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Text von York Pijahn

Der Islam: Entstehung und Grundpfeiler der Weltreligion

"Allahu Akbar - Gott ist groß!" Für Muslime beginnt mit diesen Worten der Ruf zum Gebet. Weit mehr als eine Milliarde Menschen folgen ihm weltweit und beten zu Allah als ihrem einzigen Gott. Ihr Glaube, der Islam, ist eine Religion mit langer Geschichte: Ihr Ursprung liegt knapp 1400 Jahre zurück


Schwätzer! Sterngucker! Verrückter Dichter!" So nennen ihn einige Bürger Mekkas. Dabei ist Mohammed ein geachteter Mann in der arabischen Handelsstadt gewesen. Ein Kaufmann, den man "den Vertrauenswürdigen" genannt hat. Und jetzt das: Mohammed hat eine Erscheinung gehabt. Ein Engel, erzählt er, habe ihm gesagt, er sei ein Prophet, ein Bote Gottes. Und deshalb will Mohammed nun die Menschen von ihrem selbstsüchtigen Leben abbringen, von ihrem Glauben an Götzen und Geister oder auch heilige Datteln. Alle sollen nur noch zu einem Gott beten: zu "Allah". Das gefällt den Mekkanern gar nicht. Denn sie verehren viele verschiedene Götter, und manche Familie hat sogar ihren eigenen Hausgott. Doch Mohammed predigt unermüdlich - bis er zwölf Jahre nach seiner Erleuchtung die Heimat verlässt, in der kaum jemand seine Lehre hören will. Die Bewohner der Oase Jathrib, viele Tagesmärsche entfernt, suchen gerade einen Schlichter, der den Krieg zwischen zwei verfeindeten Stämmen beenden soll. Und tatsächlich: Ihm, dem Fremden, gelingt es, den Streit zu beenden. Die ehemaligen Gegner schließen sich zu einer Gemeinschaft zusammen. Mit dem Aufbruch Mohammeds nach Jathrib am 16. Juli 622 nach christlicher Zeitrechnung begann für die Muslime eine neue Zeitrechnung: das Jahr "1" des Islam.


Die Entstehung des Islam

Islam? Das ist der Name des Glaubens, den Mohammed predigt. "Hingabe an Gott" heißt das übersetzt. Und "die sich Gott unterwerfen" ist die Übersetzung für das Wort Muslime. Wie im Christentum wird also auch im Islam nicht an viele Götter, sondern nur an einen einzigen geglaubt, eben Allah. Aber anders als die Christen verehren Muslime keinen heiligen Geist und auch keinen Erlöser wie Jesus Christus.

Mohammed ist für die Gläubigen ein einfacher, sterblicher Mensch. Seine Lehre verspricht jedem, der den Gesetzen Allahs folgt, ein glückliches, friedliches Leben. Und nach dem Tod? Muslime glauben, dass Gott über jeden Menschen Gericht halten wird: Wer die Gesetze Allahs befolgt hat, kommt ins Paradies, Ungläubige und Heuchler hingegen werden in der Hölle versinken.

Mohammeds Gott ist derselbe, von dem in der Bibel der Christen gesprochen wird. Mohammeds Anhänger glauben, dass Allah immer wieder Propheten wie Abraham, Moses und Jesus geschickt hat, um den rechten Glauben zu verkünden.



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