Gesundheit auf Reisen
Gesund reisen
Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

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Reisemedizinisches Zentrum am Bernhard-Nocht-Institut
MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH
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Tetanusimpfung

Tetanus (Wundstarrkrampf):

Risiko der Erkrankung:
Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt in Erdreich und Staub sowie in Exkrementen von Menschen und Tieren vor. Infektionsgefahr besteht bei schmutzigen Quetsch-, Biss- und Stichwunden, aber auch bei Bagatellverletzungen. Die Erkrankung verläuft trotz Intensivtherapie in etwa 25-60 Prozent der Fälle tödlich.
Art der Impfung: Aktiv, Totimpfstoff, als Kombinationsimpfung mit Diphtherie empfohlen.
Impfempfehlung: Für alle Länder.
Grundimmunisierung:
1. Dosis
2. Dosis: nach vier bis sechs Wochen
3. Dosis: zwölf Monate nach der ersten Dosis
Impfschutz: Zehn Tage nach der zweiten Dosis oder drei bis vier Tage nach Auffrischung. Impfschutz hält etwa zehn Jahre an.
Auffrischung: Nach vollständiger Grundimmunisierung: Einmaldosis alle zehn Jahre. Keuchhusten
Impfabstände: Keine.
Hinweis: Kombinationsimpfstoff mit Diphtherie offiziell empfohlen bzw. mit Diphtherie- und Polio- und/oder Pertussis (Keuchhusten)komponente erhältlich.
Alter: Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr empfohlen.
Lokal- und Allgemeinreaktionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Lokalreaktionen bei etwa 20 Prozent der Impflinge innerhalb von ein bis drei Tagen nach Impfung möglich, selten länger anhaltend. Gelegentlich Schwellung der zugehörigen Lymphknoten. Sehr selten Bildung eines Knötchens an der Stichstelle. Allgemeinreaktionen wie Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptome oder Magen-Darm-Beschwerden treten gelegentlich auf. Alle Reaktionen sind bei sehr oft gegen Tetanus geimpften Personen häufiger. In der Regel sind diese Lokal- und Allgemeinreaktionen vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.
Komplikationen: Allergische Reaktionen an der Haut oder den Atemwegen treten selten auf. Allergische Sofortreaktionen (anaphylaktischer Schock) wurden in der medizinischen Fachliteratur beschrieben. In Einzelfällen kann es zu Erkrankungen des peripheren Nervensystems (z.B. Mono- und Polyneuritiden, Guillain-Barré-Syndrom) kommen.



RMZ, 01.09.2011




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