GEO SAISON Nr. 01/2008 - China Seite 1 von 5
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49 Spartipps: Viel Urlaub für wenig Geld

Im Internet buchen oder besser im Reisebüro? Sondertarife für Frühentschlossene nutzen oder lieber zum Last-Minute-Preis abheben? Wir verraten, wann Flugtickets am günstigsten sind, welche Hotelzimmer weniger kosten und wie Sie schon bei der Reiseplanung Ihr Budget schonen


Pauschalreisen


1. Früh buchen: Nur etwas für Festgelegte
"Rechtzeitig Plätze sichern und bis zu 50 Prozent sparen" - so werben die Veranstalter dafür, Pauschalreisen schon Monate im Voraus zu buchen. Die Stiftung Warentest hat 85 solcher Angebote überprüft, Ergebnis: "Frühes Buchen bietet kaum Vorteile. Selbst wenn ein Veranstalter die Preise für Spätbucher erhöht, gibt es die gleiche oder eine ähnliche Reise bei anderen Anbietern oft billiger." Nur vereinzelt sparen die Frühbucher, Fernreisende zahlen oft sogar drauf. Unser Rat: Früh buchen empfiehlt sich nur denen, die beim Reisetermin festgelegt sind - etwa Familien mit schulpflichtigen Kindern.


Geschenkt gibt es den Urlaub nicht - preiswert schon (Foto von: Michael S. Yamashita/CORBIS)
© Michael S. Yamashita/CORBIS
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Geschenkt gibt es den Urlaub nicht - preiswert schon

2. Last-Minute: Besser für Flexible
Wer bei Termin und Ziel einer Pauschalreise flexibel ist, findet kurzfristig fast immer gute Angebote. Zwar sind die Abschläge nicht mehr so hoch wie früher, doch wer in letzter Minute bucht, kann manchmal immer noch mehrere hundert Euro sparen. "Wir bieten nur Reisen an, die deutlich unter dem Katalogpreis liegen", sagt Markus Faller vom Last- Minute-Spezialisten L’Tur. Weitere gut sortierte Anbieter: Expedia, Otto Reisen. Die "Top-20-Reise-Angebote" präsentiert der wöchentliche Newsletter von Travelzoo .

3. Reisebüro? Internet?
Bei Pauschalreisen wissen selbst Experten nicht, ob die nun im Reisebüro oder im Internet billiger sind. Zu umfangreich ist das Angebot. Für das Web spricht, dass sich die Preise gut vergleichen lassen, etwa bei www.reiseveranstalter-suchmaschine.de. Reisebüros können dagegen besser beraten, hier kennt man sich mit Angeboten mehrerer Veranstalter aus. Allerdings: Nicht alle zahlen den Vermittlern einer Reise eine gleich hohe Provision, deshalb verkaufen einige Reisebüros vorzugsweise die Produkte bestimmter Veranstalter. Und so lautet unser Rat: Angebot erneut vergleichen.

4. Die Ferien als Bausatz
"Mix & Travel" oder "Click & Mix" heißen Angebote, bei denen sich die Kunden aus den Bausteinen "Flug", "Hotel" und "Mietwagen" ihren nächsten Urlaub selbst zusammenstellen. Vorteil: Juristisch ist eine solche Kombireise eine Pauschalreise, im Streitfall hat man also nur einen Ansprechpartner - nämlich den Verkäufer. Nachteil: Auch wenn etwa Expedia garantiert, dass die selbstgemixte Reise günstiger ist als die Summe der Einzelleistungen, können Reiseunternehmen, die einem Hotel größere Zimmerkontingente abkaufen, oft auch die besser gelegenen Zimmer bieten; so wird das günstigere leicht auch zum schlechteren Angebot. Nachteil 2: Selbstzusammengestellte Touren müssen sofort voll bezahlt werden. Weitere Anbieter: Flyloco, Thomas Cook

5. Wenn andere für Sie arbeiten
Wer nicht stundenlang das Internet nach günstigen Preisen durchforsten will, beauftragt Online-Reisevermittler wie Travelsumo oder Askerus Travel mit dieser Aufgabe. Das geht so: Man registriert sich auf einer der Websites, formuliert seine Reiseanfrage. Die wird dann anonymisiert an einige hundert Reisebüros weitergeleitet. Aus den Angeboten verschickt der Online-Vermittler die besten fünf - die am ehesten den vorgegebenen Kriterien entsprechen - an den Kunden. Will der eine Reise buchen, nimmt er selbst Kontakt mit dem Reisebüro auf. Der Service ist unverbindlich und kostenlos. Nur wer intensiv das Internet durchflöht, findet vielleicht bessere Preise.

6. Vorsicht: Urlaub "geschenkt"
Anbieter wie GratistoursTravel oder Reiseflatrate suggerieren, dass es bei ihnen etwas umsonst gibt - nämlich die Übernachtung in einigen Hotels. "Nur" Anreise und Verpflegung müsse der Gast selbst zahlen. Außerdem sei eine "Bearbeitungsgebühr" fällig, die bei Gratistours 49 Euro pro Reise und Person (!) beträgt, bei Reiseflatrate 249 Euro jährlich für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern. "Mit üblichen Angeboten fährt man günstiger", urteilte die Stiftung Warentest schon vor einiger Zeit. Unseriös sind Angebote, die dazu einladen, als "Urlaubstester" kostenlos auf Traumreise zu gehen.

7. Sparen mit TUI
Jeden ersten Donnerstag im Monat werden auf www.tui.com neue "Specials" mit teil weise deutlich reduzierten Preisen veröffentlicht, etwa eine Woche Costa de la Luz für 274 Euro pro Person (205 Euro unter Katalogpreis) oder eine Woche Gran Canaria für 615 Euro pro Person (142 Euro günstiger). Den "täglichen Preissturz" findet man ab 16 Uhr unter dem Menüpunkt "Happy Hour" (buchbar bis 10 Uhr am Folgetag) - mit Angeboten wie: eine Woche Lanzarote inkl. Halbpension und Flug ab 464 Euro pro Person.

8. Reisen aus dem Supermarkt
Aldi, Lidl, Plus, Penny - in den Filialen der Discounter, in Baumärkten und bei Tchibo wird Urlaub verkauft. Für diese Angebote gilt: Manche sind Schnäppchen, andere nicht. So wurde auf www.lidl.de eine Donaufahrt mit der "Danubia" angeboten, die auf www.e-hoi.de keinen Cent teurer war. Deshalb gilt auch für die Angebote beim Discounter: Preise vergleichen. Hinter den Reisen stecken Unternehmen wie Big Xtra Touristik, für Lidl oder Berge & Meer für Aldi. Die vertreiben ihre Produkte über verschiedene Kanäle - beim Discounter, über die Teletextseiten einiger Fernsehkanäle, über Websites. Tipp: Wer die Reisen von Berge & Meer auf deren Homepage bucht, erhält einen so genannten Internetrabatt von drei Prozent.

9. Für bare Münze
Warum nicht dahin reisen, wo man mehr bekommt für sein Geld? In vielen Ländern hat der Euro eine höhere Kaufkraft als bei uns. In Ägypten zum Beispiel zahlt man einen Euro für Waren und Dienstleistungen, die in Deutschland einen Gegenwert von 1,38 Euro hätten. Auch in Südafrika, in Litauen und Tschechien kriegt man mehr für sein Geld. Griechenland, die Niederlande und Spanien dagegen sind in etwa so teuer wie Deutschland, Norwegen-Fans müssen sehr tapfer sein: Da ist der Euro 67 Cent weniger wert als in Ägypten.



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