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Städtereise: Madrid
Den Spaniern gebührt nicht nur auf dem Fußballfeld die Krone: Ihre Hauptstadt glänzt mit einem vertikalen Garten, Schnaps-Eis, Tapas über dem Stadion und einem Würfel für die Kunst
Ansehen
Aus dem "Kunstdreieck", das die Museen Prado, Reina Sofia und Thyssen-Bornemisza bilden, ist durch den imposanten Bau des Caixa Forums (1) ein Viereck geworden. Dafür haben die Architekten Herzog & de Meuron ein Elektrizitätswerk entkernt, auf Sockel gesetzt und ihm eine Krone aus rostendem Stahl aufgesetzt. Wie eine plastische Tapete aus 15 000 Pflanzen wächst auf dem Vorplatz der 24 Meter hohe vertikale Garten von Patrick Blanc empor (Paseo del Prado 36, Tel. 0034-91-330 73 00, www.obrasocial.lacaixa.es/centros/caixaforummadrid_es.html).Die erste Erweiterung des Prado, der Cubo de Moneo (2), ist endlich fertig. In dem modernen Würfel steckt der Stein für Stein restaurierte und wieder aufgebaute Kreuzgang des San-Jerónimo-Klosters, an dessen Stelle er steht. Auch neu: Alle Pradoausstellungen sind ab 18 Uhr gratis (Paseo del Prado, Tel. 0034-91-330 28 00, www.museodelprado.es).
Wer nach dem Museumsmarathon noch Königspalast, Sabatinigärten und Debod-Tempel sehen möchte, der wird Spaß haben an einer geführten Stadttour per "Segway". Die Handhabung des zweirädrigen, elektrischen Stehrollers ist schnell erlernt (UrbanMóvil, Calle Mayor 78, Tel. 0034-91-542 77 71, www.urbanmovil.com; Touren ab 35 €).
Essen & Ausgehen
Moderne oder revidierte spanische Küche nennt sich das, was international ausgebildete Köche aus den Rezepten ihrer Großmütter machen. Probieren kann man sie im Ramses (3). Auf keinen Fall versäumen: das Eis vom galizischen Orujo-Schnaps. Gestaltet hat das Lokal Philippe Starck, weswegen man auf der Toilette kaum die Hand vor Augen sieht und ewig braucht, um herauszufinden, wie der Wasserhahn in Schwanenform funktioniert. Aber für das verspielte Interieur wird man kulinarisch entschädigt (Plaza de la Independencia 4, Tel. 0034-91-435 16 66, www.ramseslife.com).Dass gutes Essen und Fußball kein Widerspruch sein müssen, beweist das Realcafé Bernabéu (4) hoch oben auf den Rängen des Stadions. Es kommt ohne Real-Madrid-Devotionalien aus und bietet modernisierte Küche zu sehr fairen Preisen. Durch die achtzig Meter breite Panoramascheibe blickt man auf das legendäre Grün, im Café gibt es After-work-Tapas, abends legen DJs auf (Estadio Santiago Bernabéu Puerta 30, Av. Concha Espina 1, Tel. 0034-91-458 36 67, www.realcafebernabeu.es).

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Wohnen
Die spanische Hotelkette Hospes gestaltet Paläste, Klöster und andere historische Gebäude zu höchst komfortablen Hotels um. So auch das Stadthaus Hospes Madrid (5) aus dem 19. Jahrhundert gegenüber dem Retiropark. Große Zimmer, Patio, Spa und das mehrfach ausgezeichnete Restaurant machen das neue Fünf-Sterne-Haus zu einer entspannten Ausgangsbasis (Hospes Madrid, Plaza de la Independencia 3, Tel. 0034-91-432 29 11, www.hospes.com; DZ ab 203 €).Finanziell relaxter geht es im Designhotel Oscar (6) zu. Mitten im In-Viertel Chueca bietet es farbenfrohe Zimmer und ein Empfangspersonal, das sich mit Trends bestens auskennt. Das Frühstück ist kostenlos, für die Loungelandschaft mit Pool und Bar auf dem Dach muss man allerdings zahlen (Plaza de Vázquez de Mella 12, Tel.0034-91-701 11 73, www.room-matehotels.com; DZ ab 96 €).
Einkaufen
In ihrem ersten Hauptstadt-Laden (7) verkauft Designerin Dolores Promesas hübsche Blumenkleidchen, bunte T-Shirts und ihre "Schrullen"– Duftkerzen, Reiseführer und Schokolade. Vor allem aber verkauft sie ihre Geschichte: Wie sie wurde, was sie ist. Ob’s stimmt? Unwichtig, unterhaltsam ist es allemal, und das neue T-Shirt macht noch mehr Spaß, wenn man weiß, wie der hässliche, kleine Hund darauf heißt (Calle del Desengaño 22, Tel. 0034-91-522 58 03, www.dolorespromesas.com).Momentan sind zu dem Artikel "Städtereise: Madrid " keine Kommentare vorhanden.
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