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Reiseziel: Paris

Wer Paris besucht, fühlt sich wie in einer Postkarte, die zum Leben erwacht ist: Im Hintergrund der Eifelturm, im Vordergrund ein verliebtes Paar - Paris geizt nicht mit seinem Charme. Die Idylle der Innenstadt lockt jedes Jahr rund zwanzig Millionen Besucher an. Dabei schlägt hinter dieser schönen Kulisse tatsächlich Frankreichs Herz: Paris ist das Zentrum der Macht, der Kunst und der Kultur.
In jedem Winkel der Stadt finden sich Spuren ihrer bewegten Vergangenheit: Im Quartier Latin sind Überreste aus der Zeit zu finden, als Paris noch Lutetia hieß und römisch war. Die Jugendstilgebäude, die die Straßen säumen, entstanden während der "Belle Epoche", als Toulouse-Lautrec das Moulin Rouge weltberühmt machte. Viele Kunstwerke oder Bücher sind hingegen Zeugen der wilden 20er, einer Zeit, in der sich hier Salvador Dalì, Max Ernst und Josephine Baker begegneten.
Doch das Herz Frankreichs schlägt auch zu modernen Beats. Auf die klassische Kunst berühmter Museen trifft eine coole Street-Art-Szene, gefeiert wird in angesagten Clubs unter und über der Erde. Zweimal jährlich lockt die Paris Fashion Week die Stars der internationalen Modeszene in die Stadt. Dann werden die neusten Trends der Haute Couture präsentiert, die man in der nächsten Saison an den modebewussten Pariserinnen bewundern kann.
Im Schatten der Sacre Coeur erwartet den Besucher multikulturelles Flair. Die Bewohner des Viertels Goutte-d'Or, auch Little Africa genannt, kommen aus Benin, Ghana oder von der Elfenbeinküste. Hier gibt es Stoffmärkte, Schneider, Schönheitssalons und auf dem täglich stattfindenden Markt frische Ware aus aller Welt.
Nach einem Bummel durchs Viertel kann man sich auf den Stufen vor der Sacre Coeur ausruhen, mit Reisenden aus aller Welt Gitarrenklängen lauschen und dabei die Stadt von oben betrachten.
Empfehlungen der GEO.de-Redaktion:
- Schmausen: Tolles Essen gehört in Paris dazu - was auch immer der Gaumen begehrt, gibt es in den rund 10 000 Restaurants der Stadt, von denen es einige zu internationalem Ruhm gebracht haben. Kultig ist zum Beispiel das "La Rotonde" in Montparnasse. Früher war die Brasserie ein Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle, heute entdecken ihn immer mehr Touristen auch für sich. Schließlich lässt sich hier hervorragend speisen, vor allem das Tartar ist exzellent.
- Schlendern: Einen besonders schönen Spaziergang macht man auf der Promenade Plantée, einem begrünten Weg im 12. Arrondissement. Etwa die Hälfte des 4,7 km langen Weges verläuft auf dem Viaduct de Artes, einer stillgelegten Hochbahntrasse. Unter der Grünanlage nutzen Raumausstatter und Dekorateure die Räume in den Arkaden als Ateliers.
- Feilschen: Im Herzen des Viertels Aligré liegt der hübsche Marché d’Aligre. In der rund 200 Jahre alten Markthalle gibt es allerlei Delikatessen, und auf dem Platz davor frisches Obst und Gemüse zu günstigen Preisen. Dort findet auch ein Flohmarkt statt, auf dem man nach Büchern und Antiquitäten stöbern kann. Einen ersten Eindruck verschafft die Webseite des Marktes.
- Lauschen: Wenn Paris die Hauptstadt des Jazz ist, dann ist ihre Lebensader die Rue des Lombards. Besonders cool groovt es sich im Sunset-Sunside. Auf zwei Etagen hat man hier die Wahl zwischen akustischem Jazz im Erdgeschoss oder Elektro-Jazz und Fusion im Keller.

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