen (mit dem Draht daran) vorsichtig rechts und links über der Talfalte an, sodass ihr sie nicht plättet. Ein kurzer Testflug (Anleitung auf der nächsten Seite): Taumelt euer Flieger dabei, ist er vorn noch zu leicht. Dann wiederholt ihr Schritte 6 und 7 , aber mit einem etwas längeren Drahtstück. Driftet der Flieger schnell zu Boden, solltet ihr den Draht etwas kürzen.


Fluganleitung


Die Gleiter sind fertig? Hier einige Tipps für die Testflüge:
Sucht euch einen großen Raum oder langen Gang im Haus; draußen fliegen die Gleiter nicht. Schon kleinste Luftströmungen werfen sie aus der Bahn.

Für einen perfekten Flug solltet ihr Mola Mola auf Kopfhöhe starten lassen; legt ihn in die Luft. Geht dann – wie Arvit und Kathi (oben) – mit dem Brett hinter dem Gleiter her. Vor dem Brett entsteht eine Luftwelle, auf der er schwebt. Fliegt er zu weit nach rechts oder links, müsst ihr die Knicke noch etwas justieren. Dafür braucht ihr Geduld, den Gleiter zu fliegen erfordert nämlich etwas Übung.

Den Knochen haltet ihr mit zwei Fingern vor euch hoch. Gebt ihm einen kleinen Schubs nach hinten unten, sodass er sich rückwärts dreht. Marschiert auch hier mit dem Brett langsam hinterher.

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