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Gesundheit auf Reisen
Gesund reisen
Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

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Reisemedizinisches Zentrum am Bernhard-Nocht-Institut
MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
www.gesundes-reisen.de
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*EUR 1,98 pro Minute

Typhusimpfung

Typhus-Impfung:

Risiko der Erkrankung: Die Infektion wird durch unhygienische Nahrungsmittelzubereitung und Wasser übertragen. In Ländern mit erhöhtem Vorkommen von Typhus ist die Übertragungswahrscheinlichkeit bei Pauschalreisen sehr gering. Die Erkrankung selbst kann sehr schwer verlaufen.
Art der Impfung: Aktiv, Totimpfstoff zur Injektion oder Schluckimpfung (gentechnisch veränderter Lebendimpfstoff).
Impfempfehlung: Die Impfung ist zu erwägen bei Aufenthalten in tropischen und subtropischen Länder unter zweifelhaften bis schlechten hygienischen Bedingungen (z.B. in bestimmten Regionen Indiens oder Afrikas), besonders bei vorbestehenden chronischen Darmerkrankungen
Grundimmunisierung: Einmaldosis bei Spritzimpfstoff; 3 Kapseln bei Schluckimpfstoff: Tag 1, 3 und 5 je eine Kapsel.
Impfschutz: maximal 50 - 70%, bei einheimischer Bevölkerung in Endemiegebieten, kein Schutz vor Paratyphus, Amöbiasis und andere Magen- und Darminfektionen. Impfschutz 10 Tage nach Impfung, Schutzdauer nach Spritzimpfung ca. 3 Jahre und ca. 2 Jahre nach Schluckimpfung.
Impfabstände: Keine bei Spritzimpfung. Nach Schluckimpfung mindestens 3 Tage Abstand nach der 3. Kapsel zu Cholera-Schluckimpfung und Malariamedikamenten.
Alter: Ab dem 2. Lebensjahr Spritzimpfung möglich. Schluckimpfung ab 12. Lebensmonat zugelassen, aber aufgrund der Kapselgröße unrealistisch.
Lokal- und Allgemeinreaktionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Bei mehr als 10% der Impflinge kommt es innerhalb von 1 - 3 Tagen zu einer Rötung und Schwellung an der Impfstelle. Allgemeinsymptome wie leichtes Fieber, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit treten bei 1-10% der Geimpften auf. Störungen im Magen-Darm-Trakt (Erbrechen, Durchfall, Schmerzen) treten selten auf.
Schluckimpfung: Gelegentlich kann es zu lokalen Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen kommen; auch Allgemeinsymptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und leichte Temperaturerhöhung werden gelegentlich beobachtet. In der Regel sind diese Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.
Komplikationen: Bei der Spritz- und Schluckimpfung werden sehr selten allergische Reaktionen der Haut oder der Bronchien beobachtet. Über schockartige Sofortreaktionen nach Spritzimpfung wurde in Einzelfällen berichtet.



RMZ, 30.01.2012