Hauptspalte:
Märchenschlösser aus Sand
Sandburgenbauen ist wohl die Lieblingsbeschäftigung aller Strandurlauber. In Travemünde an der Ostsee zeigen jetzt echte Profis, wie's richtig geht: Die größte Sandskulpturenausstellung Europas rund ums Thema Märchen hat ihre Pforten geöffnet
Es war einmal... eine Märchenstadt aus Sand an der deutschen Ostseeküste. Aschenputtel tanzt mit ihrem Prinzen, der Däumling entdeckt in den Siebenmeilenstiefeln die Welt und das Dornröschenschloss steht schlafend von Rosen umschlossen auf einer Anhöhe. Unter dem Motto "Fabelhaft und Märchenreich" haben Künstler riesengroße Sandburgen gebaut und daraus Skulpturen errichtet. Die Erzählungen von Hans Christian Andersen, den Gebrüdern Grimm und sogar Geschichten aus 1001 Nacht sind am Priwall in Lübeck-Travemünde vertreten - und zwar nur aus Sand.
Eckiger Sand
Diese einmaligen Kunstwerke der Skulpturenkünstler sind ziemlich beeindruckend und an normalen Stränden so gut wie gar nicht zu finden. Wieso eigentlich nicht, fragt ihr euch? Ganz einfach: Mit Meersand funktioniert das nicht so gut. Deshalb haben die Künstler auch extra nach Travemünde Flusssand anliefern lassen, und zwar aus dem Städtchen Cuijk, das in Holland an der Maas liegt. Die feinen Körnchen des Meersands sind von den vielen Wellen und Bewegungen im Wasser ganz rund geschliffen, wie winzig kleine Kugeln. Der Flusssand hingegen hat eine eckige Struktur, womit es viel einfacher geht. Denn kleine Quadrate lassen sich nun mal besser stapeln als Kugeln. Deshalb hält der Sand auch besser aufeinander.
Und ein paar andere Tricks gibt es natürlich auch noch: Der Sand wird mit Wasser gemischt und in Holzformen gepresst. Dann wird immer wieder neuer Sand drauf geschüttet, so dass eine große Fläche entsteht. Wenn der Sand dann ganz getrocknet ist, wird die Holzhülle entfernt und die Künstler können mit ihrer Arbeit beginnen.
Servicelinks:
Druckansicht
Artikel versenden
Deine Meinung
Kontakt
Sitemap


