GEOkompakt Nr. 12 - 09/07 - Die Wüste Seite 1 von 3

Text von Jürgen Bischoff

Der große grüne Irrtum

Es war ein Traum: Bewässert die Wüste, und sie wird sich in ein Land mit saftigen Feldern und blühenden Dörfern verwandeln. Es wurde ein Albtraum: Die Brunnen versiegen, die Böden versalzen, die Felder verdorren, und die Menschen verlassen die trockenen Oasen. Die zurückgekehrte Wüste holt sie ein - weit schneller, als sie flüchten können


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Woran erkenne ich diese Plugins?

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Feiner Staub liegt in der Luft, und über der flachen Landschaft flimmert die Hitze des Tages. 40 Grad Celsius zeigt das Thermometer an. Schattentemperatur in Bahardok, so man hier von Schatten sprechen mag. Denn in diesem Dorf, knapp 100 Kilometer nördlich der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat, gibt es für die rund 3000 Einwohner keine kühlenden Parks, kaum schattige Baumgruppen. Nur niedrige, hellbraune Lehmziegelbauten; dazu einige Jurten und ein paar rostige Wasserspeicher. Und es gibt den Wüstensand. Er lagert, zu goldgelben Dünen aufgetürmt, an den Rändern des Dorfes. Kommt Wind auf, weht er von dort bis vor die Häuser, lässt sich in Gärten nieder und erstickt die Pflanzen. Er nimmt die Wohnräume in Besitz und vertreibt daraus die Menschen. Mitunter versperrt er auch die Zugänge zum Krankenhaus - bis Traktoren ihn wieder dorthin transportieren, woher er gekommen ist: in die Karakum-Wüste.


Künstliche Bewässerung eines Baumwollfeldes. Überall dort, wo der Mensch begonnen hat, Wüsten zu "begrünen", kämpft er heute gegen Bodenversalzung und Austrocknung. (Foto von: Corbis)
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Künstliche Bewässerung eines Baumwollfeldes. Überall dort, wo der Mensch begonnen hat, Wüsten zu "begrünen", kämpft er heute gegen Bodenversalzung und Austrocknung.

Die scheinbar unerschöpflichen Grundwasservorkommen

Mehr als 12.000 Kilometer weiter westlich fließt träge der San Joaquin River durchs Central Valley, das grüne Herz Kaliforniens. Auf Tausenden von Quadratkilometern dehnen sich hier Obst- und Gemüseplantagen. Ein 24.150 Kilometer langes Netz aus Bewässerungskanälen, zumeist aus dem Untergrund aufgefüllt, liefert das nötige Wasser. Denn eigentlich ist das Tal eine regenarme Halbwüste, eine Savannenlandschaft - bis Farmer in den 1920er Jahren scheinbar unerschöpfliche Grundwasservorkommen entdeckten: Sie erstrecken sich fast unter dem gesamten mehr als 600 Kilometer langen Tal. Fortan machte künstliche Bewässerung aus dem Central Valley eine der prosperierendsten Agrarlandschaften der Erde. Doch inzwischen wird in der Gemüsekammer Amerikas das Grundwasser knapp. Über mindestens 160 Kilometer führt der San Joaquin River im Sommer kein Wasser mehr; ein Staudamm am Oberlauf leitet es in die Bewässerungskanäle. Da aber ein Großteil des kostbaren Gutes oberirdisch verdunstet, bleiben die im Wasser gelösten Mineralstoffe als Salze im Boden zurück. Allein im Südwesten des Central Valley sind bereits mehr als 45.000 Hektar ehemals bewässerter Flächen heute versalztes, vertrocknetes, ödes Land.


Schuld ist der Mensch

Wie unterschiedlich sie auch sein mögen, das arme, trockene turkmenische Bahardok und das reiche, grüne Central Valley in den USA - eines verbindet sie: Schuld an der schleichenden Misere in diesen beiden Ecken der Welt ist der Mensch. Im Central Valley führt der Raubbau an den natürlichen Wasservorräten zur Austrocknung und Versalzung ganzer Landstriche. Und in der Karakum-Wüste hat die Ansiedlung von Nomaden in Dörfern wie Bahardok und die damit verbundene stationäre Viehzucht das Vordringen der Wüste begünstigt: Seit Turkmenistan 1991 unabhängig geworden ist, hat die staatliche Privatisierungspolitik den Viehbestand des Landes auf mehr als 20 Millionen Tiere anwachsen lassen – Weideland gibt es aber nur für etwa die Hälfte. Auch in Bahardok leben die Menschen überwiegend von der Viehwirtschaft. Früher waren die heutigen Dorfbewohner mit ihren Herden herumgezogen und hatten so dem Bewuchs der beweideten Flächen die Regeneration ermöglicht. Jetzt aber treiben sie jeden Morgen ihre Schafe, Ziegen und Kamele vors Dorf auf immer dieselben Weiden.


Intensive Land- und Viehwirtschaft laugt die Böden aus

Dabei haben sie eine Lawine in Gang gesetzt: Die zu stark und zu häufig beweideten Pflanzen wachsen nicht mehr schnell genug nach und sterben ab. Ihre Wurzeln geben der Krume keinen Halt mehr, und die einst grasbewachsene Landschaft wandelt sich zu einer öden Sandfläche. Fast überall in den trockenen und halbtrockenen Gebieten der Erde bietet sich ein ähnliches Bild: Der Mensch betreibt in großem Maße Ackerbau, wo von Natur her nur widerstandsfähige Gräser und dornige Büsche gedeihen. Er holzt die spärlichen Baumbestände ab, weil er Brennholz braucht; errichtet mitten in der Wüste Industrieanlagen und Städte und leert zu deren Versorgung jahrtausendealte Grundwasserreserven. Und in den Randgebieten der Wüsten laugt intensive Land- und Viehwirtschaft die Böden aus. Die Folge ist Landverödung in großem Stil: Wüsten breiten sich weiter aus und fressen noch das letzte Stückchen Grün.


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Kommentare zu "Der große grüne Irrtum"


J.Clauss | 04.11.2010 22:51

Nun Ja... Zu guter Letzt kommen natürlich auch die Weltmächte ins Spiel und deren Wirtschaftsgehabe... Bei UNS kann man inzwischen fast jede Ware günstig kaufen, obwohl sie eigentlich in einem Drittwelt Land produziert wurde, was dazu führt, das diese Länder inzwischen ihre ohnehin begrenzten Ressoucen auch noch an den Westen verschleudern und die Mächtigen sich IHRE Taschen stopfen, während das Volk selbst meistens so gut wie nichts davon hat.. Damit landen wir also auf der Global-Player Ebene und müssen uns bewusst werden, das schon unser EIGENES Konsumverhalten viele Probleme in diesen "Mangelstaaten" erst verursachen!!! Wir müssen uns im Klaren sein, das die momentan laufenden Globalisierungsbestrebungen der Wirtschaft uns erst um die "eigene Hand für die eigenen Arbeit" betrügt, was erst recht zu immer mehr und immer krasseren "Mistverhältnissen" führen, und somit diese ganzen zerstörenden Kreisläufe noch zusätzlich mit antreibt!! (noch ein Beitrag..= Beitrag melden!

J.Clauss | 04.11.2010 22:40

So.. Der 5. Beitrag soll uns alle daran erinnern, das wir auch zu HAUSE Hier in unseren warmen Stuben unseren Teil dazu beitragen können, das diese Länder sich NICHT mehr für UNS ihre eigenen Ressoucen ausrauben und plündern müssen.. Durch langlebigere Produkte würde eine Menge Rohmaterial gespart werden... Trotzdem sollten wir auch unser eigenes Wasserversorgungssysten zukunftssicher zu machen.. Schon in Spanien dachte ich oft, warum bauen die dort nicht tausende neuer Zisternen?? WENN es dort mal regnet, dann oft gleich so viel, das es meist ungenutzt wieder im Meer verschwindet. Es müssen doch keine Mammut-Projekte sein, es genügt, wenn jedes Dorf schon seine eigenen ausreichend dimensionierte Zisternen besitzt oder gar jeder Hof und Landbauer seinen eigenen Wasservorrat beherbergen kann.. Auch hier vermisse ich eine Vorratshaltung, die einfach nur aus genügender Anzahl kleiner Becken besteht.. Es müssen doch nicht gleich ganze Täler überflutet werden.. Es gäbe viel zu tun Beitrag melden!

J.Clauss | 04.11.2010 22:20

Es hat keinen Sinn, der Natur auf die SCHNELLE was abtrotzen zu wollen.. Das hat immer mit "Vergewaltigung" zu tun", einfach deshalb, weil die jeweiligen örtlichen Umstände vielfältig mit den umgebenden Bedingungen verflochten sind, die ebenso auf diese örtliche "plötzliche" Veränderung reagiert.. Stelle ich auf der einen Seite ein Rädchen der Maschinerie auf "stark", so verändert sich auf der anderen Seite irgend ein anderes Rädchen auf "schwach".... Es macht also keinen besonderen Sinn, jetzt, (weil inzwischen viele Möglichkeiten DA sind) schnell was HIN zu vergewaltigen und mächtige Wälle oder andere Dinge zu bauen, sondern es muss mit einem gewissen System gearbeitet werden, welche das ferne Ziel hat, Steinchen für Steinchen zu einer weitreichenden und dauerhaften Veränderung zusammen zu bringen.. Wie ein Puzzle, dessen Bild man nicht kennt aber trotzdem eine gesamte Darstellung bietet.. Die eigene Phantasie und das eigene Wissen sind gefragt, KEINE Hau-Ruck Verfahren.... Beitrag melden!

J.Clauss | 04.11.2010 22:07

Es kommt also darauf an, schon die jeweiligen Bevölkerungsgruppen dahingehend zu mobilisieren, ihr Wasser und ihre Landschaft auch WERT zu schätzen, damit sich schon von sich aus daran interessiert sind, das die jeweiligen Schritte auch freiwillig und ordentlich umgesetzt werden können. Ohne Freiwilligkeit und dem verinnerlichten Verständnis über deren jeweiligen Wichtigkeiten läuft schon mal gar nichts(Als ich früher mal in Indien war, da erschreckte mich die Primitivität und die Verständnislosigkeit der Menschen gegenüber wichtiger Technik.. Sie wurde selten Gewartet und fast immer unter aller Sau und war ständig kaputt... Das hatte mich regelrecht schockiert und da machte mir die Aussage auf einmal Sinn, das unter der Kolonialmacht all diese Dinge viel besser funktionierten... Es ist also auch ein politisches Problem, weil mancher Länder Regierungen überhaupt nicht gewillt sind oder einfach total mangelndes Verständnis besitzen, um die notwendigen Maßnahmen zu treffen... Beitrag melden!

J.Clauss | 04.11.2010 21:59

Und des weiteren sollten wir uns daran erinnern, das nicht der Verschwendung, sondern der VERMEIDUNG ein viel größeres Gewicht verliehen werden sollte.. Wasser kann SO verwaltet werden, das JEDER Tropfen auch effektiv genutzt werden kann... Statt Gräben in denen Wasser fließt, könnten unterirdische Bewässerungsröhren verlegt sein, die nur SO VIEL Wasser hergeben, wie die Pflanzen tatsächlich brauchen.. Weiterhin sollten wirklich die jeweils ökonomischsten Pflanzen auf dem jeweiligen Gelände angebaut werden... Diese können immer noch mit anderen Pflanzen getauscht werden, die NICHT an den jeweiligen Plätzen geeignet sind.. Und viele kleine Wassersammler könnten entworfen werden, (so wie die Abenteuerer in der Wüste mit einem Stück Plastikfolie, einem Stein und einer Kuhle wenigstens etwas Trinkwasser im Tau feuchten Wüstenboden auffangen können) Aber egal, WAS man tut, es müssen immer genügend Menschen DA sein, die auch dahinter stehen und die jeweiligen Einrichtungen schützen... Beitrag melden!

J.Clauss | 04.11.2010 21:49

Es hat keinen Sinn, der Natur auf die SCHNELLE was abtrotzen zu wollen.. Das hat immer mit "Vergewaltigung" zu tun", einfach deshalb, weil die jeweiligen örtlichen Umstände vielfältig mit den umgebenden Bedingungen verflochten sind, die ebenso auf diese örtliche "plötzliche" Veränderung reagiert.. Stelle ich auf der einen Seite ein Rädchen der Maschinerie auf "stark", so verändert sich auf der anderen Seite irgend ein anderes Rädchen auf "schwach".... Es macht also keinen besonderen Sinn, jetzt, (weil inzwischen viele Möglichkeiten DA sind) schnell was HIN zu vergewaltigen und mächtige Wälle oder andere Dinge zu bauen, sondern es muss mit einem gewissen System gearbeitet werden, welche das ferne Ziel hat, Steinchen für Steinchen zu einer weitreichenden und dauerhaften Veränderung zusammen zu bringen.. Wie ein Puzzle, dessen Bild man nicht kennt aber trotzdem eine gesamte Darstellung bietet.. Die eigene Phantasie und das eigene Wissen sind gefragt, KEINE Hau-Ruck Verfahren.... Beitrag melden!

Wolfgang Hesse | 01.11.2010 11:53

Guten Tag, wir haben die Technik und wollen helfen. Wir brauchen keine Waffen, wir brauchen Wasser für alle Menschen. www.SEA-WATER-REVIVAL.de Gruß Wolfgang Hesse Initiator von SEA-WATER-REVIVAL Beitrag melden!

manfred Bockhoefer | 02.12.2008 19:16

Zunächst einmal möchte ich Herrn Prehn bitten mit mir Kontakt aufzunzhmen . meine e mail Adresse lautet m-bockhoefer@chronopost.ci . Ich lebe seit 6 Jahren in Afrika und stelle mir die Frage warum man nicht Wasserpipelines baut die bis in die Sahel Zone führen . In Nouakchout Mauretanien und Cotonou Benin könnten riesige Wasserentsalzungsanlagen Süsswasser produzieren und per Pipeline in die Sahelzone pumpen . Eine ölpipeline pumpt täglich 130 Millionen Liter öl von Sibirien nach Europa . Wenn man vergleichbare Wassermassen in die Wüste pumpt und Pflanzensamen per Flugzeug in der Wüste säht möchte ich gern sehen was aus der Wüste wird . Es ist nur eine Frage des politischen Willens . Afrika hat vielleicht nicht den erforderlichen Stellenwert und man befürchetet sicherlich , dass es noch mehr Afrikaner werden , wenn sie sich ernähren können .Es besteht sicherlich die Notwendikeit das Wachstum der Weltbevölkerung zu begrenzen aber nicht durch Verhungern lassen . Beitrag melden!

Klaus ,Prehn | 27.12.2007 21:33

Sehr geehrter Herr Breckle, Ihre gute Meinung in Ehren. Aber mal die Allgemeinheit hoeren und lesen. Nicht an Profit-Profit....denken sondern ans Ueberleben und das Ueberleben der Zukunft. Es soll ja nicht alles was nach Wueste riecht bewaessert werden, sondern halt nur die Teile die dafuer predestiniert/geschaffen sind. Und weiter die Meinung von Herrn Dirk Korte der m.d. totalen Ueberbevoelkerung nicht unrecht hat aber eine Land und zwar Acker und Weideland so wie Buschlandzugewinnung kann nicht schaden sondern helfen. Und noch eines ist richtig: ohne wuesten keine Regengebiete!?!? Aber genau da scheiden sich die Geister. Genau wie bei CO2 und Co? Ueberhitzung,dass ist meine Meinung und das liegt nicht immer an gewissen Gasen sondern eher an den Riesen Thermoerzeugern(Fabriken die wir nicht sinvoll BENUTZEN Nicht Suendenbock sondern Ideenreichtum,wie Bewaesserung und Naturenergieennutzung hilft uns weiter.Und alles bitte Massvoll,denn der Mensch ist sehr wohl in der Lage das zu tun Beitrag melden!

Klaus , Prehn | 27.12.2007 21:06

Richtig Denken und Handeln ist die Kunst des Ueberlebens. Und der Mensch,wenn man Ihn fordert,ist sehr wohl in der Lage selbiges zu kombinieren. Die anfaenglichen Fehler die ge- macht wurden sind nur in diesem Fall kontraproduktiv gewesen. Die erste Binsenweisheit in der Chemie sagt:" Die Masse der zugefuehrten Stoffe entspricht der Masse der ausgehenden Stoffe und umgekehrt". Ganz einfach gesagt,entziehe ich dem Boden mehr Feuchtigkeit als durch Niederschlaege und Berieselung in der gleichen Zeit,und die Betonung ligt hier in GLEICH, oder schneller zufuehre ergibt Minus!! Und Minus heisst in diesem Fall ; Austrocknung. Wenn man das Ganze mit Windgetriebenen 100% Meerwasserentsalzungsanlagen und Solarpumpanlagen in Nachtberieselung machen wuerde haette man 4 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Es gibt Berieselungsanlagen fuer je 1200 ha.zzt. Und die Wueste, die nach dieser kontinuierbehandlung versalzt und austrocknet,diese Wueste moechte ich sehen. Und langsam wachsen !! Beitrag melden!

Dirk Korte | 14.12.2007 15:08

Was mich immer wider wundert, keiner denkt an die Übervölkerung der Erde. Die Zunahme der Menschheit gleicht einer Parabel die ins Unendliche führt. Die Erde kann nicht so viele Menschen ernähren. Was auch immer die Agrarutopisten sich ausdenken, es führt irgendwann ins Chaos. In einigen Gegenden der Erde ist das heute schon der Fall. Die humane Reduzierung der Menschheit ist die einzige Lösung! Irgenwann wird die Erde uns abschütteln wie lästige Flöhe im Hundefell. Und das ist gut so! Beitrag melden!

utz anhalt | 29.11.2007 01:49

Wo heute Las Vegas mit seinen tausenden von Swimmingpools und Fontänen steht, reinigten sich die Indigenen früher mit Schwitzhütten, um Wasser zu sparen. Viele traditionelle Hopi und Pueblos, mit dem ariden Südwesten seit vielen Jahrhunderten vertraut, warnen seit langem vor dem Wasserkollaps in Arizona, Neu Mexico, Nevada etc..Millionenstädte wie Phoenix könnten in absehbarer Zeit vor einem lebensbedrohlichen Wassermangel stehen. Wasser, nicht Öl ist die Herausforderung dieses Jahrhunderts. Beitrag melden!

SPQR | 16.11.2007 00:34

Ich kann die Meinung von EddyEuro nicht teilen. Erstens handelt es sich hier nicht um eine Kapitulation, da keine Chance besteht die Wüste nachhaltig und ohne gravierende Folgen für dieses Ökosystem zu einer Oase zu machen. Deshalb würde in meinen Augen die Verfügbarkeit von ausreichend Wasser nichts an diesem Umstand ändern. Selbst wenn es gelänge, woher auch immer, genügend Wasser in die Wüste zu befördern, würde das Vorhaben spätestens an der zunehmenden Versalzung des Bodens scheitern. Außerdem hätte das "Entnehmen von Wasser aus Flüssen" wohl erhebliche Auswirkungen auf diese Gewässer. Was passiert, wenn man in das Ökosystem Fluss eingreift, ist am Beispiel des Yangtse wohl sehr deutlich geworden. Der Mensch sollte die Erde nicht wie EuroEddy mit dem Wort "Kapitulation" zeigt als Feind sehen. Vielmehr wäre eine Strategie der Nachhaltigkeit sinnvoll, indem der Mensch anerkennt, dass er nicht alles auf den Kopf stellen kann oder muss, um in Zukunft auf der Erde überleben zu können. Beitrag melden!

Hermann-Josef Albers | 10.11.2007 08:24

Aus der Geschichte der Völker können wir lernen, daß wir aus der Geschichte der Völker nichts gelernt haben. (unbekannt) Der Mensch beherrscht die natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen (Albert Schweizer) Aber, wir müssen die Menschen nehmen wie sie sind, - andere gibt es nicht. Schade ! Beitrag melden!

EddyEuro | 02.11.2007 19:46

Kapitulation ist keine Lösung und der Mensch ist nicht dumm. Ohne Zweifel sind die Beschreibungen im Beitrag nachvollziehbar doch die Schlüsse daraus sind schlichtweg falsch. Es ist wohl klar das die Grundwasservorkommen unter bewässerten Halbwüsten schon irgendwann zur Neige gehen aber man könnte ebensogut Wasser aus Flüßen entnehmen die möglicherweise 1000 Km entfernt sind und denen eine Entnahme nichts ausmacht die Kosten wären nur die Kanalstrecken die gebaut werden müßten mit Solarpumpstadionen und schon wäre die Wüste weiter fruchtbares Ackerland und eine blühende Landschaft. Also warum denn kapitulierem und Trübsal blasen wenn es noch Möglichkeiten gibt auch wenn Sie kostpieliger sind. Der Mensch ist nicht dumm er darf sich auch von Forschern nicht dumm machen lassen. Es ist möglich Wüsten zu bewässern wenn man große Kapitaleinsätze nicht scheut. Also ist das Grundwasser weg muß man es sich wiederholen umweltbewußt und umweltschonend. Der Mensch machts! Beitrag melden!

Dietmar Gratz | 19.10.2007 15:06

Eine globale Aussage über die Intelligenz oder die Dummheit des Menschen ist hier sicher nicht zutreffend. Der Mensch ist, so klug er auch sei, global gesehen, ein um seine Existenz kämpfendes Wesen. Hierbei ist er gezwungen den Weg des geringsten Wiederstandes zu gehen. Wenn Machtgier, Profitinteresse, Geltungssucht zur Triebfeder werden, spielt Menschenverstand nicht mehr die geringste Rolle. Will sagen: Wer über die Abholzung der Bäume in oben genannten Artikel mit dem Kopf schüttelt, sollte erst überlegen.... warum wird abgeholzt und warum haben die Menschen keine Alternativen? Ist hier wirklich derjenige der Schuldige, welcher die Axt schwingt? Oder sind es nicht doch Profitinteressen Einzelner auf kosten der Gesundheit der Menschen und der Biosphäre der Erde? Daher meine ich: Dumm ist weder der Mensch noch die Menschheit, die Dummheit wird von einzelner Menschen hinein interpretiert, von den Menschen die ihre eigene Schuld hinter dieser allgemeinen Meinung verbergen wollen. Beitrag melden!

Burkhard Helmerding | 07.10.2007 00:36

Irgendwann wird auch der dümmste Mensch lernen, dass man Geld nicht essen kann. Dann ist es aber schon viel zu spät. Beitrag melden!

Siegmar Breckle | 04.10.2007 21:47

Kommentar (max. 1000 Zeichen) Wie sagte schon Einstein: Die Dummheit des Menschen ist unendlich. Auch die Aralsee-Katastrophe ist nichts anderes als übereilte Bewässerungsprojekte ohne die alte Weisheit: "Keine Bewässerung ohne Entwässerung" durchzuführen. Die traditionelle Oasenwirtschaft funktioniert seit Hunderten von Jahren, warum lernt man nicht davon? Die Utopisten: Macht die Wüste grün! Bewässert die Wüste mit Meerwasser! Biosaline Agriculture rettet die Menschheit! sind nicht klein zu kriegen, fern jeder Realität und naturwiss. Denkens. Beitrag melden!

Petra | 27.09.2007 17:02

Die Realität beweist immer wieder, dass es mit der sich selbst zugeschriebenen Intelligenz des Menschen nicht weit her ist. Und mit dem Lernen aus der Vergangenheit, aus vergangenen Fehlern ist es offensichtlich auch nichts... Traurig, aber wahr. Beitrag melden!

Ursula Süßmann | 26.09.2007 15:58

Mich wundert es immer wieder, wie unglaublich dumm sich der Mensch, der sich selbst als intelligentestes Lebewesen gekrönt hat, auf unserem Planeten verhält. Soll die Wüste den Menschen doch vertreiben! Beitrag melden!

Martin Grimm | 24.09.2007 17:05

Menschheit: ein Buch, das immer wieder von neuem aufgelegt wird, ohne die Aussicht, jemals ein Bestseller zu werden. William Faulkner Beitrag melden!

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