Hauptinhalt



Rom: Rom: Abschied von Gestern

Sie pfeifen auf die Ewigkeit: Die Römer experimentieren im künstlerischen Unterholz ihrer Stadt und nutzen jede kleine Lücke, die ihnen die antike Pracht lässt. In den Vierteln am Rande des historischen Kerns wächst das moderne Rom heran

Text von Bob Nertinger

Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Angst vor Nähe hat hier niemand. Jungs mit Feinripp-Unterhemden und Pepita- Hütchen schmiegen sich an Mädchen mit Bob-Frisur und dickem Lidstrich, während Sophia Loren ihren "Mambo Bacan" säuselt, pfeift und manchmal schreit. Pärchen, die Sophias Enkel sein könnten, machen das "Fanfulla 101" in Roms neuem Bohème-Quartier Pigneto zu einer der In-Adressen der Stadt.


Im Szeneviertel Pigneto schafft sich die Jugend ein modernes und buntes Rom. Ein wenig neapolitanische Altstadt, ein bisschen Prenzlauer Berg  (Foto von: Frank Heuer/laif)
© Frank Heuer/laif
Foto vergrößern
Im Szeneviertel Pigneto schafft sich die Jugend ein modernes und buntes Rom. Ein wenig neapolitanische Altstadt, ein bisschen Prenzlauer Berg

In der zum Kulturclub umgebauten Ex-Garage legt heute DJ "Mr. Twist" auf, italienische Schlager aus den fünfziger und sechziger Jahren. Weit nach zwei Uhr – und damit der Sperrstunde – gibt es nicht einmal Raum für einen Hauch von Distanz, doch die ist hier ohnehin nicht erwünscht. Die Stimmung in der mit schwarzen Tüchern abgehängten Halle ist fast familiär. "Wie dieser Club entstanden ist", erzählt Carolina Cutolo, „sagt viel über den Werdegang unseres Viertels.“ Die Schriftstellerin, eine knabenhafte, hellwache Mittdreißigerin, kennt das Quartier bis in den letzten Hinterhof.


Vor neun Jahren ist die studierte Soziologin geflohen aus dem gutbürgerlichen Zuhause mitten in Roms vom Tourismus manchmal wie gelähmtem centro storico, hinein in diese krause Ansammlung niedriger Arbeiterhäuschen, bougainvilleenumrankter Kleinbürger- Villen und nüchterner Wohnblocks namens Pigneto. Hier lotet sie als Bloggerin das Intimleben ihrer Generation aus – eine Mischung aus Briefkastentante für verzweifelt Liebende und Charlotte-Roche-ähnlicher Expertin für Feuchtgebiete. "Pornoromantica", ihr erstes Buch, entwickelte sich daraus und stürmte 2007 die Bestsellerlisten des Landes. "Ohne die vielen bizarren und saukomischen Begegnungen hier im Viertel", sagt sie, "wäre das alles nicht entstanden."

Als Carolina ihre Autorenlaufbahn begann, war Pigneto noch eine verschlafene Vorstadt. So tot, dass die späteren Gründer des "Fanfulla 101" ihre Partys zu Hause feiern mussten. Irgendwann reichte es den lärmgeplagten Nachbarn, und die Freunde machten eine stillgelegte Autowerkstatt zu ihrer Tanzhalle, in der nun auch Filme, Experimentaltheater und Live- Konzerte zum Programm gehören. Das schräge, von Ausfallstraßen eingequetschte Quartier beidseits der Via del Pigneto hat sich in das trendigste Viertel von Rom verwandelt. Noch vor Monti, dem einstigen Handwerkerbezirk hinter den Fori Imperiali, wo heute rund um die Piazza della Madonna dei Monti die avantgardistische Mode- und Designer-Szene der Stadt blüht. Und sogar noch gefragter als San Lorenzo oder Garbatella, auch dies lange vergessene und von einer jungen Künstler- und Kreativen-Kolonie jäh wachgeküsste Kleine-Leute-Viertel jenseits der Bannmeile um Roms weltberühmte Monumente aus Antike bis Barock.



loading ...
Kartenansicht wird
geladen ...

Es bewegt sich etwas in der zweieinhalb Jahrtausende alten Mutter aller Städte. "Rom scheint im neuen Millennium angekommen zu sein", lobt Carlotta Mismetti Capua, die Kulturkritikerin der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Warum la città eterna so lange Probleme hatte mit der Moderne, liegt für sie auf der Hand: "Rom tut sich schwer damit, dich zu überraschen: Alles Neue muss sich ja gegenüber Berninis Kolonnaden oder dem Kolosseum behaupten."

Eine ganze Stadt als Museum für die Ewigkeit – das, befand die herrschende Kulturpolitik lange Zeit, habe gefälligst zu genügen. Erst die linksliberalen Lokal- und Provinz-Regenten der vergangenen 15 Jahre förderten moderne Kunst und Architektur mit Millionen. Besonders während der Amtszeit von Walter Veltroni, dem Vorgänger des seit Mitte 2008 amtierenden Bürgermeisters rechter Couleur, Gianni Alemanno, war am Tiber das Who’s Who internationaler Star-Architekten aktiv: Richard Meier erschuf die schneeweiß-strenge Umbauung des Ara-Pacis-Friedensaltars von Kaiser Augustus, Renzo Piano das neue Auditorium Parco della Musica mit seinen Muscheldächern, und Zaha Hadid verwandelte eine alte Kaserne in das avantgardistische Nationalmuseum für die Künste des 21. Jahrhunderts, kurz MAXXI, dessen Eröffnung ständig verschoben wird.

Plötzlich hatte aktuelle Kunst eine Lobby in der Stadt Caravaggios. Der Palazzo delle Esposizioni, Roms Ausstellungspalast für zeitgenössische Kunst, wurde total überholt und mit einem futuristisch-gläsernen Spitzenrestaurant gekrönt, wo Feinschmecker neue Ausblicke auf die Stadt genießen. Alda Fendi aus der römischen Modedynastie ließ für ihre Kulturstiftung gar Teile der antiken Basilika Ulpia am Trajansmarkt zur raffinierten Veranstaltungsbühne für Künstler, Film- und Theaterleute umwandeln. Draußen aber, in den einstigen Randvierteln San Lorenzo, Garbatella oder Pigneto, hat sich parallel zur gesponserten Hochkultur der Innenstadt eine Art "künstlerisches Unterholz" entwickelt, wie es der Maler Claudio Evangelista nennt: Alternative Galerien zieren zuvor unauffällige Nachbarschaften; vor allem die centri sociali, selbstverwaltete Kulturzentren in einst besetzten Fabriken oder ehemaligen Kinos, wirken wie Katalysatoren für neue Kunst, Literatur und Musik.


Wetter & Klima: Latium

Aktuelles Wetter



» Wetter Latium

Klimadaten im

 
  • 21,7 °C max/ 9,5 °C min
  • 58 mm
  • 10 Regentage
  • 57% Sonne

» Klima Latium




Seite 1 von 2
Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Mehr zu den Themen: Rom, Italien

Momentan sind zu dem Artikel "Rom: Abschied von Gestern" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO im Abo