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Städtereise: Basel
Am 7. Juni begann die Europameisterschaft 2008. Doch Basel verdient mehr als 90 Minuten Aufmerksamkeit: 11 Tipps für die Zeit nach dem Schlusspfiff
Essen und Trinken
Chefkoch Donald Mcdonalds Weltküche, die von Thaicurry bis Tomatenfocaccia reicht, und Basels italienischste Terrasse sind schon zwei gute Gründe, das Neue Rialto zu besuchen. Das Beste aber: Die Stühle und Tische, Designklassiker von Eames, Panton und Vodder, kann der Gast kaufen und mitnehmen (Birsigstr. 45, Tel. 0041-61-205 31 45, www.dasneuerialto.ch. Hauptgericht ab 20 €). Seit der Renovierung glänzt der Speisesaal der Schlüsselzunft in neuem Licht – mit Kristallleuchtern, Rundbögen und einem wunderschönen Kachelofen. Mitglieder des "Daigs", der besten Baseler Gesellschaft, gönnen sich hier Geschnetzeltes in Cognacrahmsauce oder hausgeräucherte Fischspezialitäten (Freie Str. 25, Tel. 0041-61-261 20 46, www.schluesselzunft.ch. Hauptgericht ab 25 €). Im Vegetarier-Lokal tibits gibt es Kokos-Erdnuss-Bällchen und Falafel – und so geschmackvoll wie die Gerichte ist auch die Einrichtung, die von der Londoner Designerin Tricia Guild stammt (Stänzlergasse 4, Tel. 0041-61-205 39 99, www.tibits.ch. Sandwiches ab 7,50 €).
Wohnen
Seit der Unternehmer Thomas Straumann das Trois Rois gekauft und viele Fränkli hineingesteckt hat, funkeln die fünf Sterne des Luxushotels wieder wie früher, als Queen Elizabeth II. und die Rolling Stones hier logierten. Der spektakulärste Platz des 101-Zimmer-Palastes gehört den Gästen der Suite: Von dort führt eine Treppe hinauf zum Whirlpool auf dem Dach (Blumenrain 8, Tel. 0041-61-260 50 50, www.lestroisrois.com. DZ ab 225 €). Das Krafft am anderen Rheinufer hat zwei Sterne weniger und leuchtet dennoch: Hier steigen gern Geschäftsleute und Literaturliebhaber ab – schließlich schrieb Hermann Hesse im Zimmer 401 große Teile seines Romans "Der Steppenwolf". Die frisch renovierten Zimmer sind mit Fünfziger-Jahre-Elementen und Designmöbeln von Vitra eingerichtet (Rheingasse 12, Tel. 0041-61-690 91 30, www.hotelkrafft.ch. DZ ab 160 €). Im YMCA Hostel nächtigen nicht nur christliche junge Männer. Auch Rheinschwimmer, US-Studenten auf Weltreise und Tanzfestival-Fans schätzen das moderne Haus – und seine günstigen Preise (Gempenstr. 64, Tel. 0041-61-361 73 09, www.ymcahostelbasel.ch. DZ ab 78 €).
Ausgehen
Ein Hocker an der Bar des Ono zählt zu den begehrtesten Plätzen der Stadt. 50 Cocktails stellt Barkeeper Daniel Mumenthaler zur Wahl. Dazu: mediterrane Küche, Leonhardsgraben 2, Tel. 0041-61-322 70 70, www.ono-lifestyle.ch.
Shopping
Mit dem Geschäft Sweet Basel macht Inhaber Vinzenz Flury sogar den Basler Läckerli aus Lebkuchen Konkurrenz. Die halbe Stadt lutscht seine süßen, handgemachten Bonbons mit Motiven wie Kussmündern oder – ganz aktuell – Fußbällen (Schnabelgasse 4, www.sweetbasel.ch. Mo–Fr von 10.30–18.30 Uhr, Sa bis 17 Uhr). In Corinne Grüters neuem Laden Set & Sekt stöbert SIE in den Kollektionen innovativer Jungdesigner – während ER an der Bar einen Drink nimmt. Oder umgekehrt? Mit der Kombination von Fashion und Food trifft die Modeschulabsolventin jedenfalls den Zeitgeist (Viaduktstr. 10, www.setandsekt.com, montags geschlossen).
Ansehen
Nicht nur die Ballkünstler sind in der Stadt. Zeitgleich und zum 39. Mal läuft die Art Basel. Bei der weltgrößten Messe zeitgenössischer Kunst buhlen 300 Galerien mit Werken von 2000 Künstlern um Käufer (Messeplatz, Tel. 0041-61-58-200 20 20, www.artbasel.com. 4. bis 8. Juni, tägl. 11–19 Uhr; Tageskarte ca. 22 €). Im Schaulager lagern Werke (Beuys, Nauman, Schnabel) der Emanuel-Hoffmann-Stiftung. Einmal im Jahr wird diese Schatzkammer geöffnet – diesmal mit einer Ausstellung der Künstlerinnen Zittel und Sosnowska (Ruchfeldstr. 19, 0041-61-335 32 32, www.schaulager.org. Noch bis zum 21. September, montags geschlossen; Eintritt ca. 9 €).

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