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USA : Feuer und Kunst in der Wüste - Art of Burning Man

"Burning Man" ist eine temporäre "Kunststadt" in der Wüste, die nach wenigen Tage in Flammen aufgeht. NK Guy hat über 16 Jahre lang das verrückte Kunsttreiben fotografiert. Nun zeigt sein neuer Bildband die spektakulärsten Aufnahmen

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Embrace, 2014, von Kevan Christiaens, Kelsey Owens, Bill Tubman, Joe Olivier, Matt Schultz und the Pier Group
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Embrace, 2014, von Kevan Christiaens, Kelsey Owens, Bill Tubman, Joe Olivier, Matt Schultz und the Pier Group

Diese massive über 20 Meter große Holzskulptur, die die menschlichen Beziehungen symbolisierte, wurde 2014 auf dem "Burning Man"-Festival verbrannt
Pier 2, 2012, von Kevan Christiaens, Matt Schultz und der Pier Group
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Pier 2, 2012, von Kevan Christiaens, Matt Schultz und der Pier Group

Rudern ins Nichts. Im Hintergrund des Piers steht die "La Llorona", ein Nachbau einer spanischen Galeone
Black Rock City, 2011
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Black Rock City, 2011

Luftaufnahme von Black Rock City, der temporären Stadt in der Wüste Nevadas
CS (Clock Ship) Tere, 2013, von Andy Tibbetts
© NK Guy/TASCHEN GmbH
CS (Clock Ship) Tere, 2013, von Andy Tibbetts

Ein handgefertigtes Piratenschiff-Fahrzeug, das durch ein ausgeklügeltes System, nur mit dem Vorderrad und ohne Achse, angetrieben wird. Nur eines der vielen Kunst-Autos, die ein fester Bestandteil des "Burning Man"-Festivals sind
The Temple of Transition, 2011, von the International Arts Megacrew
© NK Guy/TASCHEN GmbH
The Temple of Transition, 2011, von the International Arts Megacrew
Ein "Burning-Man"-Tempel von 2011. Die Gedenkstätte ist ein Ort der Erinnerung für Trauernde, doch am Ende des Festivals fiel auch diese aufwendige Holzkonstruktion den Flammen zum Opfer
El Pulpo Mecanico, 2014, von Duane Flatmo and Jerry Kunkel
© NK Guy/TASCHEN GmbH
El Pulpo Mecanico, 2014, von Duane Flatmo and Jerry Kunkel

Die rollende Riesenkrake spuckte 2014 Feuer. Die Festivalbesucher waren begeistert
Cupcake Cars, 2006, von Lisa Pongrace, Greg Solberg and the Acme Muffineering team
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Cupcake Cars, 2006, von Lisa Pongrace, Greg Solberg and the Acme Muffineering team

In rollenden Cupcakes durchstreifen die Künstler die Weiten der Black Rock Desert. Jedes Auto ist einzigartig
Man Burn, 2011, von Larry Harvey, Jerry James, Dan Miller, the Man Krew, Lewis Zaumeyer and Andrew Johnstone
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Man Burn, 2011, von Larry Harvey, Jerry James, Dan Miller, the Man Krew, Lewis Zaumeyer and Andrew Johnstone

"Burning Man", der "brennende Mann" aus dem Jahr 2011. Er gab dem Kunstfestival seinen Namen
The Temple of Whollyness, 2013, von Gregg Fleishman, Lightning Clearwater III, und Melissa Barron
© NK Guy/TASCHEN GmbH
The Temple of Whollyness, 2013, von Gregg Fleishman, Lightning Clearwater III, und Melissa Barron

Im "Temple Whollyness" 2013 erinnern und trauern die Besucher. Die schwarze Steinskulptur in der Mitte von Jael La Femina ist inspiriert von Steingebilden der Inuit
Gearhead, 2013, von Steve Hall und Becky Stillwell
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Gearhead, 2013, von Steve Hall und Becky Stillwell

Auf dem "Burning Man"-Festival 2013 stand ein Gebilde aus Zahnrädern und Hebeln, das nur mit einer Handkurbel angetrieben wurde
The Temple of Joy, 2002, David Best und the Temple Crew
© NK Guy/TASCHEN GmbH
The Temple of Joy, 2002, David Best und the Temple Crew

Der "Tempel der Freude" stand auf dem "Burning Man"-Festival 2002. Der Laserstrahl, von Russell Wilcox erbaut, wurde mehrere Meter entfernt auf dem Wüstenboden installiert
Remains of the Man 2013
© NK Guy/TASCHEN GmbH
Remains of the Man 2013

Der Morgen nach der Verbrennung im Jahr 2013
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<strong>Art of Burning Man, NK Guy,</strong><br /> Hardcover mit Ausklappseiten, 280 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Text in Englisch, Deutsch, Französisch, Taschen, 39,99 Euro</strong><br /> (Foto von: )
Art of Burning Man, NK Guy,
Hardcover mit Ausklappseiten, 280 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Text in Englisch, Deutsch, Französisch, Taschen, 39,99 Euro


Es ist aberwitzig und schräg – wie soll man dieses Festival inmitten der Wüste Nevadas bloß umschreiben? Es ist eigentlich auch kein Festival im üblichen Sinne. Vielmehr ein kulturelles Experiment, ein Gemeinschaftserlebnis, ein spirituelles Abenteuer mit Musik, Kultur und Kunst. Ein Ort, an dem eine alternative Lebensform für gut eine Woche im Jahr existiert. Die Rede ist von "Burning Man". Dieser "Kunststadt" in der Black Rock Desert. Es entstehen hier die verrücktesten Objekte, die am Ende in Flammen aufgehen.

Der kanadische Autor und Fotograf NK Guy war von 1998 bis 2014 beim "Burning Man" dabei. Er hat die skurrilen Bauten und die vergängliche Kunst dokumentiert. 65 000 Fotos hat der in London lebende Autor und Fotograf über die Jahre gesammelt. In seinem Bildband "Art of Burning Man", erschienen im Taschen Verlag, sind nun die spektakulärsten Fotos zu sehen. Es ist ein Bildarchiv des Wahnsinns, der großen Party und der Kunst. Im Vorwort des Bildbandes schreibt Bildhauer David Best: "Anfangs bin ich zum Festival hergekommen, aber daraus wurde dann etwas viel Größeres, Höheres."

Diese temporäre Stadt, die am Ende eines Sommers aus einem ausgetrockneten Seeboden inmitten der Wüste Nevadas entspringt, lockt mittlerweile fast 70 000 Menschen an. Sie müssen alles mitbringen, was sie brauchen - und am Ende auch ihren Müll wieder einpacken. Es gilt das Motto: "Hinterlasse keine Spuren!"

Das allererste Mal fand "Burning Man" 1986 statt. Damals fragte die Bildhauerin Mary Grauberger einen Freund, den Landschaftsarchitekten Larry Harvey, ob er nicht eine Holzfigur zur Sommersonnenwendfeier bauen wolle? Und Larry kam mit einer etwa 2,40 Meter großen, menschlichen Figur wieder. Sie schafften diese zusammen an den Baker Beach in der Nähe der Golden Gate Bridge in San Francisco und verbrannten sie dort - "Burning Man", der "brennende Mann" war geboren. Mit jedem Jahr wuchs die Figur und mit ihr auch die Anzahl der Besucher. 1991 zogen sie vom Strand schließlich in die einsame Wüste. Was darauf folgte, ist längste Geschichte, die NK Guy zum Glück mit der Kamera festhielt – und der "Burning Man", der misst mittlerweile schon gut 30 Meter.




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