Gesundheit auf Reisen
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Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

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Massage: Babymassage

Babymassage

Beschreibung      

Kumara Abhyanga bedeutet Babymassage oder Kindermassage, kommt ursprünglich aus Indien und ist eng in der ayurvedischen Heilkunst verwurzelt. In den 70er Jahren wurde dieses Massageverfahren von dem Franzosen Frédérick Leboyer aufgegriffen und nach Europa getragen und ist hierzulande auch unter Leboyer- Massage bekannt geworden.
Babymassage ist eine effektive Form der Kommunikation und Bindung zwischen Mutter/Vater und Kind und ist für beide Seiten wohltuend und entspannend. Gerade in den frühen Lebenswochen ist für ein Baby die Haut ein sehr wichtigstes Sinnesorgan, über das es durch Berührungen Kontakt zu seiner Umwelt besonders gut erfahren kann.
Die Eltern können ihrem Kind durch ihre Hände Sicherheit, Zuneigung, Geborgenheit und Wärme vermitteln. Liebevolle Berührungen bilden die Grundlage für eine Babymassage, die besonders im indischen Kulturraum seit Jahrtausenden praktiziert wird. Die Massagen sind leicht erlernbar, weil es dabei vor allem auf das Gefühl der Eltern, Hebammen oder Betreuerinnen ankommt. Wenn diese auf die Signale achten, die das Kind ihnen gibt, können sie kaum etwas falsch machen. Das Erlernen von speziellen Techniken kann zusätzliche Sicherheit bieten und die entspannende Wirkung verstärken.

Angestrebte Wirkung      
  • Förderung der Kommunikation zwischen Eltern und Kind (Mutter-Kind-Bindung)
  • Vermittlung von Wärme, Halt, Geborgenheit und Vertrauen
  • Anregung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Intensivierung der Atmung und Stimulation des Verdauungstraktes
  • Förderung eines entspannten Schlafes
  • Förderung der motorischen Entwicklung des Kindes
  • Stärkung der Entwicklung des Abwehrsystems (unspezifische Vagusstimmulation)
  • Steigerung des Wohlbefindens
     
Wissenschaftliche Hinweise         
Die positiven Auswirkungen von Babymassagen sind in verschiedenen Studien untersucht worden.
 
Risikovorbeugung und Gegenanzeigen          
  • Das Baby sollte weder hungrig noch müde sein.
  • Nur so lange massieren, wie es dem Baby Freude bereitet, auf Signale von Missgefallen achten (z.B. Quengeln, Schreien, Gezappel, Unruhe)
  • Massage sollte auf nackter Haut durchgeführt werden, daher auf warme Umgebungstemperatur achten, um ein Auskühlen zu verhindern.
  • Eltern sollten selbst auf warme Hände, ihre eigene innere Ruhe und Zufriedenheit achten. Stress und Unruhe der Eltern übertragen sich sonst auf das Baby.
  • Beim Öl auf Qualität und Verträglichkeit achten
  • Eine Babymassage vor der 3.-4. Lebenswoche, vor Abheilung des Nabels, sollte Hebammen vorbehalten bleiben
  • Raum sollte eine angenehme Temperatur von 25 Grad haben und frei von Zugluft sein
Qualitätskontrolle 

Keine Dachstruktur. Eine einheitliche Ausbildung ist nicht vorgegeben.
Hebammen der Wochenbettbetreuung sowie Kranken- und Kinderkrankenschwestern/pfleger können zur Anleitung bei Babymassagen qualifiziert sein.

Links:
Deutsche Gesellschaft für Baby- und Kindermassage e.V.
http://www.babymassage.de/ Informationen zu Babymassage
 



SH,MK, 08.06.2011




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