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49 Spartipps: Viel Urlaub für wenig Geld
Im Internet buchen oder besser im Reisebüro? Sondertarife für Frühentschlossene nutzen oder lieber zum Last-Minute-Preis abheben? Wir verraten, wann Flugtickets am günstigsten sind, welche Hotelzimmer weniger kosten und wie Sie schon bei der Reiseplanung Ihr Budget schonen
Pauschalreisen
1. Früh buchen: Nur etwas für Festgelegte
"Rechtzeitig Plätze sichern und bis zu 50 Prozent sparen" - so werben die
Veranstalter dafür, Pauschalreisen schon Monate im Voraus zu buchen.
Die Stiftung Warentest hat 85 solcher Angebote überprüft, Ergebnis:
"Frühes Buchen bietet kaum Vorteile. Selbst wenn ein Veranstalter die
Preise für Spätbucher erhöht, gibt es die gleiche oder eine ähnliche Reise
bei anderen Anbietern oft billiger." Nur vereinzelt sparen die Frühbucher, Fernreisende
zahlen oft sogar drauf. Unser Rat: Früh buchen empfiehlt sich nur denen, die beim
Reisetermin festgelegt sind - etwa Familien mit schulpflichtigen Kindern.
2. Last-Minute: Besser für Flexible
Wer bei Termin und Ziel
einer Pauschalreise flexibel
ist, findet kurzfristig fast
immer gute Angebote. Zwar
sind die Abschläge nicht mehr so hoch wie
früher, doch wer in letzter Minute bucht,
kann manchmal immer noch mehrere
hundert Euro sparen. "Wir bieten nur Reisen
an, die deutlich unter dem Katalogpreis
liegen", sagt Markus Faller vom Last-
Minute-Spezialisten L’Tur.
Weitere gut sortierte Anbieter: Expedia, Otto Reisen. Die "Top-20-Reise-Angebote"
präsentiert der wöchentliche Newsletter
von Travelzoo .
3. Reisebüro? Internet?
Bei Pauschalreisen wissen
selbst Experten nicht, ob
die nun im Reisebüro oder
im Internet billiger sind. Zu
umfangreich ist das Angebot.
Für das Web spricht, dass sich die Preise
gut vergleichen lassen, etwa bei www.reiseveranstalter-suchmaschine.de. Reisebüros
können dagegen besser beraten, hier
kennt man sich mit Angeboten mehrerer
Veranstalter aus. Allerdings: Nicht alle zahlen
den Vermittlern einer Reise eine gleich
hohe Provision, deshalb verkaufen einige
Reisebüros vorzugsweise die Produkte bestimmter
Veranstalter. Und so lautet unser
Rat: Angebot erneut vergleichen.
4. Die Ferien als Bausatz
"Mix & Travel" oder "Click &
Mix" heißen Angebote, bei
denen sich die Kunden
aus den Bausteinen "Flug",
"Hotel" und "Mietwagen" ihren nächsten
Urlaub selbst zusammenstellen. Vorteil:
Juristisch ist eine solche Kombireise eine
Pauschalreise, im Streitfall hat man also
nur einen Ansprechpartner - nämlich den
Verkäufer. Nachteil: Auch wenn etwa Expedia garantiert, dass die
selbstgemixte Reise günstiger ist als die
Summe der Einzelleistungen, können
Reiseunternehmen, die einem Hotel größere
Zimmerkontingente abkaufen, oft
auch die besser gelegenen Zimmer bieten;
so wird das günstigere leicht auch zum
schlechteren Angebot. Nachteil 2: Selbstzusammengestellte
Touren müssen sofort
voll bezahlt werden. Weitere Anbieter: Flyloco, Thomas Cook
5. Wenn andere für Sie arbeiten
Wer nicht stundenlang das Internet nach günstigen Preisen durchforsten
will, beauftragt Online-Reisevermittler wie Travelsumo oder Askerus Travel mit dieser Aufgabe. Das geht so:
Man registriert sich auf einer der Websites, formuliert seine Reiseanfrage.
Die wird dann anonymisiert an einige hundert Reisebüros weitergeleitet.
Aus den Angeboten verschickt der Online-Vermittler die besten fünf - die am ehesten
den vorgegebenen Kriterien entsprechen - an den Kunden. Will der eine Reise buchen,
nimmt er selbst Kontakt mit dem Reisebüro auf. Der Service ist unverbindlich und kostenlos.
Nur wer intensiv das Internet durchflöht, findet vielleicht bessere Preise.
6. Vorsicht: Urlaub "geschenkt"
Anbieter wie GratistoursTravel oder Reiseflatrate suggerieren, dass
es bei ihnen etwas umsonst gibt - nämlich
die Übernachtung in einigen Hotels. "Nur"
Anreise und Verpflegung müsse der Gast
selbst zahlen. Außerdem sei eine "Bearbeitungsgebühr"
fällig, die bei Gratistours
49 Euro pro Reise und Person (!) beträgt,
bei Reiseflatrate 249 Euro jährlich für zwei
Erwachsene mit bis zu drei Kindern. "Mit
üblichen Angeboten fährt man günstiger",
urteilte die Stiftung Warentest schon vor
einiger Zeit. Unseriös sind Angebote, die
dazu einladen, als "Urlaubstester" kostenlos
auf Traumreise zu gehen.
7. Sparen mit TUI
Jeden ersten Donnerstag
im Monat werden auf www.tui.com neue "Specials" mit
teil weise deutlich reduzierten
Preisen veröffentlicht,
etwa eine Woche Costa de
la Luz für 274 Euro pro Person
(205 Euro unter Katalogpreis) oder
eine Woche Gran Canaria für 615 Euro pro
Person (142 Euro günstiger). Den "täglichen
Preissturz" findet man ab 16 Uhr unter
dem Menüpunkt "Happy Hour" (buchbar
bis 10 Uhr am Folgetag) - mit Angeboten
wie: eine Woche Lanzarote inkl. Halbpension
und Flug ab 464 Euro pro Person.
8. Reisen aus
dem Supermarkt
Aldi, Lidl, Plus, Penny - in
den Filialen der Discounter,
in Baumärkten und bei
Tchibo wird Urlaub verkauft.
Für diese Angebote
gilt: Manche sind Schnäppchen, andere
nicht. So wurde auf www.lidl.de eine Donaufahrt
mit der "Danubia" angeboten,
die auf www.e-hoi.de keinen Cent teurer
war. Deshalb gilt auch für die Angebote
beim Discounter: Preise vergleichen. Hinter
den Reisen stecken Unternehmen wie Big Xtra Touristik, für Lidl oder Berge & Meer für Aldi. Die vertreiben ihre Produkte
über verschiedene Kanäle - beim
Discounter, über die Teletextseiten einiger
Fernsehkanäle, über Websites. Tipp: Wer
die Reisen von Berge & Meer auf deren
Homepage bucht, erhält einen so genannten
Internetrabatt von drei Prozent.
9. Für bare Münze
Warum nicht dahin reisen, wo man mehr bekommt
für sein Geld? In vielen Ländern hat der Euro eine
höhere Kaufkraft als bei uns. In Ägypten zum Beispiel
zahlt man einen Euro für Waren und Dienstleistungen,
die in Deutschland einen Gegenwert
von 1,38 Euro hätten. Auch in Südafrika, in Litauen
und Tschechien kriegt man mehr für sein Geld. Griechenland, die
Niederlande und Spanien dagegen sind in etwa so teuer wie
Deutschland, Norwegen-Fans müssen sehr tapfer sein: Da ist der
Euro 67 Cent weniger wert als in Ägypten.
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