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London: Tag und Nacht an der Themse

In London prallen Geschichte und Moderne aufeinander, manchmal liegt nur eine Straßenecke dazwischen. Das Fotografengespann Horst und Daniel Zielske hat sich zwischen den Epochen treiben lassen

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River Thames III
© H. & D. Zielske
River Thames III
Die Themse ist mit 346 Kilometern Länge zwar nur der zweitlängste Fluss des Königreichs, aber aufgrund seines prominenten Laufs direkt durch London wohl der Bekannteste
Trafalgar Square II
© H. & D. Zielske
Trafalgar Square II
Der Trafalgar Square gilt für Viele als die geheime Mitte der Stadt, denn er ist bereits seit dem Mittelalter ein wichtiger Treffpunkt innerhalb des Londoner Zentrums
Lloyd's of London
© H. & D. Zielske
Lloyd's of London
Der internationale Versicherungsmarkt Lloyds of London hat seinen Sitz mitten in London. Das Gebäude entwarf der Architekt Richard Rogers, die Bauarbeiten dauerten insgesamt acht Jahre
Royal Victoria Dock
© H. & D. Zielske
Royal Victoria Dock
Eröffnet im Jahr 1855 war das Royal Victoria Dock das erste Hafenbecken Londons, das in der Lage war auch große Dampfschiffe aufzunehmen. Inzwischen wurden hier exklusive Wohnanlagen errichtet sowie eine Wassersportanlage
Blackfriars Bridge
© H. & D. Zielske
Blackfriars Bridge
Die Eisenbahnbrücke ist die Hauptzufahrt in den Bahnhof Blackfriars im Londoner Süden. Seit 2014 hat die Brücke ein Dach aus Solarpanels, die entstandene Energie wird in den Kreislauf des Bahnhofs eingespeist
Battersea Power Station
© H. & D. Zielske
Battersea Power Station
Am Südufer der Themse steht das ehemalige Kohlekraftwerk Battersea, das zwischen 1933 und 1983 in Betrieb war. Die neusten Pläne sehen Wohnungen und Freizeitmöglichkeiten für rund 8000 Menschen auf dem stillgelegten Gelände vor
River Thames IV
© H. & D. Zielske
River Thames IV
Die Quelle der Themse liegt bei dem Dorf Kemble in den Cotswold Hills, bei Southend-on-Sea fließt sie dann in die Nordsee
Apollo Theatre Stage Door, Soho
© H. & D. Zielske
Apollo Theatre Stage Door, Soho
Das historische Apollo Theatre liegt wie die meisten Spielstätten der britischen Metropole im Westend und wurde 1901 eröffnet. Im Jahr 2013 kam es zu einem Deckeneinsturz, bei dem 80 Menschen verletzt wurden, nach einer grundlegenden Sanierung hat das Apollo nun wieder geöffnet
Hanbury Street, Whitechapel
© H. & D. Zielske
Hanbury Street, Whitechapel
Die Hanbury Street im Szene-Viertel Whitechapel sieht aus wie eine gewöhnliche Straße. Doch wo heutzutage Hipster zwischen Flohmärkten und Food-Trucks pendeln, trieb einst Jack the Ripper sein Unwesen, hier wurde sein zweites Opfer Annie Chapman gefunden
Corner of Bermondsey Street and Tooley Street
© H. & D. Zielske
Corner of Bermondsey Street and Tooley Street
Bermondsey Street and Tooley Street liegen unweit von The Shard und geben doch ein ganz anderes Stadtbild ab
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<strong>London</strong> Horst und Daniel Zielske, 2014, Texte auf Deutsch und Englisch, 112 Seiten, 68 &#8364;</strong><br />
 (Foto von: )
London Horst und Daniel Zielske, 2014, Texte auf Deutsch und Englisch, 112 Seiten, 68 €


"In unseren Bildern soll der Mensch nur Staffage sein, ein kleiner Punkt in einem großen Bühnenbild," sagt Daniel Zielske, der Nachwuchs im Vater-Sohn-Fotografengespann Zielske. Da ist es kaum verwunderlich, dass die beiden die Nacht und regnerische Tage als ihre präferierte Zeit zum Fotografieren auserkoren haben. So haben sie bereits Städte wie New York oder Schanghai nahezu menschenleer erscheinen lassen. Das macht ihre Bilder keinesfalls trist, im Gegenteil. Der Betrachter hat die Chance die Weltmetropole London auf eine intime Art und Weise kennenzulernen, in verlassene Gassen zu blicken und beispielsweise durch ein erleuchtetes Fenster doch den Hauch des Lebens zu entdecken, das sich hinter den Fassaden abspielt. Bei jedem Motiv lohnt sich deshalb ein zweiter Blick, denn diese kleinen aber lebhaften Details finden selten in der Bildmitte statt.

Ein zweiter Spagat der Horst und Daniel Zielske mit ihren Bildern des im Kunth Verlag erschienen Bildbandes "London" gelingt, ist die Verbindung des historischen und des modernen Stadtbildes. "Die größte Gegensatz in London ist das Aufeinanderprallen von alt und modern. Das alte London, das uns aus Literatur und Filmen vertraut ist, bis hin zur postmodernen Glas- und Stahl-Wolkenkratzerarchitektur, wie etwa The Shard. Gerade diese Gegensätze machen London für uns so spannend und reizvoll," erklärt Daniel Zielske die Faszination für die britische Hauptstadt. Die Winkel einiger Bilder sind so gewählt, dass beide Epochen stattfinden, ohne eine davon hervorzuheben. Ein gelungener fotografischer Streifzug durch die Stadt an der Themse, der selbst London-Kenner mit neuen Ansichten überraschen dürfte.





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