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Raubgräber: Die Schrecken der Archäologen

Tausende Hobby-Archäologen sind jedes Wochenende unterwegs, um heimlich nach Schätzen im Boden zu suchen. Die Schäden, die sie dabei anrichten, sind enorm


Die Grabräuber kamen Samstagnacht. Sie schaufelten drei römische Sarkophage aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. frei und zertrümmerten die Deckel mit einem Vorschlaghammer. Danach rafften sie die Grabbeigaben zusammen und flohen im Schutz der Dunkelheit. Als die Archäologen Montagfrüh ihre Arbeit an der Ausgrabungsstätte wieder aufnehmen wollten, blickten sie auf ein Trümmerfeld.


Raubgräber: Waldboden durchwühlen als verbotenes Hobby (Foto von: picture-alliance / dpa)
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Raubgräber: Waldboden durchwühlen als verbotenes Hobby

30 000 illegale Schatzsucher

Die Plünderung von Weilerswist, einem Ort westlich von Bonn, ist ein trauriger Höhepunkt in der Chronik von Grabräubereien in Deutschland. Landauf, landab klagen die Archäologen über illegale Ausgräber und dreiste Schatzsucher. Auf 30 000 wird die Zahl der "Hobby-Forscher" geschätzt. Sie pirschen durch Wälder und Felder, klettern in Baugruben, durchwühlen ausgehobene Sandberge, um Überbleibsel aus allen Epochen zu entdecken: vom steinzeitlichen Feuerstein bis zum Stahlhelm aus dem Zweiten Weltkrieg.


Ein El Dorado in Deutschland

Das Rheinland zwischen Mainz, Trier, Köln, Bonn und Xanten gilt hierbei als besonders erfolgversprechender Jagdgrund. Denn bis hierhin erstreckte sich einst die römische Provinz "Germania". Überall stößt man im Boden auf die Hinterlassenschaft dieser Zeit: auf Gläser, Gräber, Vasen, Münzen, Rüstungsteile, sogar auf die Fundamente römischer Villen und befestigter Lager.



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