GEO.de - Interview: Wie "grün" ist Ökostrom wirklich? Seite 1 von 2

Interview: Wie "grün" ist Ökostrom wirklich?

Kritiker halten Ökostrom-Anbietern vor, ihr Strom sei in Wahrheit "grau", sein Umweltnutzen gering. Ist grüne Energie eine Mogelpackung? Nicht in jedem Fall, meint der Energie-Experte Veit Bürger


Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Veit Bürger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Energie und Klimaschutz im Öko-Institut Freiburg e.V. Das Institut ist Mitinitiator des ok-power-Labels für Ökostrom (Foto von: privat)
© privat
Veit Bürger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Energie und Klimaschutz im Öko-Institut Freiburg e.V. Das Institut ist Mitinitiator des ok-power-Labels für Ökostrom

GEO.de: Die Wochenzeitung DIE ZEIT erklärte jüngst "Wer grüne Elektrizität kauft, erhält den gleichen grauen Strom wie alle anderen." Der Umweltnutzen sei "nahe null". Stimmt das?
Veit Bürger:
Das hängt vom jeweiligen Angebot ab. "Guter" Ökostrom hat eine Ausbauwirkung. Das bedeutet, die Nachfrage nach diesem Strom sorgt dafür, dass neue Ökostrom-Anlagen gebaut werden: Wasser- und Windkraft-, Solaranlagen und Biomasse-Kraftwerke - auch über die Wirkung der staatlichen Förderung hinaus. "Schlechte" Produkte dagegen machen nichts anderes, als den schon vorhandenen Ökostrom explizit als ökologisch zu vermarkten, ohne dass dabei eine zusätzliche Kilowattstunde Ökostrom erzeugt wird.

Was ist daran schlecht?
Sie müssen bedenken, dass wir in Europa ohnehin große Mengen Strom aus erneuerbaren Energien haben, insbesondere aus Wasserkraft. Allein damit könnte man den gesamten Jahresstromverbrauch in Deutschland decken. Nur ein Teil dieses Stroms wird bisher explizit als Strom aus erneuerbaren Energien vermarktet. Das bedeutet: Es gibt noch ein großes Potenzial für "schlechte" Produkte, die keine Ausbauwirkung haben, die also nicht gewährleisten, dass neue Anlagen gebaut werden. Denn nur solche neuen Anlagen können langfristig Atommeiler und Kohlekraftwerke verdrängen.


Kommt auch aus der Steckdose: grüner Strom (Foto von: Wolfgang Flamisch/zefa/Corbis)
© Wolfgang Flamisch/zefa/Corbis
Foto vergrößern
Kommt auch aus der Steckdose: grüner Strom

Wie kann ich als Kunde "guten" von "schlechtem" Ökostrom unterscheiden?
Um "guten" Ökostrom kenntlich zu machen, haben wir mit dem WWF und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen das ok-power-Label ins Leben gerufen. Produkte, die damit zertifiziert sind, müssen zu mindestens einem Drittel aus Anlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind.

Nun behaupten Kritiker aber, durch die Nachfrage nach grüner Energie seien kaum neue Anlagen gebaut worden, die nicht sowieso gebaut worden wären.
Es ist in der Tat schwierig, diesen Vorwurf eindeutig zu entkräften. Es wäre unlauter zu behaupten, die Anlage X ist nur deswegen gebaut worden, weil es die Kunden des Produkts Y gibt. Aber es gibt Marktmechanismen, die so einen Zusammenhang klar belegen: Strom aus Neuanlagen wird teurer gehandelt als Strom aus Altanlagen. Das heißt: Wir senden mit unserem Ein-Drittel-Kriterium ein Preissignal aus - das letzten Endes wieder Investitionsanreize für neue Anlagen bietet.
Anders gesagt: Wenn sie ok-power-zertifizierten Strom beziehen, dann werden Sie in sechs Jahren mit Strom aus Anlagen versorgt, die heute noch nicht existieren. Es ist also nicht richtig zu behaupten, dass Ökostrom überhaupt keine Ausbauwirkung habe.


Oft wird mit "Null-Emissions"-Strom geworben. Können Sie pauschal sagen, wie groß die CO2-Einsparungen bei Ökostrom wirklich sind?
Wir sind davon abgekommen, solche Bilanzen aufzustellen. Natürlich kann ich als Kunde sagen, ich habe Null-Emissions-Strom gekauft. Aber das bedeutet nicht, dass sich objektiv etwas daran geändert hat, wie sich in Europa die Stromerzeugung zusammensetzt. Denn dafür haben andere in Europa ein bisschen mehr Emissionen, weil ich ihnen sozusagen ein bisschen Wasserkraft weggenommen habe. Und die Skandinavier haben ebenfalls mehr Atom- und Kohlestrom, wenn wir in Deutschland ihre Wasserkraft nutzen und ihnen im Gegenzug unseren Graustrom liefern.


Auch RECS (Renewable Energy Certificate System) steht in der Kritik, ein System zur Zertifizierung von Strom aus erneuerbaren Energien. Solche Zertifikate werden an Ökostrom-Erzeuger herausgegeben und dann von Stromkonzernen gekauft, die damit entsprechende Mengen von ihrem konventionellen Strommix umetikettieren. Ist das nicht Verbraucher-Täuschung?
Die Debatte um die RECS-Zertifikate geht am eigentlichen Thema vorbei. Die Zertifikate sind nicht mehr und nicht weniger als ein Nachweis, dass eine bestimmte Menge Strom wirklich in einer Erneuerbare-Energien-Anlage erzeugt wurde - egal wie alt diese ist, ob sie gefördert wurde oder nicht. Die entscheidende Frage ist: Wie unterscheiden wir Ökostrom mit Ausbauwirkung von Ökostrom ohne Ausbauwirkung? Den Anspruch, das zu leisten, erhebt das RECS-System gar nicht. Diese Rolle übernehmen unabhängige Ökostromlabel wie das ok-power-Label.



Seite 1 von 2
Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Mehr zu den Themen: Ökologie, Erneuerbare Energien

Momentan sind zu dem Artikel "Interview: Wie "grün" ist Ökostrom wirklich?" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO Kalender 2012


G+J Glossar
Partner-Angebote